Was man über den Opel Manta B wissen muss
- Der Manta B löste 1975 den Manta A ab: ein Coupé auf Ascona-B-Basis mit Hinterradantrieb, ab 1978 auch als CC mit Heckklappe.
- Motoren vom 1,2-Liter bis zum 2,0 E mit Einspritzung; der GT/E und ab 1984 der GSi mit 110 PS sind die Sportversionen, der Manta 400 die Rallye-Homologation.
- Das Facelift 1982 brachte den Frontspoiler, die Kunststoff-Stoßstangen und den Heckspoiler, den die Szene mit dem Manta verbindet.
- Über 530 Tausend Manta B entstanden bis 1988. Er war das letzte Coupé mit Hinterradantrieb von Opel, und seit dem Film von 1991 ein Kult, der ihn fast ausgerottet hätte.
Der Manta B war 8 Jahre lang ein ganz normales Coupé, dann 3 Jahre ein Witz und ist seitdem ein Klassiker. Die Geschichte des Wagens ist auch die Geschichte davon, wie ein Auto seinen Ruf verliert und wiederbekommt.
Wie der Manta B 1975 auf dem Ascona entstand
Der Manta B kam im August 1975 zusammen mit dem Ascona B, auf dessen Plattform er stand: Frontmotor längs, Hinterradantrieb, Starrachse an Längslenkern. Die Karosserie war länger und flacher als beim Manta A, mit 4 Scheinwerfern beim GT/E und einer Front, die den Wagen breiter machte, als er war. Motoren: 1,2, 1,6 und 1,9 Liter, ab 1977 der 2,0 E mit Bosch-Einspritzung und 110 PS.
Welche Manta B es gab
Was CC, Facelift und GSi am Manta B änderten
1978 folgte der CC mit Heckklappe, praktischer, aber weniger Coupé. 1982 kam das große Facelift: Frontspoiler, Kunststoff-Stoßstangen, Heckspoiler, Seitenschweller. Das war der Manta, den die Achtziger kannten. 1984 löste der GSi den GT/E ab, mit 110 PS aus dem 2,0 E, Fünfganggetriebe und Recaro-Sitzen. Bis 1988 lief er in Bochum, danach war Schluss mit Hinterradantrieb bei Opel.
Was i200 und 400 zu den Rallye-Mantas machte
Irmscher baute den Manta i200 mit 125 PS; Opel homologierte 1981 den Manta 400 mit 2,4-Liter-Vierventiler für die Gruppe B, als Rallyeauto mit bis zu 275 PS, als Straßenversion mit 144. Walter Röhrl fuhr den 400 nur einmal; Erwin Weber und Jimmy McRae holten die Erfolge. Es blieben wenige 100 Stück.
Was der Film mit dem Manta machte
1991 kam „Manta, Manta“ ins Kino, ein Jahr davor „Manta, Der Film“. Der Manta wurde zum Symbol einer Figur, Fuchsschwanz, Vokuhila, Mantafahrer-Witze. Für das Auto war das ein Desaster: Tausende wurden verbastelt oder verschrottet, weil niemand mehr einen fahren wollte. Was übrig ist, ist deshalb wertvoll.
Das zählt heute beim Manta B
- Rost: Frontblech und Scheinwerferaufnahmen, Schweller, Radläufe, der Kofferraumboden, die Aufnahmen der Hinterachse. Manta-Blech wird nachgefertigt, das meiste davon.
- Originalität: Ein unverbastelter Wagen mit Papieren zu Motor und Ausstattung ist selten. Spoiler und Felgen aus der Zeit sind zeitgenössisch und H-fähig; ein Turbo-Umbau bleibt ohne H.
- Technik: Der CIH-Motor ist robust, die Einspritzung (L-Jetronic) unproblematisch. Getriebe und Hinterachse sind Opel-Großserie.
Der Manta ist das Auto, das gelernt hat, über sich zu lachen. Die Kartei nimmt ihn ernst, und seine Halter sind es, die den Ruf zurückgeholt haben.

Foto: Markus Spiske · Unsplash License
Quellen
Was Leser über den Opel Manta B fragen
Was ist der Unterschied zwischen Manta B und Manta CC?
Das Coupé hat ein klassisches Stufenheck mit Kofferraumdeckel, der CC (ab 1978, „Combi Coupé“) eine große Heckklappe und ein Fließheck. Technik, Front und Innenraum sind gleich; das Coupé ist heute gesuchter.
Welcher Manta ist der beste?
Der GSi mit 2,0-Liter-Einspritzer und 110 PS, ab 1984, ist der ausgereifteste. Der GT/E davor hat denselben Charakter. Der Manta 400 mit 2,4-Liter-Vierventiler ist die Rallye-Homologation und ein Sammlerstück in kleiner Zahl.
Ist der Manta noch ein Spottobjekt?
Nein, der Kult der Neunziger ist längst Nostalgie, und ein originaler Manta B in gutem Zustand ist ein ernst genommener Klassiker. In der Kartei steht er neben Kadett und Rekord als der Opel, den die meisten wollten.















