Was man über den Wartburg 1.3 wissen muss
- Oktober 1988 bis 10. April 1991, 152.775 Stück aus Eisenach, davon rund 920 Trans.
- 1.272 cm³ Vierzylinder-Viertakter, bauähnlich dem VW EA111, mit 58 PS, ab Juli 1990 mit 64 PS.
- 150 km/h laut Werk, 900 bis 960 Kilogramm, als Limousine, Tourist und Pickup Trans.
- 30.200 Mark kostete die Limousine, 60 Prozent mehr als der 353, und die Investition von 9 Milliarden Mark rechnete sich nie.
Im Oktober 1988 bekam der Wartburg nach 22 Jahren einen Viertakter, und er kam von Volkswagen: 1.272 cm³, 58 PS, in Lizenz gebaut bei Barkas. Die DDR hatte 9 Milliarden Mark investiert, der Wagen kostete 30.200 Mark, und am 10. April 1991 lief der letzte vom Band. 152.775 Stück in zweieinhalb Jahren, dann kam Opel nach Eisenach.
Warum der VW-Motor ein Befehl war
Weil Eisenach einen eigenen Viertakter entwickelt hatte, den AWE 1600 mit 82 bis 85 PS, und die Staatsführung ihn ablehnte. Stattdessen kam die Lizenz von VW, und der Motor musste in die Karosserie von 1966 und an das alte Getriebe des 353. Der Vorderwagen wurde länger, die Front neu, der Rest blieb. Ab Juli 1990 gab es 64 PS, im Mai 1990 Opel-Türgriffe vom Kadett E.
Die Technik
| Merkmal | Wartburg 1.3 |
|---|---|
| Motor | 1.272 cm³, 4 Zylinder, 58 PS, ab Juli 1990 64 PS |
| Karosserie | Limousine, Tourist, Trans, auf dem Kastenrahmen von 1966 |
| Gewicht | 900 bis 960 Kilogramm |
| Fahrleistung | 150 km/h laut Werk, 135 bis 141 laut Fahrzeugschein |
Wie sich ein Wartburg 1.3 heute fährt
Wie ein 353 mit anderem Klang: weich gefedert, geräumig, mit einem Viertakter, der ruhig läuft, und einem Getriebe, das von 1966 ist. Mit 900 Kilogramm und 58 PS ist er ein Auto für die Landstraße, und der Tourist ist der Kombi mit dem meisten Platz seiner Klasse.
Das bleibt vom Wartburg 1.3
Er war der letzte Wartburg und das Auto, an dem die DDR-Industrie scheiterte: teuer, spät und nach der Währungsunion unverkäuflich. Ein originaler 1.3 ist heute seltener als ein 353, und der Tourist ist der Wagen, den Sammler suchen.
Was heute beim 1.3 zählt
- Rost an Rahmen, Böden, Schwellern, Radläufen und Türen.
- Motor: Zahnriemen, Vergaser, Kühlung; Teile über VW.
- Getriebe: Geräusche und Schaltbarkeit, das alte 353-Getriebe.
- Version: Tourist gesucht, Trans selten, Papiere belegen.
Der Wartburg 1.3 ist das letzte Auto aus Eisenach vor Opel. In der Kartei steht er als der Wartburg mit VW-Motor.

Foto: Novoklimov · CC0
Quellen
Was Käufer vor dem ersten Wartburg 1.3 fragen
353 oder 1.3?
Der 353 ist der Wartburg mit Dreizylinder-Zweitakter und Freilauf, der 1.3 der mit VW-Viertakter, längerer Front und Opel-Türgriffen. Der 1.3 fährt moderner und ist seltener, der 353 ist der Mythos. Beide teilen die Karosserie von 1966.
Wo rostet der 1.3?
Am Rahmen, den Bodenblechen, den Schwellern, den Radläufen und den Türunterkanten. Der Wartburg hat einen Kastenrahmen unter der Karosserie, und der muss gesund sein.
Was ist mit dem Motor?
Ein VW-Motor mit anderem Namen, gut versorgt. Zahnriemen, Vergaser und Kühlung sind die Posten, und die Verbindung zum alten Getriebe war ein Kompromiss, der Geräusche macht.
Warum ist der 1.3 ein Klassiker?
Weil er das letzte Auto aus Eisenach war, bevor Opel kam, und weil er die Geschichte der DDR-Industrie in einem Wagen erzählt. Ein originaler Tourist ist heute gesucht, ein Trans die Rarität.


