Was man über den Golf I wissen muss
- Der Golf I kam im Mai 1974 als Nachfolger des Käfers: Frontmotor, Wasserkühlung, Frontantrieb, Schrägheck, von Giorgetto Giugiaro gezeichnet.
- Der GTI von 1976 mit 110 PS erfand die Klasse der Kompaktsportler; der Diesel von 1976 machte den Golf zum Alltagsauto für Millionen.
- Das Cabriolet von Karmann kam 1979 und lief bis 1993, 10 Jahre länger als die Limousine, deren Nachfolger 1983 erschien.
- Frühe Golf I sind rostanfällig und selten geworden; der GTI ist der gesuchteste, das Cabrio das häufigste in der Kartei.
Der Golf war die Antwort auf die Frage, die Volkswagen fast das Leben gekostet hätte: Was kommt nach dem Käfer? Die Antwort hieß Frontmotor, Frontantrieb, Schrägheck, und ein Entwurf aus Turin, der so schlicht war, dass er heute noch modern wirkt.
Warum der Golf I mit dem Käfer brach
Volkswagen hatte in den späten Sechzigern mit dem 411 und dem K 70 gezögert; die Übernahme von Auto Union und NSU brachte die Technik, die der Golf brauchte. Giugiaro zeichnete eine Karosserie mit klaren Kanten, großer Heckklappe und dicken C-Säulen. Im Mai 1974 lief der erste Golf in Wolfsburg vom Band, mit 50 oder 70 PS aus 1,1 und 1,5 Litern. Nach 2 Jahren waren eine Million gebaut.
Was den Golf I ausmachte: GTI, Diesel, Jetta und Cabriolet
Was GTI, Diesel und Jetta zum Golf I beitrugen
1976 kamen 2 Wagen, die die Klasse veränderten: der GTI mit 110 PS, den eine kleine Gruppe von Ingenieuren nach Feierabend entwickelt hatte, und der Golf Diesel mit 50 PS, der erste Diesel in der Kompaktklasse, der wie ein Benziner fuhr. 1979 folgte der Jetta als Stufenheck, 1980 das Facelift mit den großen Rückleuchten und den Kunststoff-Stoßstangen.
Warum das Cabriolet bei Karmann weiterlief
1979 begann Karmann in Osnabrück mit dem Golf Cabriolet, mit dem Überrollbügel, den die Szene „Henkel“ nannte, und einem Verdeck, das dicht war. Das Cabrio überlebte den Golf II und lief bis 1993, mit den Ausstattungen Classic Line, Sportline, Etienne Aigner, Genesis und dem Karmann-Schriftzug, der vielen wichtiger war als das VW-Zeichen.
Woran ein Golf I stirbt, und wie man es verhindert
- Rost: Frontblech unter der Batterie, Domlager, Türen unten, Radläufe hinten, Heckklappe um das Schloss, Bodenbleche unter dem Teppich.
- Technik: unproblematisch. Die Vergaser des 1,1 und 1,3 wollen eingestellt werden; die Einspritzung des GTI (K-Jetronic) läuft, wenn niemand daran gedreht hat.
- Innenraum: Sitzbezüge und Armaturenbretter mit Rissen sind das eigentliche Problem, gute Innenräume sind seltener als gute Motoren.
Der Golf I ist das Auto, in dem Millionen Deutsche das Fahren gelernt haben. In der Kartei steht er zwischen Käfer und Golf II, und die Berichte lesen sich wie Tagebücher.

Foto: Niels de Wit from Lunteren, The Netherlands · CC BY 2.0
Quellen
Was Leser über den Golf I fragen
Wer hat den VW Golf I entworfen?
Giorgetto Giugiaro bei Italdesign in Turin, im Auftrag von Volkswagen, das nach dem Käfer eine moderne Kompaktklasse brauchte. Die Technik, Frontantrieb, quer eingebauter Motor, kam aus dem Audi 50 und dem Passat.
Wann kam der Golf GTI?
Der Golf GTI wurde 1975 auf der IAA vorgestellt und ab Juni 1976 gebaut: 1,6 Liter, Einspritzung, 110 PS, rote Kühlergrill-Einfassung und Golfball-Schaltknauf. Geplant waren 5.000 Stück; es wurden über 460 Tausend.
Ist ein Golf I als Oldtimer alltagstauglich?
Ja, mehr als die meisten: Der Wagen ist leicht, sparsam, übersichtlich, und Teile gibt es von Volkswagen Classic Parts und dem Zubehörhandel. Servolenkung, ABS und Airbags kamen später, und wer ohne sie angefangen hat, fährt gut ohne sie.












