Was man über den Kadett B wissen muss
- 1965 bis 1973 gebaut, über 2,7 Millionen Stück zusammen mit dem Olympia A: der meistgebaute Opel seiner Zeit.
- 45 bis 106 PS aus 1,1 bis 1,9 Litern, bei einem Leergewicht zwischen 745 und 910 Kilogramm.
- Limousine mit 2 und 4 Türen, Caravan mit 3 und 5 Türen, dazu das Coupé: eine Reihe für jeden Zweck.
- Der Rallye Kadett mit schwarzer Haube machte aus dem Sparwagen ein Sportgerät und prägt bis heute das Bild der Baureihe.
Der Kadett B ist das Auto, mit dem Opel in den Sechzigern an Volkswagen vorbeizog. Er kam 1965, wurde in Bochum in Stückzahlen gebaut, die es in Deutschland so noch nicht gegeben hatte, und stand 8 Jahre in jedem zweiten Vorgarten der Republik.
Warum er in solchen Zahlen lief
Er war billig, einfach und in jeder Form zu haben, die eine Familie brauchte: Limousine mit 2 oder 4 Türen, Caravan mit 3 oder 5, Coupé für die, die mehr wollten. Dazu ein Motorenprogramm von 1,1 bis 1,9 Litern, das vom Sparwagen bis zum Sportcoupé alles abdeckte.
Der Wagen brachte außerdem die Hüftlinie nach Europa, jene Sicke über den Radläufen, die Ford wenig später übernahm. Er sah moderner aus, als er kostete.
Was in der Reihe steckt
| Version | Leistung | Anmerkung |
|---|---|---|
| 1,1 Liter | 45 PS | Der Einstieg, unter 800 Kilogramm leicht |
| 1,1 S | 60 PS | Der Motor des Rallye Kadett |
| 1,7 Liter | 75 PS | Der Reisewagen der Reihe |
| 1,9 Liter | 90 PS | Kraft für Caravan und Coupé |
| Kadett Sprint | 106 PS | Die stärkste Ausbaustufe, 157 bis 166 km/h |
Was den Rallye Kadett ausmacht
Mattschwarze Haube, Zusatzinstrumente auf der Mittelkonsole, Sportfahrwerk, breitere Räder: Aus einem Wagen für den Alltag wurde ein Auto, das man am Wochenende bewegte. 60 PS klingen heute bescheiden, in einem Wagen dieses Gewichts waren sie eine Ansage.
Wie sich ein Kadett B heute fährt
Leicht, laut und direkt. Die Lenkung ist ungefiltert, die Bremsen verlangen Voraussicht, und der Motor dreht bereitwillig. Wer ihn fährt, merkt, wie wenig Auto nötig ist, um Freude zu machen.
Das bleibt vom Opel Kadett B
Er hat Bochum zum Autostandort gemacht und Opel in den Jahren des Wirtschaftswunders an die Spitze gebracht. Heute sind die meisten weggerostet, und jedes gute Exemplar ist ein Stück Alltagsgeschichte, das überlebt hat.
Was heute beim Kadett B zählt
- Substanz vor allem: Kotflügel, Schweller, Endspitzen, Federbeindome, Bodenblech.
- Papiere beim Rallye Kadett: Die Ausstattung lässt sich nachbauen, die Herkunft nicht.
- Technik ist gut versorgt, Zierteile und Scheiben sind die Suche.
- Originalität: Viele Wagen wurden in den Achtzigern umgebaut. Ein serienmäßiger ist selten.
Der Kadett B ist der Alltagswagen, den fast jeder kannte und fast niemand aufhob. In der Kartei steht er als der Opel, der die Sechziger bewegt hat.

Foto: Berthold Werner · CC BY-SA 3.0
Quellen
Was Käufer vor dem ersten Kadett B fragen
Welche Karosserie ist die gesuchteste?
Das Coupé, und darunter der Rallye Kadett mit mattschwarzer Haube, Zusatzinstrumenten und Sportfahrwerk. Limousinen sind günstiger und im Alltag praktischer, der Caravan ist selten geworden, weil er als Arbeitswagen verbraucht wurde.
Wo rostet der Kadett B?
An den vorderen Kotflügeln, den Schwellern, den Endspitzen, den Radläufen, den Federbeindomen und am Bodenblech. Die Bleche sind dünn, und Ersatz gibt es besser für die Technik als für die Karosserie. Die Substanz ist hier der ganze Kauf.
Reichen 45 PS im heutigen Verkehr?
Auf der Landstraße ja, auf der Autobahn wird es zäh. Der 1,1-Liter zieht ein Auto von unter 800 Kilogramm, das reicht zum Mitschwimmen. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, nimmt den 1,7 oder den 1,9.
Wie steht es um Teile?
Mechanik und Verschleißteile sind gut versorgt, weil die Baureihe in Millionen lief und Clubs die Nachfertigung tragen. Zierrat, Scheiben und Karosserieteile der selteneren Varianten sind die Suche.















