Was man über den Rolls-Royce Silver Shadow wissen muss
- Der Silver Shadow löste 1965 den Silver Cloud ab und blieb in 2 Reihen bis 1980 im Programm.
- Er ist der erste Rolls-Royce mit selbsttragender Karosserie, was den Innenraum deutlich besser ausnutzt.
- Bremsen und Niveauregulierung arbeiten mit einer Hochdruckhydraulik in Lizenz von Citroën, anfangs an beiden Achsen, später nur hinten.
- Über 30.000 Wagen entstanden: die bis dahin größte Stückzahl der Marke.
1965 löste der Silver Shadow den Silver Cloud ab, und mit ihm endete bei Rolls-Royce eine Epoche: Zum ersten Mal trägt die Karosserie selbst, statt auf einem Rahmen zu sitzen. Damit war auch die Zeit der auf Kundenwunsch gefertigten Sonderaufbauten weitgehend vorbei.
Was die selbsttragende Bauweise brachte
Bei gleichen Außenmaßen deutlich mehr Innenraum und eine niedrigere Bauhöhe. Der Wagen wirkt kompakter als sein Vorgänger und fährt sich handlicher. Für die klassischen Karosseriebauer bedeutete die Umstellung das Ende eines Geschäftszweiges.
Die Hydraulik aus Frankreich
Bremsen und Niveauregulierung arbeiten mit einer Hochdruckhydraulik, für die Rolls-Royce eine Lizenz von Citroën erwarb. Anfangs regelt sie beide Achsen, später nur die Hinterachse. Das Ergebnis ist ein Wagen, der immer gleich hoch steht, gleichmäßig verzögert und über schlechte Straßen gleitet.
Wie erfolgreich er war
Über 30.000 Wagen bis 1980 waren für Rolls-Royce eine bis dahin unerreichte Stückzahl. Dazu kommen die Schwestermodelle von Bentley, die technisch gleich sind und heute günstiger zu haben. Der Silver Shadow ist damit der Rolls-Royce, den man am ehesten findet.
Daran erkennt man heute einen guten Silver Shadow
Die Hydraulik, die Bremskreise und die Niveauregulierung, dazu Rost an Radläufen, Schwellern, Bodenblech und den vorderen Kotflügeln. Die Wartung ist aufwendig. Ein billiger Wagen ohne Belege wird schnell zum teuersten in der Garage.
Der Silver Shadow ist der Rolls-Royce, der auf französischer Hydraulik steht.

Quellen
Was Leser über den Rolls-Royce Silver Shadow fragen
Warum hat ein Rolls-Royce eine Hydraulik von Citroën?
Weil Citroën in den 1950er Jahren die ausgereifteste Hochdruckhydraulik der Branche gebaut hatte. Rolls-Royce erwarb eine Lizenz und nutzte das System für Bremsen und Niveauregulierung. Das Ergebnis ist ein Wagen, der auf jeder Straße gleich hoch steht und gleichmäßig verzögert.
Was bedeutet die selbsttragende Karosserie für den Silver Shadow?
Der Wagen ist bei gleichen Außenmaßen innen deutlich geräumiger und niedriger. Die Zeit der auf Rahmen aufgesetzten Sonderaufbauten ging damit zu Ende, was für die klassischen Karosseriebauer das Ende eines Geschäftszweiges bedeutete.
Worauf achtet man beim Kauf eines Silver Shadow?
Auf die Hydraulik, die Bremskreise, die Niveauregulierung und Rost an Radläufen, Schwellern, Bodenblech und den vorderen Kotflügeln. Die Wartung ist aufwendig und teuer. Ein günstiger Wagen ohne Belege ist fast immer die teuerste Wahl.

