Was man über den Diplomat B wissen muss
- März 1969 bis Juli 1977, an der Spitze der KAD-Reihe aus Kapitän, Admiral und Diplomat.
- Reihensechszylinder mit 2,8 Litern und 160 bis 165 PS, oder der 5,4-Liter-V8 von Chevrolet mit 230 PS und 202 km/h.
- Die De-Dion-Hinterachse senkte die ungefederten Massen und führte die Räder sauber, ein Aufwand, den sonst kaum jemand trieb.
- 21.556 Mark kostete der V8 1970, rund 35 Prozent weniger als ein Mercedes 300 SEL 3.5. Ab 1973 gab es ihn auch als Langversion.
Der Diplomat B war der Opel, mit dem Rüsselsheim der S-Klasse den Preis verdarb. Er kam im März 1969 an der Spitze der KAD-Reihe, mit einem Reihensechszylinder oder dem V8 aus Amerika, mit einer De-Dion-Hinterachse und einer Länge, die neben dem 300 SEL bestand. Er kostete 35 Prozent weniger.
Warum die De-Dion-Achse den Unterschied machte
Eine starre Achse führt die Räder sauber, ist aber schwer. Eine De-Dion-Achse trennt Differenzial und Achsrohr: Das Differenzial hängt am Rahmen, die Räder verbindet ein leichtes Rohr. Weniger ungefederte Masse, ruhigerer Lauf, sauberere Spur. Opel trieb diesen Aufwand, den sonst kaum ein Hersteller in der Klasse trieb, und der Diplomat fuhr sich entsprechend.
Die Motoren
| Version | Leistung | Anmerkung |
|---|---|---|
| 2,8 E | 160 bis 165 PS | Reihensechszylinder mit Einspritzung, 185 bis 190 km/h |
| 5,4 V8 | 230 PS | Chevrolet-V8 mit Automatik, 202 km/h, 0 auf 100 in 10 Sekunden |
Was die Langversion war
Ab Mitte 1973 gab es den V8 mit verlängertem Radstand, für Fahrgäste, die hinten Platz brauchten. Sie ist die seltenste Form der Reihe und das Auto, mit dem Opel in der Chauffeursklasse mitspielte.
Wie sich ein Diplomat B heute fährt
Wie ein amerikanisches Auto mit deutscher Achse: gelassen, leise, mit einem V8, der aus dem Leerlauf schiebt, und einem Fahrwerk, das die Bewegung ruhig hält. Das Auto ist groß, die Übersicht gut, und die Sitze sind Sofas.
Das bleibt vom Opel Diplomat B
Er war der letzte große Opel mit Sechszylinder und V8, danach kam der Senator. Erhalten sind wenige, weil die Karosserien rosteten und der Verbrauch in den Ölkrisen die Wagen entwertete. Ein guter V8 ist heute ein Sammlerstück mit eigener Anhängerschaft.
Was heute beim Diplomat B zählt
- Federaufnahmen hinten: Mehrere Bleche übereinander, Rost dort greift die Struktur an.
- Rost in den Scheinwerfertöpfen, an Kotflügeln, Schwellern, Türunterkanten, Radläufen und im Kofferraumboden.
- Vinyldach: Darunter und unter den Zierleisten rostet es unbemerkt.
- Blechqualität ab 1975 schlechter, die frühen Wagen sind die besseren.
- V8-Teile: verfügbar, aber über Amerika.
Der Diplomat B ist der Opel, der Mercedes den Preis verdarb und die Achse besser baute. In der Kartei steht er als der V8 aus Rüsselsheim.

Foto: Alexander Migl · CC BY-SA 4.0
Quellen
Was Käufer vor dem ersten Diplomat fragen
Sechszylinder oder V8?
Der 2,8 E mit Einspritzung ist der laufruhige Reisewagen mit gut versorgter Technik. Der 5,4-Liter-V8 aus Amerika ist das Auto, das die Szene meint: 230 PS, Automatik, 202 km/h, und ein Verbrauch, der zum Hubraum passt. Teile für den Chevrolet-Motor gibt es, aber die Suche führt über den Atlantik.
Wo rostet der Diplomat B?
In den Scheinwerfertöpfen, an den vorderen Kotflügeln, Schwellern, Türunterkanten, hinteren Radläufen und im Kofferraumboden, wo Wasser durch die Heckscheibendichtung eindringt. Ab 1975 wurde die Blechqualität schlechter. Kritisch sind die hinteren Federaufnahmen, wo mehrere Verstärkungsbleche übereinander liegen: Rost dort greift die Struktur an.
Was ist mit dem Vinyldach?
Unter dem Vinyl und den Zierleisten der Scheiben rostet es unbemerkt. Wer ein Dach neu beziehen lässt, nimmt die Leisten ab und setzt die Scheiben mit neuen Dichtungen ein, sonst kommt der Rost wieder.
Was ist ein Diplomat B heute wert?
Der V8 kostete neu rund 22.000 Mark, sehr gut erhaltene Wagen erzielen heute deutlich mehr, restaurierte Exemplare gelegentlich mehr als vergleichbare Mercedes. Erhaltene Wagen sind selten geworden, und das bestimmt den Preis.













