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Rangliste

Die häufigsten Oldtimer Deutschlands: die Rangliste nach Typbezeichnung

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Käfer, Trabant 601, Mercedes R 107, 2CV, Pagode, Mini, Karmann Ghia: die 20 Klassiker mit dem größten Bestand, nach den KBA-Zahlen zum 1. Januar 2026, mit Methode und den Namen, die die Statistik verschluckt

· 14.09.2026 · aktualisiert 14.09.2026

Was die Rangliste zeigt

Welcher Oldtimer ist der häufigste in Deutschland? Die Antwort steht in der Bestandsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamts, mit einem Haken: Sie zählt nach Typbezeichnung, und die ist bei vielen Klassikern ein Sammelname. Für die Modelle, deren Name eindeutig ist, lässt sich die Rangliste aufstellen. Hier ist sie, Stand 1. Januar 2026, mit dem Vergleich zu 2019.

Die Rangliste, Stand 1. Januar 2026

Zugelassen 2026 — Platz
  1. 55.2851
  2. 29.1442
  3. 24.6083
  4. 13.9744
  5. 9.6135
  6. 8.3806
  7. 5.2977
  8. 4.2738
  9. 3.7229
  10. 3.59010
  11. 3.53211
  12. 3.51312
  13. 3.08813
  14. 2.89714
  15. 2.57515
  16. 1.93116
  17. 1.74917
  18. 1.65418
  19. 1.06319
  20. 1.04020
Als Tabelle
PlatzModellBauzeitZugelassen 2026Veränderung seit 2019
1VW Käfer1938–200355.285+6 %
2Trabant 6011964–199029.144+12 %
3Mercedes-Benz R 107 SL1971–198924.608+4 %
4Citroën 2CV1949–199013.974+6 %
5Mercedes-Benz W 113 Pagode1963–19719.613+4 %
6Mini (1959–2000)1959–20008.380−3 %
7VW Karmann Ghia1955–19745.297+7 %
8Porsche 9441982–19914.273+7 %
9Wartburg 3531966–19883.722+1 %
10Opel Kadett (A bis E, soweit als Kadett geführt)1962–19913.590−4 %
11Porsche 9241976–19883.532+5 %
12Opel Manta A und B1970–19883.513+16 %
13Opel GT1968–19733.088+15 %
14Opel Rekord1953–19862.897−5 %
15Saab 900 (1978–1993)1978–19932.575−29 %
16Fiat 500 (Nuova)1957–19751.931+3 %
17Porsche 9681991–19951.7490 %
18BMW Isetta1955–19621.654−3 %
19Citroën DS1955–19751.063+6 %
20Porsche 3561948–19651.040+5 %

Was die Rangliste erzählt

Die Spitze: 2 Volkswagen und ein Stern

Der Käfer ist mit 55.285 Wagen mehr als doppelt so häufig wie der Zweitplatzierte, und er wächst noch. 3.185 Wagen sind seit 2019 dazugekommen, aus Scheunen, aus Mexiko, aus Restaurierungen; warum, steht im Bestandstext. Der Trabant 601 ist der Volkswagen des Ostens und der zweithäufigste Klassiker des Landes, mit einem Zuwachs von 3.198 Wagen, dem größten der Liste nach dem Käfer. Der R 107 auf Platz 3 ist der Klassiker, der nie ein Altauto war: 18 Jahre gebaut, teuer verkauft, in Garagen überwintert.

Die Mitte: Frankreich, England, Zuffenhausen

2CV, Pagode, Mini, Karmann Ghia, 944, 924: die Plätze 4 bis 11 sind die Autos, die jeder kennt und jeder einmal wollte. Der 2CV ist der häufigste französische Klassiker, der Mini der einzige in der Liste, der fällt, weil er bis 2000 gebaut wurde und die jungen Jahrgänge gerade durch die Delle gehen. Bei den Transaxle-Porsche zeigt sich, was ein günstiger Einstieg bewirkt: 944 und 924 stehen zusammen bei 7.805 Wagen, mehr als die Pagode.

Die Opel-Frage

Kadett, Manta, GT und Rekord stehen viermal in der Liste, und zweimal ist die Zahl eine Untergrenze. „Kadett“ und „Rekord“ sind Sammelnamen, unter denen die Generationen A bis E laufen, soweit das Register sie so benennt; viele Kadett und Rekord der Siebziger tragen im Register Motorbezeichnungen statt Namen und fehlen. Der Manta und der GT dagegen sind eindeutig, und beide gehören zu den Aufsteigern mit über 15 Prozent Zuwachs.

