Was man über den Trabant 1.1 wissen muss
- Serienproduktion ab Mai 1990 bis 30. April 1991, nach Nullserien 1988 und 1989: 39.474 Stück, davon 16.506 Limousinen, 21.189 Universal, 496 Tramp.
- 1.043 cm³ Vierzylinder-Viertakter mit 40 PS, in Lizenz des VW EA111, gebaut bei Barkas, quer eingebaut.
- 125 km/h, 700 Kilogramm, McPherson-Federbeine vorn, Schraubenfedern hinten, Scheibenbremsen vorn.
- 18.900 Mark sollte er kosten, 6.000 mehr als der 601, und nach der Währungsunion wollte ihn kaum noch jemand.
Im Mai 1990 begann in Zwickau die Serienfertigung des Trabant, der 26 Jahre zu spät kam: ein Viertakter von VW, Federbeine, Scheibenbremsen und eine neue Front. Zwei Monate später kam die D-Mark, und mit ihr die Westautos. Am 30. April 1991 lief der letzte Trabant vom Band, nach 39.474 Wagen des Typs 1.1 und 33 Jahren Trabant.
Warum der 1.1 ein VW-Motor war
Weil die DDR keinen eigenen Viertakter bauen durfte. Mehrere Entwicklungen wurden abgebrochen, und 1984 kaufte IFA bei Volkswagen die Lizenz für die Motoren mit 1,1 und 1,3 Litern. Der EA111 wurde bei Barkas gebaut, kam in Wartburg 1.3, Barkas und Trabant, und für ihn bekam der Trabant einen verstärkten Vorderwagen, McPherson-Federbeine und Scheibenbremsen.
Die Technik
| Merkmal | Trabant 1.1 |
|---|---|
| Motor | 1.043 cm³, 4 Zylinder, Viertakt, 40 PS bei 5.300/min |
| Fahrwerk | McPherson vorn, Schraubenfedern hinten, Scheiben vorn |
| Gewicht | 700 kg, Universal 740 kg, Tramp 730 kg |
| Fahrleistung | 125 km/h, 8 Liter auf 100 Kilometer |
Wie sich ein Trabant 1.1 heute fährt
Wie ein Trabant, der besser fährt, als er aussieht: der Viertakter läuft ruhig, das Fahrwerk hält die Spur, die Bremsen bremsen. Mit 700 Kilogramm und 40 PS ist er ein Auto für die Landstraße, und er riecht nach nichts.
Das bleibt vom Trabant 1.1
Er war der Trabant, den die DDR 1994 zum Standard machen wollte, und der Wagen, den die Wende überflüssig machte. 39.474 Stück in einem Jahr, dann Ende. Ein originaler 1.1 ist heute ein Zeitzeuge, seltener als jeder 601.
Was heute beim 1.1 zählt
- Rost an Rahmen, Bodengruppe, Domen, Schwellern und Vorderwagen.
- Motor: Zahnriemen, Vergaser, Kühlung; Teile über VW.
- Duroplast: Risse und Reparaturen an der Beplankung.
- Version: Universal, Limousine oder Tramp, Papiere belegen.
Der Trabant 1.1 ist der Trabant, der zu spät kam. In der Kartei steht er als der letzte aus Zwickau.

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Quellen
Was Käufer vor dem ersten Trabant 1.1 fragen
601 oder 1.1?
Der 601 ist der Trabant mit Zweitakter und Geruch, der 1.1 der mit Viertakter, Scheibenbremsen und Federbeinen. Der 1.1 fährt besser, klingt wie ein Polo und ist seltener. Wer den Mythos will, nimmt den 601, wer fahren will, den 1.1.
Wo rostet der 1.1?
An dem, was Stahl ist: Rahmen, Bodengruppe, Federbeindome, Schweller und der verstärkte Vorderwagen. Die Duroplast-Beplankung rostet nicht, aber das Gerippe darunter.
Was ist mit dem Motor?
Ein VW-Motor mit anderem Namen, gut versorgt über Polo- und Golf-Teile. Zahnriemen, Vergaser und Kühlung sind die Posten. Er ist der zuverlässigste Motor, den ein Trabant je hatte.
Welche Version?
Der Universal mit 21.189 Stück ist der häufigste, die Limousine mit 16.506 der klassische, der Tramp mit 496 Stück die Rarität. Ein originaler 1.1 mit wenig Kilometern ist heute ein Sammlerstück der Wende.



