Was man über die BMW K 75 wissen muss
- Die K 75 kam 1985, 2 Jahre nach der K 100, als kleinere Ausführung mit 3 statt 4 Zylindern.
- Der wassergekühlte Reihenmotor liegt flach im Rahmen, um 90 Grad nach links gekippt: 740 Kubik, 75 PS.
- Weil der Motor wie ein Stein aussieht, hieß die K-Reihe im englischen Sprachraum *Flying Brick*.
- Rund 68.000 Stück entstanden bis 1996, die meisten als RT mit Tourenverkleidung.
1983 stellte BMW die K 100 vor und brach mit dem Boxer: ein Reihenmotor, flach liegend, wassergekühlt, mit Einspritzung. 2 Jahre später folgte die kleinere Ausführung mit 3 Zylindern, und viele halten sie bis heute für die rundere Maschine.
Was die K 75 technisch ausmacht
Der Reihenmotor liegt um 90 Grad nach links gekippt im Rahmen, die Kurbelwelle läuft längs, der Kardan schließt ohne Umlenkung an. 740 Kubik, 75 PS bei 8.500 Touren, 68 Newtonmeter bei 6.750. Eine Ausgleichswelle nimmt dem Dreizylinder die Vibrationen, die der Vierzylinder der K 100 behielt.
Welche Ausführungen es gab
Die nackte K 75, die K 75 S mit kleiner Verkleidung, die K 75 C mit Cockpitverkleidung und ab 1990 die K 75 RT mit großer Tourenverkleidung, die zur meistverkauften wurde. Dazu kam die K 75 als Behördenmaschine, die man heute noch gelegentlich in Zivil findet.
Warum sie Flying Brick heißt
Im englischen Sprachraum nannte man die K-Modelle nach der Form ihres Motorblocks: ein liegender Ziegelstein. Der Spott blieb, die Maschinen auch, und heute ist der Name ein Erkennungszeichen der Szene.
Daran erkennt man heute eine gute K 75
Kühlsystem, Wasserpumpe, Lichtmaschine und Kardan sind die Punkte, an denen Arbeit anfällt. Der Motor läuft weit über 100.000 Kilometer, wenn Öl und Kühlmittel gepflegt wurden. Eine Maschine mit Historie in der Kartei sagt, ob sie Kurzstrecke oder Reise gefahren ist.
Die K 75 ist das Motorrad für alle, die nichts beweisen und weit fahren wollen.
Quellen
Was Leser über die BMW K 75 fragen
Warum liegt der Motor der K-Reihe?
Weil ein liegender Reihenmotor tief baut und den Schwerpunkt senkt. BMW kippte ihn um 90 Grad nach links, legte die Kurbelwelle längs und konnte den Kardan ohne Umlenkung anschließen. Das ergibt eine schmale Maschine mit ruhigem Lauf.
Was unterscheidet die K 75 von der K 100?
Ein Zylinder weniger und ein Motor, der ruhiger läuft. Der Dreizylinder mit Ausgleichswelle vibriert weniger als der Vierzylinder der K 100 und gilt vielen als die bessere Maschine. Sie ist etwas leichter und lief 5 Jahre länger im Programm.
Was prüft man beim Kauf einer K 75?
Den Zustand des Kardans, die Wasserpumpe, die Lichtmaschine und die Elektrik im Bereich der Zündung. Der Motor selbst hält lange, wenn das Kühlmittel gewechselt wurde. Bei der RT lohnt der Blick auf die Verkleidungsteile, die einzeln teuer sind.