Was man über den Rover SD1 wissen muss
- British Leyland stellte den SD1 im Jahr 1976 vor, die Fachpresse machte ihn zum Auto des Jahres 1977.
- David Bache führte das Gestaltungsteam; die spitze Front mit den flachen Scheinwerfern zitiert den Ferrari Daytona.
- Der 3,5-Liter-V8 stammt ursprünglich von Buick und arbeitete zuvor im Rover P6 und im Range Rover; im SD1 leistet er zunächst 155 PS.
- Bis 1987 entstanden gut 303.000 Wagen.
1976 stellte British Leyland eine große Limousine mit Fließheck vor, deren Front aussah, als sei sie einem italienischen Sportwagen abgeschaut. War sie auch: David Bache hatte sich am Ferrari Daytona orientiert. Ein Jahr später war der SD1 Auto des Jahres.
Was ihn ausmacht
Eine Fließhecklimousine mit großer Klappe, flacher Front und einem Innenraum, der so aufgeräumt ist, dass er fast leer wirkt. Angetrieben wird hinten. Der 3,5-Liter-V8 stammt ursprünglich von Buick, arbeitete zuvor im P6 und im Range Rover und leistet hier 155 PS. Später kamen Sechszylinder und ein Diesel dazu.
Warum er trotzdem Ärger machte
Die Verarbeitung der frühen Jahre war schlecht, das Werk in Solihull lieferte Wagen aus, die in Deutschland und Italien für Kopfschütteln sorgten. Erst als die Fertigung nach Cowley wechselte, wurde es besser. Der gute Ruf der Form litt unter dem schlechten Ruf der Qualität.
Was von ihm bleibt
Gut 303.000 Wagen bis 1987 und eine Form, die bis heute funktioniert. Als Tourenwagen gewann der SD1 Rennen in ganz Europa, unter anderem mit Tom Walkinshaw Racing. Heute ist er eine der günstigsten Möglichkeiten, eine große Limousine mit V8 und Fließheck zu fahren.
Daran erkennt man heute einen guten SD1
Radläufe, Schweller, Bodenblech, Heckklappe und Federaufnahmen, dazu die Elektrik. Späte Wagen aus Cowley sind besser gebaut als frühe. Ein V8 mit Historie ist die richtige Wahl, ein Sechszylinder die günstige.
Der SD1 ist die Limousine, der man den Ferrari an der Nase ansieht.

Quellen
Was Leser über den Rover SD1 fragen
Warum erinnert der SD1 an einen Ferrari?
Weil David Bache sich bewusst an Sportwagen orientierte, unter anderem am Ferrari Daytona und an einer Studie von Pininfarina aus den späten 1960er Jahren. Die flache, spitze Front und die große Heckklappe geben der Limousine eine Form, die in dieser Klasse ungewöhnlich war.
Woher kommt der V8 im Rover 3500?
Ursprünglich von Buick: Rover kaufte die Rechte an dem Leichtmetall-V8 in den 1960er Jahren. Er arbeitete schon im P6 und im Range Rover und blieb bis in die 1990er Jahre im Programm. Im SD1 leistet er zunächst 155 PS und gibt der Limousine ihren Charakter.
Worauf achtet man beim Kauf eines SD1?
Auf Rost an Radläufen, Schwellern, Bodenblech, der Heckklappe und den Federaufnahmen, dazu auf die Elektrik. Die Verarbeitung der frühen Jahre war schlecht, späte Wagen aus Cowley sind besser. Ein V8 mit Historie ist die Wahl, ein Sechszylinder die günstige Alternative.