Was man über den Astra F wissen muss
- Sommer 1991 bis Frühjahr 1998, das Cabriolet bis Anfang 2000: der erste Astra nach 30 Jahren Kadett.
- 60 bis 150 PS aus 1,4 bis 2,0 Litern, Diesel mit 57 bis 82 PS, bei 933 bis 1.230 Kilogramm.
- Der GSi 16V mit 150 PS lief 215 km/h und sprintete in 8,5 Sekunden auf 100.
- Der Caravan war 1995 der meistverkaufte Kompaktkombi, das Cabriolet zeichnete und baute Bertone.
Im Sommer 1991 tat Opel etwas, das sich das Haus 30 Jahre lang nicht getraut hatte: Es strich den Namen Kadett. Der Nachfolger hieß Astra, wie in England schon der Vauxhall, und er kam als Schrägheck, Stufenheck, Caravan, Cabriolet und Lieferwagen. Der Astra F wurde der meistverkaufte Opel seiner Zeit.
Warum das Facelift 1994 das Auto rettete
Die frühen Astra F rosteten, und zwar wegen Fehlern in der Fertigung: Radläufe, Tank, Auspuff, Türkanten. Im August 1994 besserte Opel nach, mit neuem Rostschutz, neuer Front und neuen Motoren. Die späten Wagen sind deshalb die, die man heute noch findet, und die, die man kauft.
Die Reihe im Überblick
| Version | Leistung | Anmerkung |
|---|---|---|
| 1,4 | 60 bis 90 PS | Der Einstieg, ab 1994 mit Ecotec |
| 1,6 | 71 bis 100 PS | Die Basis der meisten Astra |
| 1,8 / 2,0 | 90 bis 136 PS | Die kräftigen Motoren |
| GSi 16V | 150 PS | 2 Liter, 215 km/h, 8,5 Sekunden auf 100 |
| 1,7 D / TD | 57 bis 82 PS | Die Diesel, ab 1994 mit Turbolader |
Was den Caravan ausmacht
Er war 1995 der meistverkaufte Kompaktkombi überhaupt: ein Laderaum, der einer Klasse höher gehörte, bei einem Preis, der blieb. Wer heute einen sucht, sucht einen nach 1994 ohne Rost.
Wie sich ein Astra F heute fährt
Leicht, sachlich, mit Frontantrieb und übersichtlicher Karosserie. Der 1,6 reicht für alles, der GSi macht aus dem Wagen einen Sportler, und das Cabriolet ist ein Auto für Sommerabende.
Das bleibt vom Opel Astra F
Er hat den Namen begründet, der bis heute läuft, und er war der letzte Kompakt-Opel, der ohne Elektronik auskam. Gute Wagen werden selten, weil der Astra F lange nur ein billiger Gebrauchtwagen war.
Was heute beim Astra F zählt
- Baujahr: ab August 1994 ist der Rostschutz besser.
- Zahnriemen: reißt auch vor dem Intervall, Beleg verlangen.
- Wasserpumpe und Zylinderkopfdichtung: hängen zusammen.
- Fahrwerk: Stoßdämpfer und Traggelenke sind oft fällig.
Der Astra F ist der Kadett mit neuem Namen. In der Kartei steht er als der Opel, mit dem die Neunziger anfingen.

Foto: Dennis Elzinga · CC BY 2.0
Quellen
Was Käufer vor dem ersten Astra F fragen
Vor oder nach dem Facelift 1994?
Danach. Die Wagen bis August 1994 rosteten wegen Fehlern in der Fertigung an Radläufen, Tank, Auspuff und Türkanten, und die Lichtmaschinen der frühen Jahre fielen aus. Ab dem Facelift ist der Rostschutz deutlich besser.
Was geht technisch kaputt?
Der Zahnriemen reißt beim Astra F auch vor dem Intervall, und ein Riss kostet den Motor. Die Wasserpumpe verliert Wasser und nimmt die Zylinderkopfdichtung mit. Stoßdämpfer und Traggelenke sind oft fällig, das Auto wirkt schwerer, als sein Fahrwerk verträgt.
Welcher Astra ist gesucht?
Der GSi 16V und das Cabriolet von Bertone. Beide sind selten in originalem Zustand, weil die Neunziger sie verbastelten. Der Caravan mit 1,6 oder 1,8 ist der ehrliche Alltagswagen und noch günstig.
Ist der Astra F ein Youngtimer?
Die frühen Wagen sind über 30 Jahre alt und H-fähig, was viele überrascht. Der Bestand schrumpft, und ein Astra F ohne Rost mit Historie wird in wenigen Jahren so gesucht sein wie heute der Kadett E.















