Was man über den VW Corrado wissen muss
- Der Corrado kam im September 1988 als Coupé oberhalb des Scirocco, gebaut bei Karmann in Osnabrück auf der Technik des Golf II.
- Der G60 mit Spirallader und 160 PS war der Startmotor; 1991 kam der VR6 mit 2,9 Litern und 190 PS, der den Corrado zum Sportwagen machte.
- Der Heckspoiler fährt ab 120 km/h automatisch aus, ein Erkennungszeichen und ein Verkaufsargument.
- Rund 97 Tausend Stück bis 1995; der Corrado VR6 ist heute einer der teuersten Volkswagen der Neunziger.
Der Corrado war der Volkswagen, der ein Porsche sein wollte. Er kam im September 1988 aus Osnabrück, wo Karmann ihn baute, als Coupé oberhalb des Scirocco, auf der Technik des Golf II und mit einem Motor, den es sonst nirgends gab: dem G60 mit Spirallader. Sieben Jahre später endete er, und wurde zum Sammlerstück.
Was den Corrado ausmachte: Motoren und Spoiler
Diese Motoren trieben den Corrado an
Der G60 brachte 160 PS aus 1,8 Litern über einen G-Lader, einen Spiralverdichter, der beim Gasgeben pfiff und regelmäßig Dichtleisten brauchte. 1991 kam der 2,0 16V mit 136 PS als Einstieg, und der VR6 mit 2,9 Litern und 190 PS, 235 km/h, mit dem der Corrado das schnellste Auto wurde, das Volkswagen je gebaut hatte. Ab 1993 gab es den 2,0 mit 115 PS für die Vernunft.
Warum der Heckspoiler des Corrado ausfährt
Ab 120 km/h fuhr der Heckspoiler von selbst aus und senkte den Auftrieb an der Hinterachse; unter 20 km/h fuhr er wieder ein. Ein Schalter am Armaturenbrett tat es auf Wunsch jederzeit. Der Spoiler war das Erkennungszeichen des Corrado, und die Testberichte der Zeit sprachen von einer Straßenlage, die Sportwagen alt aussehen ließ.

Warum der Corrado 1995 bei Karmann endete
Rund 97 Tausend Corrado entstanden bis Juli 1995. Ein Nachfolger kam nie; Volkswagen überließ die Coupés den anderen, bis der Scirocco III 2008 den Namen wieder aufnahm. Der Corrado blieb das, was er war: das letzte Coupé, das Karmann für Volkswagen baute, und das erste, das Sammler von Anfang an behielten.
Was heute beim VW Corrado zählt
- Rost an Radläufen, Schwellern, Türunterkanten, dem Schiebedachrahmen und um die Heckklappe.
- G-Lader braucht Dichtleisten und Öl; ein VR6 Steuerketten. Beides gehört ins Fahrzeugbuch, sonst ist es ein Risiko.
- Originalität ist beim Corrado alles: Tuning war üblich, Umbauten auf VR6 sind häufig, und nur ein originaler Wagen mit Belegen erzielt die Preise, die man liest.
Der Corrado ist der Volkswagen, der zeigte, was Wolfsburg konnte, wenn es wollte. In der Kartei ist er einer der wertvollsten Youngtimer, und einer, dessen Historie über den Preis entscheidet.

Foto: Calreyn88 · CC BY-SA 4.0
Quellen
Was Leser über den VW Corrado fragen
Was ist der Corrado G60?
Der Corrado mit dem 1,8-Liter-Vierzylinder und dem G-Lader, einem Spiralverdichter, mit 160 PS und 225 km/h. Der Lader braucht Pflege und regelmäßig neue Dichtleisten; ein guter G60 ist selten, ein gepflegter gesucht.
Was ist der Corrado VR6?
Der Corrado mit dem 2,9-Liter-VR-Sechszylinder, 190 PS, 235 km/h, ab 1991, ein Motor mit 15 Grad Zylinderwinkel, so schmal, dass er quer passte. Der VR6 ist der Corrado, den Sammler suchen, und der teuerste.
Wie viele Corrado gibt es noch?
In Deutschland einige tausend, mit Tendenz nach oben in Wert und Pflege. Rost, Unfälle und Tuning haben viele geholt; ein originaler VR6 mit Historie ist ein Auto für Kenner.







