Was man über das Golf I Cabriolet wissen muss
- Das Golf Cabriolet kam 1979 und löste das Käfer Cabriolet ab; Karmann in Osnabrück baute es bis 1993, 10 Jahre länger als die Limousine.
- Der feste Überrollbügel gab ihm den Spitznamen Erdbeerkörbchen, und die Steifigkeit, die offene Autos damals selten hatten.
- Motoren von 75 PS bis zum GLI mit 112 PS; ab 1984 mit dem Facelift der Golf I mit Kunststoffstoßfängern, ab 1987 mit Spoilern als Sportline.
- Über 388 Tausend Stück machten es zum meistgebauten Cabriolet seiner Zeit; heute ist es das häufigste offene Auto in der Kartei.
Als der Käfer 1978 in Deutschland auslief, brauchte Karmann in Osnabrück ein neues offenes Auto. Es wurde der Golf: 1979 kam das Golf Cabriolet, mit festem Überrollbügel, Stoffverdeck und dem Fahrwerk des Golf I, und es blieb 14 Jahre lang, bis 1993, im Programm, 10 Jahre länger als die Limousine, aus der es entstand.
Was das Golf Cabriolet ausmachte: Bügel und Motoren
Warum das Golf Cabriolet einen Bügel trägt
Der Überrollbügel war der Grund für den Spitznamen Erdbeerkörbchen und für die Qualität des Wagens. Er versteifte die Karosserie, trug die Gurte und machte das Cabriolet zu einem der wenigen offenen Autos, das sich fuhr wie ein geschlossenes. Karmann baute den Wagen komplett: Rohkarosserie, Verdeck, Endmontage. Das Verdeck hatte ein Heizbares Heckfenster aus Glas, damals eine Rarität.
Welche Motoren und Modelle es vom Golf I Cabriolet gab
Zum Start gab es 70 und 75 PS, den GLI mit 110 PS aus dem GTI, später 112 PS mit dem 1,8-Liter. 1984 kam das Facelift der Limousine mit größeren Stoßfängern aus Kunststoff, 1987 die Sportline mit Spoilern und die Sondermodelle, die den Wagen bekannt machten: Etienne Aigner mit Leder und Bordeaux, Quartett, Genesis, Bel Air, Classic Line. Der letzte Golf I Cabriolet lief 1993 vom Band, als Nachfolger kam das Golf III Cabriolet, wieder von Karmann.

Warum das Golf Cabriolet das offene Auto der Achtziger war
Das Golf Cabriolet war das Auto der Fahrschule, der Studentin und des Zahnarztes, in Weiß mit weißem Verdeck oder in Schwarz mit Bordeaux. Es verkaufte sich über 388 Tausend Mal und ist heute das offene Auto, das am häufigsten in der Kartei steht, mit langen Historien, weil es Menschen lange behalten haben.
Was heute beim Golf I Cabriolet zählt
- Rost an den Radläufen, den Schwellern, den Türunterkanten, dem Kofferraumboden und am Verdeckkasten, wo Wasser stehen bleibt.
- Verdeck und Heckscheibe sind Verschleißteile; ein neues Stoffverdeck kostet, ist aber zu haben.
- Sondermodelle mit Leder und vollständiger Ausstattung sind die gesuchten; ein umlackierter Basiswagen ist keins davon.
Das Golf Cabriolet ist der Klassiker, mit dem viele ihre erste offene Fahrt gemacht haben. In der Kartei zeigt sich, wie lange ein Auto lebt, wenn man es mag: Manche Wagen tragen 30 Jahre Historie in einer Hand.

Foto: Niels de Wit from Lunteren, The Netherlands · CC BY 2.0
Quellen
Was Leser über das Golf I Cabriolet fragen
Warum hat das Golf Cabriolet einen Überrollbügel?
Aus Sorge vor amerikanischen Überschlagvorschriften und wegen der Steifigkeit: Der Bügel versteift die Karosserie und trägt die Gurte. Er blieb, als die Vorschriften nicht kamen, und wurde zum Erkennungszeichen.
Bis wann wurde das Golf I Cabriolet gebaut?
Bis 1993, als der Golf III schon 2 Jahre auf dem Markt war. Das Cabriolet behielt die Karosserie des Golf I und bekam nur die Stoßfänger und die Ausstattung der Zeit.
Was kostet ein gutes Golf I Cabriolet?
Weniger als ein Käfer Cabriolet und mehr als ein Golf I Limousine. Gefragt sind späte Sondermodelle mit Leder und Stoffverdeck in gutem Zustand; die frühen mit 75 PS sind günstig und werden selten.







