Was man über den Wartburg 353 wissen muss
- Der 353 kam im Juni 1966 als Nachfolger des 312: eine neue, kantige Karosserie auf dem Kastenrahmen, Dreizylinder-Zweitakter mit 991 ccm und 45 PS, Frontantrieb, Freilauf.
- Limousine, ab 1968 der Tourist als Kombi; 1975 das Facelift 353 W mit 50 PS und Scheibenbremsen vorn, 1985 die eckige Front.
- 1988 kam der Wartburg 1.3 mit dem Viertakt-Motor des VW Polo, der letzte Wartburg, gebaut bis 1991.
- 1,2 Millionen 353 in 22 Jahren; in der DDR mit Wartezeiten von über 10 Jahren, heute der Klassiker der Ostszene neben dem Trabant.
Der Wartburg 353 war das größere der 2 Autos, die die DDR baute. Er kam im Juni 1966 aus Eisenach mit einer kantigen Karosserie, die auf einem Kastenrahmen saß, mit Frontantrieb, Freilauf und einem Dreizylinder-Zweitakter mit 991 ccm und 45 PS, dem Motor, dessen blaue Fahne jeder Ostdeutsche riechen konnte. 22 Jahre lang, 1,2 Millionen Mal, mit Wartezeiten von über 10 Jahren.
Was den Wartburg 353 ausmachte: Karosserien und der 1.3
Welche Karosserien es vom Wartburg 353 gab
Die Limousine mit 4 Türen war der Anfang, 1968 kam der Tourist als Kombi mit großer Klappe, den Familien und Betriebe fuhren. 1975 folgte der 353 W mit 50 PS und Scheibenbremsen vorn, 1985 die eckige Front mit Rechteckscheinwerfern. Innen ein Lenkrad mit Bakelit, Instrumente nach Bedarf, Sitze, die man umklappen konnte, und ein Kofferraum, der größer war als beim VW Golf.
Was der 1.3 mit VW-Motor am Wartburg änderte
1988 kam der Wartburg 1.3 mit dem Viertakt-Vierzylinder des VW Polo, in Lizenz gebaut, die DDR kaufte den Motor aus dem Westen, um die Abgasvorschriften zu erfüllen. Es war der letzte Wartburg; 1991 endete das Werk in Eisenach, und Opel baute dort den Corsa.

Das bleibt vom Wartburg 353
Der 353 ist heute der Klassiker der Ostszene neben dem Trabant: der Tourist das gesuchte Modell, der frühe 353 mit runden Scheinwerfern die Rarität, der 1.3 der Wagen für den Alltag. Die Teile gibt es beim Club und in Eisenach, die Technik ist einfach, und der Zweitakter ist ein Erlebnis.
Was heute beim Wartburg 353 zählt
- Rahmen: Rost an den Aufnahmen der Karosserie und der Achsen, die Karosserie lässt sich abheben.
- Zweitakter braucht Gemisch 1:50, den Freilauf und einen, der die Zündung versteht.
- Originalität: DDR-Ausstattung, Kennzeichen-Historie und die Papiere sind der Wert.
Der Wartburg 353 ist das Auto, auf das man 10 Jahre wartete. In der Kartei steht er als Klassiker aus Eisenach, mit Historien, die in einer anderen Republik begannen.

Foto: Ssu · CC BY-SA 4.0
Quellen
Was Leser über den Wartburg 353 fragen
Warum hatte der Wartburg einen Zweitakter?
Weil Eisenach das DKW-Erbe der Vorkriegszeit weiterführte: Der Dreizylinder-Zweitakter war einfach, leicht und mit wenigen Teilen zu bauen. Mit 991 ccm und 45 bis 50 PS fuhr der 353 130 km/h, und hinterließ die blaue Fahne, die jeder DDR-Bürger kannte.
Was ist der Wartburg 353 W?
Das Facelift von 1975: 50 PS, Scheibenbremsen vorn, neue Stoßstangen, geänderter Innenraum. 1985 folgte die eckige Front mit rechteckigen Scheinwerfern, die Szene sagt 353 W mit Trapezfront.
Was rostet am Wartburg?
Der Kastenrahmen an den Aufnahmen der Karosserie und der Achsen, die Bodenbleche, die Schweller, die Radläufe und die Türunterkanten. Die Karosserie ist geschraubt. Man kann sie vom Rahmen heben, was die Restaurierung erleichtert.




