Was man über den Barkas B 1000 wissen muss
- Der B 1000 lief ab 1961 im VEB Barkas-Werke in Karl-Marx-Stadt und war eine der wenigen völlig neuen Konstruktionen der DDR-Fahrzeugindustrie.
- Angetrieben wurde er vom Dreizylinder-Zweitakter aus dem Wartburg mit rund 1 Liter Hubraum und 46 PS.
- Die Rahmenbauweise erlaubte viele Aufbauten: Kleinbus, Kastenwagen, Pritsche, Krankenwagen und Sonderfahrzeuge.
- 178.839 Stück entstanden bis April 1991; die letzten 1.300 bis 1.900 trugen einen VW-Viertakter.
Wer in der DDR einen Transporter brauchte, bekam einen Barkas. 30 Jahre lang lief er in Karl-Marx-Stadt vom Band, in fast unveränderter Form, und wurde vom Handwerksfahrzeug zum Krankenwagen, vom Bus zum Postauto. Heute ist er ein Klassiker, der auf jedem Treffen eine Traube Menschen um sich hat.
Was den B 1000 ab 1961 ausmachte
Er war eine Neukonstruktion, was in der DDR selten blieb: Frontantrieb, tiefe Ladefläche, ein Rahmen, der viele Aufbauten trug. Der Motor stammt aus dem Wartburg, ein wassergekühlter Dreizylinder-Zweitakter mit rund 1 Liter Hubraum und 46 PS. Er sitzt vorn zwischen den Sitzen unter einer Haube im Innenraum.
Welche Aufbauten es gab
Kastenwagen und Kleinbus für Betriebe und Familien, Pritschen für Handwerk und Landwirtschaft, Krankenwagen für den Schnellen Medizinischen Dienst, dazu Sonderaufbauten aller Art. Die Bandbreite erklärt, warum der Wagen bis heute im Straßenbild vieler ostdeutscher Städte auftaucht.
Warum der Barkas 1991 endete
Der Zweitakter war am Ende der 1980er nicht mehr zu verkaufen. Ab 1989 kam der B 1000-1 mit dem 1,3-Liter-Viertakter von Volkswagen. Für den Umbau kam die Wende zu früh: Im April 1991 endete die Produktion nach 178.839 Wagen, davon nur wenige mit dem neuen Motor.
Daran erkennt man heute einen guten Barkas
Bodengruppe, Schweller, Türunterkanten, Radhäuser und die Ecken des Aufbaus. Technisch sind Motor und Getriebe einfach, die Ersatzteile über die Szene gut zu bekommen. Ein Wagen mit Historie in der Kartei sagt, ob und wie er restauriert wurde, und das entscheidet beim Barkas über alles.
Der Barkas ist das Nutzfahrzeug, das heute mehr Freunde hat als damals Fahrer.

Quellen
Was Leser über den Barkas B 1000 fragen
Welchen Motor hat der Barkas B 1000?
Den wassergekühlten Dreizylinder-Zweitakter, den auch der Wartburg fuhr, mit knapp 1 Liter Hubraum und 46 PS. Ab 1989 gab es den B 1000-1 mit dem 1,3-Liter-Viertakter aus VW-Lizenz, der allerdings nur noch in kleiner Zahl gebaut wurde.
Welche Aufbauten gab es auf dem Barkas?
Kastenwagen, Kleinbus, Pritsche mit ein und zwei Kabinenreihen, Krankenwagen und eine Reihe von Sonderaufbauten. Die Rahmenbauweise machte das möglich; Betriebe und Behörden ließen darauf bauen, was sie brauchten.
Was kostet der Unterhalt eines Barkas heute?
Die Technik ist einfach und Teile gibt es über die Szene, weil Motor und Getriebe mit dem Wartburg geteilt werden. Der Aufwand liegt beim Blech: Bodengruppe, Schweller, Türunterkanten und die Ecken des Aufbaus rosten, und dort ist alles Handarbeit.