Was man über den Seat Ibiza der ersten Reihe wissen muss
- Am 27. April 1984 verließ der erste Ibiza das Werk in der Zona Franca bei Barcelona, im Juli wurde er vorgestellt.
- Es war die erste eigenständige Entwicklung nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Fiat.
- Giorgetto Giugiaro zeichnete die Karosserie, Karmann berechnete die Struktur, Porsche entwickelte die Motoren.
- Die Motoren trugen den Schriftzug System Porsche; bis 1993 entstanden 1.342.001 Wagen.
Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Fiat stand Seat 1984 vor der Aufgabe, ein eigenes Auto zu bauen. Das Ergebnis entstand mit Hilfe von 3 Partnern: Giugiaro zeichnete, Karmann berechnete, Porsche entwickelte die Motoren. Am 27. April 1984 verließ der erste Ibiza das Werk in der Zona Franca bei Barcelona.
Die 3 Partner
Giorgetto Giugiaro hatte zuvor Golf und Uno gezeichnet und lieferte eine klare, sachliche Karosserie. Karmann in Osnabrück berechnete die Struktur. Porsche entwickelte die Vierzylinder so, dass Seat sie auf den vorhandenen Anlagen bauen konnte, und erlaubte dafür den Schriftzug System Porsche auf dem Ventildeckel.
Was das für Seat bedeutete
Zum ersten Mal ein eigenes Modell ohne Lizenzgeber. Noch im selben Jahr stiegen die Ausfuhren um 76 Prozent. Der Ibiza machte aus einem spanischen Lizenzfertiger eine Marke, die 1986 für Volkswagen interessant genug war, um einzusteigen.
Wie erfolgreich er war
1.342.001 Wagen entstanden bis zur Ablösung durch die zweite Reihe im Jahr 1993. Für ein Unternehmen, das zuvor nur fremde Entwürfe gebaut hatte, ist das eine bemerkenswerte Zahl.
Daran erkennt man heute einen guten Ibiza I
Radläufe, Schweller, Bodenblech und Federbeindome, dazu die Elektrik. Die Technik ist einfach, Teile kommen über Spanien. Erhaltene Wagen sind selten, weil der Ibiza jahrzehntelang der billige Gebrauchtwagen war.
Der erste Ibiza ist das Auto, das Seat mit den Kräften halb Europas gebaut hat.
Quellen
Was Leser über den Seat Ibiza der ersten Reihe fragen
Was bedeutet System Porsche am Ibiza?
Porsche entwickelte die Vierzylindermotoren so, dass Seat sie auf den vorhandenen Fertigungsstraßen bauen konnte. Als Gegenleistung durfte Seat den Schriftzug System Porsche auf dem Ventildeckel führen. Für die Wahrnehmung der Marke war das ein erheblicher Gewinn.
Wer hat am ersten Ibiza mitgearbeitet?
Giugiaro zeichnete die Karosserie, Karmann berechnete die Struktur, Porsche entwickelte die Motoren. Diesel und der kleinste Benziner kamen weiter von Fiat. Seat hatte damit zwar keine eigene Entwicklungsabteilung für alles, aber ein Auto, das sich mit der europäischen Konkurrenz messen konnte.
Worauf achtet man beim Kauf eines Ibiza I?
Auf Rost an Radläufen, Schwellern, Bodenblech und Federbeindomen sowie auf die Elektrik. Die Technik ist einfach, Teile kommen über Spanien. Erhaltene Wagen sind selten, weil der Ibiza als billiger Gebrauchtwagen gefahren wurde, bis nichts mehr ging.