Wer in der Liste fehlt

Golf, 911, Kadett C, W 123, E30, Passat, Polo, Escort, Fiesta, Capri, T2 und T3, sie alle sind Klassiker mit fünfstelligen Beständen, und sie alle fehlen. Der Grund ist der Name: Das Register führt „Golf“ für 8 Generationen, „911“ für 60 Jahre, „Transporter“ für jeden VW-Bus seit 1950, „230 E“ für W 123 und W 124. Ihre Generationen lassen sich nur über den Typschlüssel trennen, und der ist bei alten Wagen unvollständig, bei Importen ist er 000, wie HSN und TSN erklärt. Das Kraftfahrt-Bundesamt kennt deshalb den Bestand des 911 (über 150.000 unter einem Namen, hier nachgerechnet), aber nicht den des 911 von 1973.

Für diese Modelle gibt es eine Rangliste erst, wenn die Kartei sie führt. Wer seinen Golf II, seinen E30 oder seinen T3 einträgt, mit Baujahr, Berichten und Fotos, macht ihn zählbar; die Kartei nach Modell zeigt, wie weit sie ist.

So ist die Rangliste gemacht

Gezählt ist der zugelassene Bestand am 1. Januar 2026 nach der Bestandsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamts, Herstellern und Typen, als Summe aller Typbezeichnungen, die eindeutig zum Modell gehören. Beim Käfer sind das 15 Typbezeichnungen von „Käfer“ über „1200“ bis „1303“, beim Trabant 9, beim R 107 10, vom 280 SL bis zum 560 SL. Ausgeschlossen sind Modelle, deren Namen mehrere Generationen decken, und Typen unter „Sonstige“. Das macht die Liste zur Untergrenze und ihre Reihenfolge trotzdem belastbar: Die Abstände sind groß, und die Fehler wirken bei allen in dieselbe Richtung. Die Überlebensquote, gebaut damals, zugelassen heute, rechnet derselbe Datensatz für 20 Modelle.

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In einem SatzDer Käfer führt mit 55.285 zugelassenen Wagen, mit Abstand: Der Trabant 601 folgt mit 29.144, der Mercedes R 107 SL mit 24.608, der Citroën 2CV mit 13.974, die Pagode mit 9.613.

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Quellen

  1. Kraftfahrt-Bundesamt, Flensburg: Bestand an Kraftfahrzeugen nach Herstellern und Typen (FZ 6), Stichtag 1. Januar 2026, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0. Gezählt sind zugelassene Fahrzeuge nach Typbezeichnung; ein Saisonkennzeichen zählt mit.
  2. Kraftfahrt-Bundesamt, Flensburg: Der Fahrzeugbestand am 1. Januar 2026 (Pressemitteilung Nr. 09/2026), 923.538 Fahrzeuge mit Oldtimer-Status, 822.537 Pkw.
  3. Patinamore: HSN und TSN erklärt: und warum viele Klassiker keine haben

Was Leser zu „Die häufigsten Oldtimer Deutschlands: die Rangliste nach Typbezeichnung“ fragen

Welcher Oldtimer ist in Deutschland am häufigsten?

Der VW Käfer, mit 55.285 zugelassenen Wagen am 1. Januar 2026. Danach kommen Trabant 601 (29.144), Mercedes-Benz R 107 SL (24.608), Citroën 2CV (13.974) und die Mercedes-Benz Pagode W 113 (9.613). Unter den Modellen, deren Name im Register eindeutig ist, hat kein anderes fünfstellige Zahlen.

Warum fehlen Golf, 911 und Kadett in der Rangliste?

Weil das Register sie unter einem Namen für alle Generationen führt. „Golf“ steht für 8 Generationen seit 1974, „911“ für 60 Jahre, „Kadett“ für 5 Baureihen; die Bestandsstatistik trennt sie nur über Typschlüssel, die für die alten Wagen unvollständig sind. Ein 911 der Siebziger ist gewiss häufiger als eine Pagode, beweisen lässt es sich mit der amtlichen Zahl nicht.

Wie verlässlich sind die Zahlen?

Sie sind die amtlichen Bestandszahlen nach Typbezeichnung und damit Untergrenzen. Importe und Einzelabnahmen tragen die Typschlüsselnummer 000 und stehen unter „Sonstige“; abgemeldete Wagen zählen nicht. Für Modelle mit vielen Re-Importen, Pagode, R 107, 356, liegt die wahre Zahl darüber, bei Käfer und Trabant nah an der Statistik.

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