Was man über den Maserati Biturbo wissen muss
- Der Biturbo wurde am 14. Dezember 1981 vorgestellt, am Gründungstag der Marke.
- Er ist der erste Serienwagen mit 2 Turboladern: je einer pro Zylinderbank am 2,0-Liter-V6.
- Gezeichnet hat ihn Pierangelo Andreani unter der Leitung von Alejandro de Tomaso, der Maserati 1975 übernommen hatte.
- Der Innenraum ist mit Wildleder und Wurzelholz ausgeschlagen, dazu gehört die ovale Uhr in der Mitte des Armaturenbretts.
Am 14. Dezember 1981, dem Gründungstag der Marke, stellte Maserati einen Wagen vor, der die Firma retten sollte: ein kompaktes Coupé mit 4 Sitzen, einem V6 und 2 Turboladern. Es war der erste Serienwagen der Welt mit dieser Aufladung, und er sollte gegen den BMW 3er antreten.
Was technisch neu war
Der 2,0-Liter-V6 mit 90 Grad Bankwinkel hat je einen Lader pro Zylinderbank, dazu 3 Ventile je Zylinder und eine obenliegende Nockenwelle pro Bank. Die kleinen Lader sprechen schneller an als ein großer. Was heute jeder Hersteller so baut, stand hier 1981 zum ersten Mal in einer Preisliste.
Der Innenraum
Wildleder an den Türen, Wurzelholz am Armaturenbrett, eine ovale Uhr in der Mitte: Der Biturbo bot einen Innenraum, für den man anderswo das Doppelte zahlte. Für viele Käufer war das der eigentliche Grund, einen zu bestellen.
Warum der Ruf gelitten hat
Die frühen Wagen kämpften mit Vergasern, Elektrik und Rost. Später kamen Einspritzung, Katalysator und mehr Hubraum, und die Qualität stieg spürbar. Der Ruf blieb trotzdem am Anfang der Baureihe hängen, weshalb der Biturbo bis heute der günstigste Weg zu einem Maserati ist.
Daran erkennt man heute einen guten Biturbo
Radläufe, Schweller und Bodenblech, dazu Lader, Kühlung, Zündanlage und bei frühen Wagen der Vergaser. Ein später Wagen mit Einspritzung ist alltagstauglicher. Belegte Wartung ist bei diesem Auto wichtiger als der Kilometerstand.
Der Biturbo ist der Wagen, der das Prinzip der doppelten Aufladung in die Serie brachte.

Quellen
Was Leser über den Maserati Biturbo fragen
Warum hat der Maserati Biturbo 2 Turbolader?
Weil je ein kleiner Lader pro Zylinderbank schneller anspricht als ein großer für beide. Maserati war damit der erste Hersteller, der diese Lösung in Serie anbot. Die Technik setzte sich später überall durch, hier stand sie 1981 zum ersten Mal in einer Preisliste.
Wogegen sollte der Biturbo antreten?
Gegen den BMW 3er. Alejandro de Tomaso brauchte einen Wagen, der sich in Stückzahlen verkauft und Maserati am Leben hält: ähnlicher Preis, mehr Leistung, mehr Namen auf der Haube. Das Rezept ging zunächst auf, die Baureihe trug die Marke durch die 1980er Jahre.
Worauf achtet man beim Kauf eines Biturbo?
Auf Rost an Radläufen, Schwellern und Bodenblech, dazu auf Lader, Kühlung, Zündanlage und bei frühen Wagen den Vergaser. Die Elektrik verlangt Geduld. Ein später Wagen mit Einspritzung und Katalysator ist im Alltag die vernünftigere Wahl.