Was man über den Škoda Favorit wissen muss
- Ein Regierungsbeschluss vom Dezember 1982 gab den Auftrag für einen modernen Wagen mit Frontmotor und Frontantrieb.
- Die Karosserie entwickelte das Turiner Studio Bertone: für 28 Millionen Kronen entstanden 19 Prototypen in 4 Ausführungen.
- Ab August 1987 lief die Serie; bis September 1994 entstanden rund 783.200 Favorit.
- Mit dem Kombi Forman und den Nutzfahrzeugen kommt die Baureihe auf 1.077.100 Fahrzeuge.
Im Dezember 1982 beschloss die tschechoslowakische Regierung, dass Škoda einen modernen Wagen bauen sollte: Motor vorn, Antrieb vorn, große Heckklappe. Fünf Jahre später lief der Favorit an, und die Marke hatte den Anschluss an Westeuropa geschafft.
Die Karosserie aus Turin
Škoda beauftragte das Studio Bertone, das für 28 Millionen Kronen 19 Prototypen in 4 Ausführungen lieferte: Fließheck, Limousine, Kombi und Coupé. In Serie ging zunächst das Fließheck, später der Kombi Forman und die Nutzfahrzeugvarianten bis zum Pick-up.
Was der Wechsel bedeutete
Bis dahin baute Škoda Wagen mit Motor im Heck, deren Grundlage aus den 1960er Jahren stammte. Der Favorit brachte Frontantrieb, quer eingebauten Motor und eine Karosserie auf dem Stand der Zeit. Genau das machte die Marke 1991 für Volkswagen interessant.
Wie viele gebaut wurden
Zwischen August 1987 und September 1994 entstanden rund 783.200 Favorit. Mit dem Kombi Forman und den Nutzfahrzeugen kommt die Baureihe auf 1.077.100 Fahrzeuge. Nachfolger wurde 1994 der Felicia, das erste gemeinsam mit Volkswagen entwickelte Modell.
Daran erkennt man heute einen guten Favorit
Radläufe, Schweller, Bodenblech, Federbeindome und die hinteren Achsaufnahmen, dazu die Elektrik der frühen Baujahre. Die Technik ist einfach und billig. Wagen ab 1991 sind spürbar besser verarbeitet als frühe.
Der Favorit ist das Auto, mit dem Škoda den Motor nach vorn geholt hat.

Quellen
Was Leser über den Škoda Favorit fragen
Warum war der Favorit für Škoda so wichtig?
Weil er den Wechsel vom Heckmotor zum Frontantrieb vollzog. Bis dahin baute Škoda Wagen mit Motor hinten, die technisch aus den 1960er Jahren stammten. Der Favorit brachte die Marke auf den Stand der westeuropäischen Konkurrenz und machte sie für Volkswagen interessant.
Was hat Bertone am Favorit gemacht?
Das Turiner Studio entwickelte die Karosserieformen: Fließheck, Limousine, Kombi und Coupé, dazu mehrere Innenräume. Insgesamt entstanden 19 Prototypen für 28 Millionen Kronen. In Serie ging zunächst das Fließheck, später kam der Kombi Forman.
Worauf achtet man beim Kauf eines Favorit?
Auf Rost an Radläufen, Schwellern, Bodenblech, Federbeindomen und den hinteren Achsaufnahmen, dazu auf die Elektrik der frühen Baujahre. Die Technik ist einfach und billig. Wagen nach 1991, als Volkswagen einstieg, sind spürbar besser verarbeitet.

