Was man über den Saab 900 II wissen muss
- Ende 1989 übernahm General Motors 50 Prozent an Saab, im Herbst 1993 stand der neue 900 aus dem Projekt 104.
- Große Teile der Bodengruppe stammen vom Opel Vectra A, dazu kam ein V6 aus dem Konzernprogramm.
- Ab Sommer 1994 gab es das Cabriolet, ein Jahr nach der Limousine.
- 273.568 Wagen entstanden bis 1998, danach folgte der 9-3.
Ende 1989 stieg General Motors mit 50 Prozent bei Saab ein, und im Herbst 1993 stand das erste Ergebnis auf der Straße. Der neue 900 entstand im Projekt 104 und nutzte große Teile der Bodengruppe des Opel Vectra A. Für die Anhänger der Marke war das ein Bruch, für Saab die Rettung.
Was von Saab blieb
Die Karosserie mit der gewölbten Frontscheibe, die Sitzposition, das Zündschloss zwischen den Sitzen und die Vierzylinder mit und ohne Lader. Dazu kam ein V6 aus dem Opel-Programm, der sich schlecht verkaufte. Die Abstimmung und der Innenraum stammen aus Trollhättan.
Das Cabriolet
Ab Sommer 1994 gab es das Cabriolet, ein Jahr nach der Limousine. Es blieb der Wagen, der Saab in Amerika trug, und ist heute die Ausführung, die am ehesten in gutem Zustand zu finden ist. 4 vollwertige Sitze und ein Stoffverdeck, das auch im Winter dicht hält.
Warum er zwischen den Stühlen steht
Der Vorgänger war technisch eigenständig, der Nachfolger 9-3 deutlich weiter entwickelt. Der 900 II trägt die Last des Übergangs, dazu die Verarbeitungsmängel der ersten Baujahre. Wagen ab etwa 1996 sind spürbar besser, und der Preis liegt heute so niedrig, dass sich der Einstieg lohnt.
Daran erkennt man heute einen guten 900 II
Radläufe, Schweller, Türunterkanten, beim Cabriolet zusätzlich Verdeck und Hydraulik. Technisch zählen Zahnriemen, Kurbelgehäuseentlüftung und beim Turbo der Lader. Ein später Turbo mit Historie ist der Wagen, mit dem man am wenigsten falsch macht.
Der 900 II ist der Saab, an dem man sieht, was ein Konzern gibt und was er nimmt.
Quellen
Was Leser über den Saab 900 II fragen
Wie viel Opel steckt im Saab 900 II?
Große Teile der Bodengruppe stammen vom Opel Vectra A, dazu Bauteile aus dem Konzernregal und ein V6 aus dem Opel-Programm. Die Vierzylinder, die Karosserie, der Innenraum und die Abstimmung kommen von Saab. Wer die Wagen fährt, merkt den Unterschied vor allem an den Motoren.
Warum hat der 900 II einen schlechteren Ruf als sein Vorgänger?
Weil der erste 900 technisch eigenständig war und der zweite auf einer Konzernplattform steht. Dazu kam die Verarbeitung der ersten Baujahre, die spürbar hinter den 1980er Jahren zurückblieb. Späte Wagen ab etwa 1996 sind deutlich besser gebaut.
Lohnt sich heute ein 900 II Cabriolet?
Ja, weil es ein viersitziges Cabriolet mit Alltagstauglichkeit und moderatem Preis ist. Zu prüfen sind Verdeck, Hydraulik, Rost an Radläufen und Schwellern sowie die Kurbelgehäuseentlüftung. Ein später Turbo mit vollständiger Historie ist die beste Wahl.





