Was man über den Käfer wissen muss
- Der Käfer wurde von 1938 bis 2003 gebaut, zuletzt in Puebla, Mexiko, über 21 Millionen Stück, mehr als jedes andere Auto einer einzigen Grundkonstruktion.
- Die deutschen Baureihen unterscheiden sich am Heckfenster (Brezel bis 1953, Oval bis 1957, Rechteck ab 1957) und an der Vorderachse (Kurbellenker bis 1970, McPherson beim 1302 und 1303).
- Technisch blieb er sich treu: luftgekühlter Boxer im Heck, Zentralrohrrahmen, Pendelachse, gewachsen sind Hubraum, Fenster und Komfort.
- Wer einen Käfer sucht, findet die größte Teileversorgung der Klassikerszene und eine Kartei, in der der Käfer die häufigste Baureihe ist.
Der Käfer ist das Auto, das am längsten fast unverändert gebaut wurde. Von der ersten Serie 1938 bis zum letzten Wagen im Juli 2003 in Puebla vergingen 65 Jahre, und der Motor saß immer hinten, luftgekühlt, ein Boxer. Was sich änderte, war alles drumherum: Fenster, Achsen, Hubraum, Komfort, und die Welt, in der er fuhr.
Wie aus dem KdF-Wagen das Exportmodell wurde
Ferdinand Porsche entwarf den Wagen in den Dreißigern als Volksauto; das Werk in Wolfsburg wurde 1938 für ihn gebaut, aber im Krieg entstanden dort Kübel- und Schwimmwagen statt Limousinen. Die zivile Produktion begann erst 1945 unter britischer Verwaltung, mit dem Major Ivan Hirst als der Figur, der der Käfer sein Überleben verdankt. 1949 kam das Exportmodell mit Chrom und besserer Ausstattung, und mit ihm begann der Aufstieg zum meistgebauten Auto seiner Zeit.
Daran erkennt man die Käfer-Generationen
Woran man Brezel, Ovali und Rechteckfenster erkennt
Die Sammler unterscheiden die frühen Jahre am Heckfenster. Bis März 1953 war es geteilt, die Brezel. Danach kam das ovale Fenster, der Ovali, bis August 1957. Ab dem Modelljahr 1958 wurde das Heckfenster rechteckig und deutlich größer, die Frontscheibe ebenfalls. Der 1200 mit 30 PS aus 1,2 Litern trug den Wagen durch die Fünfziger; 1965 kam der 1300, 1966 der 1500 mit Scheibenbremsen vorn.
Was 1302 und 1303 zum großen Käfer machte
1970 kam der 1302 mit McPherson-Federbeinen vorn, einem größeren Kofferraum unter der gewölbten Haube und Schräglenker-Hinterachse beim 1302 S. 1972 folgte der 1303 mit der gewölbten Panoramascheibe und dem kürzeren, gepolsterten Armaturenbrett, der komfortabelste Käfer, der je gebaut wurde, und als Cabriolet von Karmann bis 1980 das letzte in Deutschland gebaute Modell. Die Limousine lief in Emden bis Januar 1978; danach kam der Käfer nur noch aus Mexiko nach Europa, bis 1985.
Warum der Käfer in Mexiko weiterlebte und 2003 endete
In Puebla lief der Käfer weiter, mit Einspritzung und Katalysator ab 1993, als Taxi in Mexiko-Stadt, als Neuwagen für die Generationen, die ihn kannten. Der letzte, ein Última Edición in Aquarius-Blau oder Beige, lief am 30. Juli 2003 vom Band. Ein Mariachi spielte.
Das zählt heute beim Käfer
- Rost an den Bodenblechen, den Trittbrettaufnahmen, dem Rahmenkopf und dem Frontblech unter dem Tank. Das sind die Stellen, an denen ein Käfer stirbt.
- Originalität ist beim H-Kennzeichen ein Thema: Breitreifen, Cal-Look und Sportlenkräder sind Geschmack, zeitgenössisch ist, was es damals gab.
- Teile gibt es für alles, von der Brezel-Dichtung bis zum kompletten Bodengruppe. Der Käfer ist der Klassiker, der sich am leichtesten am Leben halten lässt.
Wer selbst schraubt, hat es beim Käfer leicht: Volkswagen Classic Parts stellt die originalen Reparaturleitfäden für die Jahrgänge 1952–1957 und 1975–1985 kostenlos als PDF bereit, die Kernjahre 1958–1974 deckt das Werkstattportal erWin im Stundenabo ab. Was es gibt, wo es liegt und was es kostet, steht im Literaturkatalog zum Käfer.
Der Käfer ist der Wagen, mit dem die meisten angefangen haben. Wer ihn in die Kartei stellt, stellt ihn zu Tausenden anderen, und genau darum ist er interessant: An ihm lässt sich am besten ablesen, was aus einer Baureihe wird, wenn sie alt wird.

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Quellen
Was Leser über den Käfer fragen
Wie viele VW Käfer wurden gebaut?
Über 21 Millionen zwischen 1938 und 2003, davon der größte Teil in Wolfsburg und Emden, später in Mexiko und Brasilien. Der letzte Käfer lief am 30. Juli 2003 in Puebla vom Band.
Woran erkennt man das Baujahr eines Käfers?
Am Heckfenster (Brezel, Oval, Rechteck), an den Blinkern (Winker bis 1960), der Frontscheibe (gewölbt ab 1303), der Vorderachse (McPherson bei 1302 und 1303) und an der Fahrgestellnummer, deren erste Stellen das Modelljahr verraten.
Welcher Käfer ist der beste für den Einstieg?
Ein 1200 oder 1300 der späten Sechziger: einfache Technik, die vollständigste Teileversorgung, H-Kennzeichen ohne Diskussion. Der 1303 fährt komfortabler, hat aber mehr Blech, das rosten kann.











