Was man über die Isabella wissen muss
- 1954 bis 1961, 202.862 Stück aus Bremen-Sebaldsbrück, gebaut bis 1962 nach dem Konkurs.
- 1.493 cm³, 4 Zylinder, 60 PS, als TS mit 75 PS: 135 und 150 km/h, 25 und 19 Sekunden auf 100.
- Limousine, Combi, Cabriolet und ab Januar 1957 das Coupé, von dem 9.500 bis 10.000 Stück entstanden.
- Selbsttragend, mit Einzelradaufhängung und Doppelquerlenkern vorn, ab 7.265 Mark.
1954 stellte Carl Borgward einen Wagen vor, dem er spontan einen Frauennamen gab: Isabella. Sie war selbsttragend, hatte Einzelradaufhängung rundum und 60 PS aus 1,5 Litern, und sie wurde der Wagen, für den Bremen steht: 202.862 Stück, bis der Konkurs 1961 alles beendete.
Warum die Isabella modern war
Weil sie 1954 alles hatte, was die Konkurrenz erst später bekam: selbsttragende Karosserie, Doppelquerlenker vorn, Pendelachse hinten mit Schraubenfedern, hydraulische Kupplung und ein vollsynchronisiertes Vierganggetriebe. Sie kostete 7.265 Mark, das Cabriolet 9.950, und im Januar 1957 kam das Coupé, das schönste Auto, das Bremen je gebaut hat.
Die Motoren
| Version | Leistung | Anmerkung |
|---|---|---|
| Isabella | 60 PS | 1.493 cm³, 135 km/h, 25 Sekunden auf 100 |
| Isabella TS | 75 PS | Höher verdichtet, 150 km/h, 19 Sekunden auf 100 |
Wie sich eine Isabella heute fährt
Wie ein Auto der Fünfziger, das weiter ist als seine Zeit: leichte Lenkung, weiche Federung, ein Motor, der bei 4.700 Umdrehungen seine 60 PS gibt, und 1.040 bis 1.060 Kilogramm, die sich leicht anfühlen. Die TS ist der Wagen für die Landstraße, das Coupé der für den Sonntag.
Das bleibt von der Isabella
Sie war der Wagen, der Borgward zum drittgrößten Hersteller Deutschlands machte, und das Auto, das mit der Firma unterging. Gute Limousinen gibt es, das Coupé ist ein Sammlerstück, und die Bremer Szene hält die Isabella am Leben.
Was heute bei der Isabella zählt
- Rost an Schwellern, Böden, Radläufen, Kofferraum und Federaufnahmen.
- Motor: Öldruck, Ventilspiel, Kühlung, Vergaser.
- Pendelachse: Lager und Federn, Fahrverhalten bei Lastwechsel.
- Version: TS und Coupé belegen, Umbauten sind häufig.
Die Isabella ist der Wagen, den Bremen nie vergessen hat. In der Kartei steht sie als der Borgward mit 60 und 75 PS.

Foto: Lothar Spurzem · CC BY-SA 2.0 de
Quellen
Was Käufer vor der ersten Isabella fragen
Limousine, TS oder Coupé?
Die Limousine mit 60 PS ist der Einstieg und der Alltag, die TS mit 75 PS der schnellere Wagen mit 150 km/h. Das Coupé mit TS-Motor ist die Form, die Borgward berühmt machte, und das Sammlerstück. Das Cabriolet von Deutsch ist die Rarität.
Wo rostet die Isabella?
An den Schwellern, den Bodenblechen, den Radläufen, dem Kofferraumboden, den Federbeinaufnahmen und rund um die Scheiben. Die selbsttragende Karosserie muss unten gesund sein.
Wie ist die Teilelage?
Erstaunlich gut. Die Borgward-Szene ist groß, es gibt Nachfertigungen für Blech und Technik, und der Motor ist ein einfacher Stoßstangenmotor mit hängenden Ventilen.
Warum ging Borgward unter?
Weil Carl Borgward 1961 die Liquidität fehlte und die Bremer Bürgschaft ausblieb. Der Konkurs kam, obwohl die Werke voll waren, und die Isabella lief noch bis 1962 aus. Der Name blieb ein Bremer Mythos.




