Patinamore-Herz, das Zeichen der MarkePATINAMORE
T1 Bulli, Titelbild

T1 Bulli

1950–1967 · 2 Fahrzeuge auf Patinamore · Stand 30.10.2026

Bauzeit
1950–1967
Herkunft
Deutschland
Baureihe
Bulli
Leistung
25–44 PS
Hubraum
1.493 cm³
Zylinder
4
Höchstgeschwindigkeit
110 km/h
Gebaut
1.800.000
In der Kartei
2 Fahrzeuge

Was man über den VW T1 wissen muss

  • Der T1 lief von März 1950 bis Juli 1967 in Wolfsburg und ab 1956 in Hannover vom Band, der erste Transporter auf Käfer-Technik, mit dem Motor hinten und dem Fahrer über der Vorderachse.
  • Kastenwagen, Kombi, Bus, Pritsche, Krankenwagen und der Samba mit bis zu 23 Fenstern: Ein Grundwagen, ein Dutzend Karosserien.
  • Die geteilte Frontscheibe, das V-förmige Frontblech und die kleine Heckklappe der frühen Jahre machen den T1 auf den ersten Blick kenntlich.
  • Heute ist der T1 der teuerste Volkswagen der Nachkriegszeit; ein Samba in Originalzustand erzielt Preise wie ein Sportwagen.

Der T1 begann als Skizze. Der niederländische Importeur Ben Pon zeichnete 1947 bei einem Besuch in Wolfsburg einen Kasten auf Rädern, den Fahrer ganz vorn, die Ladung in der Mitte, den Motor hinten, und Volkswagen baute ihn. Im März 1950 lief der erste Transporter vom Band, und aus dem Lieferwagen für Handwerker wurde das Fahrzeug einer ganzen Nachkriegszeit.

Was den T1 ausmacht: Karosserien und Baujahre

Welche Karosserien es vom T1 gab

Der T1 stand auf der Technik des Käfers: Zentralrohrrahmen war es keiner, aber der luftgekühlte Boxer saß hinten, die Pendelachse trug das Heck, die Vorderachse kam als Kurbellenker. Darauf setzte Volkswagen alles, was ein Betrieb brauchte: den geschlossenen Kastenwagen, den Kombi mit Fenstern und herausnehmbaren Sitzen, den Achtsitzer-Bus, die Pritsche mit Ladefläche, den Krankenwagen mit der Trage im Heck. Ab 1951 kam der Sondermodell-Bus dazu, den alle nur Samba nennen: Dachrandfenster, Faltschiebedach, Zweifarblackierung, Chromzierleisten. Bis 1963 hatte er 23 Fenster, danach 21.

Woran man das Baujahr eines T1 am Frontblech erkennt

Die Sammler unterscheiden den frühen T1 mit der kleinen Heckklappe, die Barndoor, weil die Motorklappe darunter so groß war wie ein Scheunentor, vom Wagen ab 1955, der eine größere Heckklappe, ein umlaufendes Dach mit Lüftungsschlitzen über der Frontscheibe und ein Armaturenbrett bekam. Der Motor wuchs von 1,1 über 1,2 auf 1,5 Liter, die Leistung von 25 auf 44 PS. 1956 zog die Produktion nach Hannover, wo Volkswagen Nutzfahrzeuge bis heute sitzt. Der letzte deutsche T1 lief im Juli 1967 vom Band; in Brasilien wurde er noch bis 1975 gebaut.

Ein VW T1 Samba mit Dachrandfenstern
Der Samba: Dachrandfenster, Faltschiebedach, 2 Farben, der Bus, den heute jeder meint, wenn er Bulli sagt.

Wie der T1 zum Camper und zum Kult wurde

Westfalia in Wiedenbrück baute den T1 zum Campingwagen aus, mit Klappbett, Schrank und Kocher; in Kalifornien wurde er in den Sechzigern zum Fahrzeug der Surfer, und mit ihnen kam der Ruf, der ihn bis heute begleitet. Der T1 ist das Fahrzeug, das die Bullikartei, die Treffen in Hessisch Oldendorf und eine ganze Szene zusammenhält.

