Was man über den Seat 600 wissen muss
- Seat stellte den 600 im Jahr 1957 vor, als zweites Modell der Marke, gebaut in Lizenz nach dem Fiat 600 von Dante Giacosa.
- Der erste Motor hat 633 cm³ und 21,5 PS, der 600 D ab 1963 dann 767 cm³ und 25 PS.
- Knapp 800.000 Wagen verließen bis 1973 das Werk in der Zona Franca bei Barcelona.
- Die Spanier nennen ihn Pelotilla, das Bällchen: Er brachte einem Land die Mobilität, das bis dahin zu Fuß ging.
1957 stellte Seat in Barcelona den 600 vor, gebaut in Lizenz nach dem Entwurf von Dante Giacosa. Was in Italien schon 2 Jahre lief, wurde in Spanien zum Symbol: Der kleine Wagen mit dem Heckmotor brachte einem Land die Mobilität, das bis dahin zu Fuß und mit dem Bus unterwegs war.
Was der 600 technisch ist
Ein selbsttragender Zweitürer mit wassergekühltem Vierzylinder im Heck, Antrieb auf die Hinterräder, Einzelradaufhängung rundum. Der erste Motor hat 633 cm³ und 21,5 PS, ab 1963 kam der 600 D mit 767 cm³ und 25 PS. Die frühen Wagen haben hinten angeschlagene Türen.
Was er für Spanien bedeutete
Er war das erste Auto, das sich eine Familie leisten konnte. Mit ihm fuhr man ans Meer, zur Arbeit und zu Verwandten. Die Spanier nennen ihn Pelotilla, das Bällchen, und meinen damit mehr als ein Auto: den Anfang eines anderen Lebens.
Wie viele gebaut wurden
Knapp 800.000 Wagen entstanden zwischen 1957 und 1973 in der Zona Franca bei Barcelona. Dazu kamen eigene Ausführungen wie der viertürige 800, den es bei Fiat nicht gab, und Umbauten von spanischen Karosseriebauern.
Daran erkennt man heute einen guten 600
Bodenblech, Schweller, Radläufe, Batteriekasten und die Aufnahmen der Vorderachse. Die Technik ist unkompliziert, Teile kommen aus Spanien und Italien. Ein früher Wagen mit hinten angeschlagenen Türen und originalem Innenraum ist der Fund.
Der Seat 600 ist das Auto, mit dem Spanien das Laufen aufgab.
Quellen
Was Leser über den Seat 600 fragen
Was ist der Unterschied zwischen Fiat 600 und Seat 600?
Die Herkunft, nicht die Konstruktion. Seat baute den Wagen ab 1957 in Lizenz bei Barcelona, nach dem Entwurf von Dante Giacosa. Über die Jahre entwickelte Seat eigene Ausführungen, darunter den viertürigen 800, den es bei Fiat nie gab.
Warum ist der Seat 600 für Spanien so wichtig?
Weil er das erste Auto war, das sich eine spanische Familie leisten konnte. Mit ihm fuhren Millionen Menschen zum ersten Mal ans Meer, zur Arbeit und in die Stadt. Der Wagen steht dort für den wirtschaftlichen Aufbruch der 1960er Jahre, wie der Käfer in Deutschland.
Worauf achtet man beim Kauf eines Seat 600?
Auf Rost an Bodenblech, Schwellern, Radläufen, Batteriekasten und den Aufnahmen der Vorderachse. Die Technik ist einfach und billig, Teile kommen aus Spanien und Italien. Frühe Wagen mit hinten angeschlagenen Türen sind gesuchter als späte Ausführungen.
