Was man über die BMW R 100 wissen muss
- Der Liter-Boxer kam 1976 in der R 100/7 mit 60 PS; in der R 100 RS leistete er 70 PS.
- Die R 100 RS war das erste vollverkleidete Serienmotorrad der Welt, mit einer Verkleidung, die im Windkanal von Pininfarina entstand.
- 3 Bauformen am Heck: die Doppelschwinge bis 1984, ab 1980 der Monolever mit Einarmschwinge, ab 1988 der Paralever mit Gelenk.
- Die Reihe lief bis 1996 aus, zuletzt als R 100 R und R 100 Mystic. Danach übernahmen die Vierventil-Boxer.
Ein Motor, der seitlich aus dem Rahmen ragt, wird schnell zum Markenzeichen. Der Zweiventil-Boxer von BMW lief in seiner letzten Ausbaustufe mit 1.000 Kubik ab 1976 und blieb 20 Jahre im Programm. In dieser Zeit wurde er zum Motorrad für lange Strecken, für Reisen und schließlich für die Enduro-Welle.
Was die R 100 RS 1976 neu machte
BMW stellte die R 100 RS mit einer Vollverkleidung vor, die im Windkanal entstand: das erste Serienmotorrad der Welt mit dieser Ausstattung. Sie nimmt den Fahrtwind vom Oberkörper, hält den Regen ab und macht Tempo 160 zu einer Frage der Ausdauer statt der Kraft. 70 PS aus 980 Kubik trieben sie an.
Wie sich das Fahrwerk in 20 Jahren veränderte
Bis 1984 arbeitete hinten eine Doppelschwinge mit 2 Federbeinen. 1980 kam mit der R 80 G/S der Monolever, eine Einarmschwinge mit einem Federbein, die BMW danach auch in den Straßenmaschinen verwendete. 1988 folgte der Paralever mit zweitem Gelenk: Er nimmt dem Kardanantrieb das Aufstellen beim Gasgeben.
Welche Modelle es auf dem Liter-Boxer gab
R 100/7 und R 100 S als Anfang, die RS mit Vollverkleidung, die RT als Tourenmaschine mit hoher Scheibe, die GS als Enduro ab 1987, schließlich die R 100 R von 1991 als Roadster ohne Verkleidung und die Mystic von 1994 als Abschluss.
Daran erkennt man heute eine gute R 100
Die Papiere sagen, ob Ventile und Vergaser regelmäßig eingestellt wurden. Am Fahrzeug selbst zählen der Zustand des Kardans, die Dichtheit der Gabel, der Rahmen an den Schweißnähten und die Elektrik unter dem Tank. Eine Maschine mit Historie in der Kartei nimmt die Frage nach dem Vorleben heraus.
Die R 100 ist das Motorrad, das man auflädt und mit dem man losfährt, ohne zu rechnen.
Quellen
Was Leser über die BMW R 100 fragen
Was ist der Unterschied zwischen Monolever und Paralever?
Der Monolever von 1980 ist eine Einarmschwinge, der Paralever von 1988 fügt ein zweites Gelenk mit Drehmomentstütze hinzu. Damit steigt und sinkt das Heck beim Gasgeben und Bremsen deutlich weniger, was das Kardanmoment aus dem Fahrverhalten nimmt.
Welche BMW R 100 ist die gesuchteste?
Die R 100 RS der ersten Jahre mit der Vollverkleidung und die R 100 GS mit Paralever. Die RS steht für die Reiseidee der 1970er, die GS für die Enduro-Welle der 1980er; beide haben eigene Clubs und eigene Preise.
Was kostet der Unterhalt einer alten BMW R 100?
Wenig, wenn man selbst schraubt. Ventile stellen, Vergaser synchronisieren und Kardanöl wechseln sind Arbeiten für den eigenen Hof. Teile gibt es fast vollständig, auch neu; teuer wird nur, was am Rahmen und an der Verkleidung gemacht werden muss.