Was heute beim VW T1 zählt

  • Rost sitzt an den Radläufen, den Schwellern, dem Frontblech unter der Scheibe, den Trittstufen und den Bodenblechen. Ein T1 ist viel Blech, und alles davon kann faulen.
  • Originalität entscheidet über den Wert: Ein Samba mit den richtigen Fenstern, dem Faltdach und der Innenausstattung ist ein Vielfaches eines umgebauten Kastenwagens wert, und Umbauten zum Samba gibt es viele.
  • Teile gibt es fast alle neu, von der Frontscheibe bis zum Motor. Was fehlt, sind bezahlbare Wagen.

Für den T1 gibt es den originalen Reparaturleitfaden „Transporter Typ 2“ von 1959 kostenlos bei Volkswagen Classic Parts, alle Ausführungen. Wo er liegt und was es sonst gibt, steht im Literaturkatalog zum T1.

Der T1 ist der Volkswagen, den auch die kennen, die sich nie für Autos interessiert haben. Wer einen in die Kartei stellt, dokumentiert ein Stück Zeitgeschichte, und sollte jede Rechnung aufheben.

VW T1: Der erste Bulli, vom Plattenwagen zum Samba (1950–1967), Bild zum Zitat
In einem SatzDer T1 lief von März 1950 bis Juli 1967 in Wolfsburg und ab 1956 in Hannover vom Band, der erste Transporter auf Käfer-Technik, mit dem Motor hinten und dem Fahrer über der Vorderachse.

Foto: Gene Giromini · Unsplash License

Quellen

  1. Volkswagen AG, Volkswagen Classic: Modellchronik
  2. Wikipedia: VW T1
  3. Volkswagen Classic Parts: Reparaturleitfäden

Was Leser über den VW T1 fragen

Woran erkennt man einen VW T1?

An der geteilten Frontscheibe, dem V-förmig gebogenen Frontblech mit dem großen VW-Emblem und den runden Scheinwerfern in den Kotflügeln. Bis 1955 sitzt die Heckklappe klein und hoch über der Motorklappe, danach gibt es die große Klappe und das umlaufende Dach.

Was ist ein Samba?

Der Samba ist der Sondermodell-Bus mit Dachrandfenstern, Faltschiebedach und Zweifarblackierung, bis 1963 mit 23, danach mit 21 Fenstern. Er war das teuerste Modell der Reihe und ist heute das gesuchteste.

Welcher Motor steckt im T1?

Der luftgekühlte Boxer aus dem Käfer: anfangs mit rund 25 PS aus 1,1 Litern, später 1,2 und 1,5 Liter mit bis zu 44 PS. Der T1 fährt gemächlich, aber er fährt, und die Teile gibt es bis heute.

Aus dem Magazin

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Was ein T1 kostet, und was er neben anderen kann

Wohin die Preise für einen T1 gehenDer Schnitt der Angebote von September 2025 bis Juli 2026, abwärts.
Schnitt heute
60.863 €
30 Tage
offen
90 Tage
offen
Ein Jahr
offen

Angebotspreise, keine Zustandsbewertung. Die Quelle führt die Reihe als „VW T1". pkw.de Preistrends, Stand Juli 2026.

1.927 €

So viel kostet ein Jahr T1

  • Sprit585 €
  • Versicherung350 €
  • Wartung und Teile800 €
  • Steuer mit H-Kennzeichen192 €
  • Pro Monat161 €
  • Pro Kilometer0,64 €

Die Steuer ist die Pauschale für ein H-Kennzeichen am Pkw nach § 9 Absatz 4 Kraftfahrzeugsteuergesetz. Alles andere schiebst du selbst zurecht.

T1 Bulli

T1 Bulli und Käfer Typ 1 in den Zahlen des Katalogs
MerkmalT1 BulliKäfer Typ 1
Bauzeit1950–19671938–2003
Leistung25 bis 44 PS25 bis 50 PS
Hubraum1.493 cm³1.584 cm³
Zylinder44
0–100 km/hsteht offen21,0 s
Leergewicht890 kg730 kg
Höchstgeschwindigkeit110 km/h135 km/h
Stückzahl1.800.00021.529.464
In der Kartei2 Fahrzeuge21 Fahrzeuge
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