Was man über den Saab 900 wissen muss
- Der Saab 900 kam 1978 als verlängerter 99: längere Front, Schrägheck mit riesiger Heckklappe, Frontantrieb, längs eingebauter Motor mit Getriebe darunter.
- Turbo ab 1979, 16-Ventiler ab 1984 (900 Turbo 16), der Aero mit Bodykit; das Cabriolet ab 1986 wurde in Uusikaupunki bei Valmet gebaut.
- Über 900 Tausend Stück bis 1993; der Nachfolger auf Opel-Basis übernahm den Namen, den Charakter behielt der erste, deshalb heißt er heute „Classic“.
- Die Zündung sitzt zwischen den Sitzen, die Frontscheibe ist gewölbt, die Sitze sind beheizt: Der 900 ist ein Auto, das man an Details erkennt.
Saab baute Flugzeuge, bevor es Autos baute, und man sieht es dem 900 an: Die Frontscheibe ist gewölbt wie ein Cockpit, die Instrumente sitzen im Blick, die Türen schließen unten mit einem Falz, der den Schweller trocken hält. Der 900 war das Auto der Leute, die anders sein wollten, ohne es zu zeigen.
Wie aus dem Saab 99 der 900 wurde
Der 99 von 1967 war die Basis; 1978 verlängerte Saab die Front um 20 Zentimeter, um die Sicherheitsvorschriften der USA zu erfüllen, und nannte den Wagen 900. Der Motor blieb längs eingebaut, aber rückwärts: Die Kupplung vorn, das Getriebe unter dem Motor. Das Schrägheck mit der großen Klappe und die Rückbank, die sich umlegen ließ, machten den 900 zum Kombi ohne Kombi zu sein.
Was den Saab 900 besonders machte
Wie Saab mit dem 900 den Turbo alltagstauglich machte
Der 99 Turbo von 1977 war der erste Turbo-Pkw in Serie, der auch in der Stadt fuhr; der 900 Turbo ab 1979 machte daraus ein Programm. 1984 kam der Sechzehnventiler mit 175 PS, der Turbo 16, 1985 das Sondermodell Aero (in Deutschland: Turbo 16 S) mit Bodykit, Sportfahrwerk und Ledersitzen. Der APC-Ladedruckregler, der klopfendes Benzin erkannte, war eine Saab-Erfindung.
Warum das 900 Cabriolet aus Finnland kam
1983 zeigte Saab in Frankfurt ein Cabriolet auf Basis des Turbo; die Serie kam 1986, gebaut bei Valmet in Uusikaupunki. Es war teuer, es war gesucht, es rettete die Bilanz. Das Cabriolet lief bis 1994, auch als Sondermodelle wie Monte Carlo, und ist heute der 900, den man am ehesten in gutem Zustand findet.
Warum 1993 das Ende des eigenen Saab war
General Motors übernahm die Hälfte von Saab; der Nachfolger von 1993 stand auf der Plattform des Opel Vectra. Er hieß 900, war ein gutes Auto und ein anderes. Der Erste heißt seitdem 900 Classic.
Das zählt heute beim Saab 900
- Karosserie: Radläufe hinten, Schweller, Türunterkanten, Frontblech, die Ecken der Heckklappe. Beim Cabriolet der Bereich hinter den Sitzen und die Verdeckwanne.
- Technik: Getriebe prüfen, Lagergeräusche, springende Gänge. Turbo: Ladedruck, Ölzustand, Lader-Spiel. Der Motor ist selten das Problem.
- Teile: Die Versorgung ist gut, aus Schweden und von Spezialisten in Deutschland; die Szene ist klein, hilfsbereit und nimmt neue Halter ernst.
Der 900 ist ein Auto für Leute, die Auto fahren als Handwerk verstehen. In der Kartei stehen sie mit Berichten, die man lesen möchte.

Foto: Niels de Wit from Lunteren, The Netherlands · CC BY 2.0
Quellen
Was Leser über den Saab 900 fragen
Warum sitzt beim Saab 900 der Zündschlüssel zwischen den Sitzen?
Sicherheit und Gewohnheit: Saab wollte das Knie bei einem Unfall vor dem Schlüssel schützen und hatte die Schaltsperre über den Rückwärtsgang gelegt, der Schlüssel lässt sich abziehen, sobald der Rückwärtsgang eingelegt ist. Das war schon beim 99 so.
Welcher Saab 900 ist der beste?
Der 900 Turbo 16 S (Aero) von 1985 bis 1993 ist der schnellste und gesuchteste; der 900i 16 mit Saugmotor der entspannteste Alltagswagen. Das Cabriolet ist das wertstabilste. Ab 1987 hat der Turbo den geänderten, flacheren Grill und die Kunststoffstoßstangen.
Ist der Saab 900 zuverlässig?
Der Motor B201 und B202 gilt als sehr haltbar; die Schwachstellen sind das Getriebe (Lager, Synchronringe des Fünfganggetriebes) und die Elektrik. Rost betrifft Radläufe, Schweller, Türunterkanten und beim Cabrio den Bereich hinter den Sitzen.






