Was man über die BMW R 80 wissen muss
- Die R 80 trägt den Zweiventil-Boxer mit 800 Kubik und 50 PS, die mittlere Größe zwischen R 65 und R 100.
- 1980 kam die R 80 G/S: Straße und Gelände in einer Maschine, mit Monolever-Einarmschwinge und 21-Zoll-Vorderrad.
- Die G/S gewann die Rallye Paris–Dakar in den frühen 1980er Jahren mehrfach und begründete die Baureihe GS.
- Ab 1988 trägt die GS den Paralever; die Reihe lief bis 1996, bevor die Vierventil-Boxer übernahmen.
Zwischen der kleinen R 65 und der großen R 100 stand die R 80: 800 Kubik, 50 PS, ein Boxer, der nicht drängt, sondern zieht. Berühmt wurde nicht die Straßenmaschine, sondern was BMW 1980 daraus machte.
Was die R 80 im Programm war
Der Zweiventil-Boxer mit 797 Kubik kam 1977 und lief in Straßenmaschinen, Tourern und Enduros. Er ist die Ausführung, die man fährt, wenn 1.000 Kubik zu viel und 650 zu wenig sind: kräftig genug für die Autobahn, leicht genug für den Alltag.
Warum die R 80 G/S alles veränderte
1980 stellte BMW die R 80 G/S vor: Boxermotor, Kardan, 21-Zoll-Vorderrad, langer Federweg und die neue Monolever-Einarmschwinge. Damit ließ sich zum ersten Mal eine große Maschine im Gelände bewegen, ohne dass sie auf der Straße unbrauchbar wurde. Die Siege bei der Rallye Paris–Dakar machten aus der Idee ein Geschäft.
Vom Monolever zum Paralever
Die Einarmschwinge von 1980 spart Gewicht und Bauteile. Ab 1988 folgte der Paralever mit zweitem Gelenk, der das Aufstellen beim Gasgeben nimmt. Die R 100 GS übernahm ihn zuerst, die Straßenmodelle folgten.
Daran erkennt man heute eine gute R 80
Auf Kardan und Getriebeausgang hören, die Schwingenlager prüfen, die Gabel auf Dichtheit ansehen. Bei Geländemaschinen zusätzlich auf Rahmenrisse und ausgeschlagene Radlager achten. Wartungsbelege sind bei diesen Maschinen mehr wert als ein niedriger Kilometerstand.
Die R 80 G/S ist das Motorrad, das der Reiseenduro ihren Namen gegeben hat.
Quellen
Was Leser über die BMW R 80 fragen
Warum ist die R 80 G/S so wichtig für BMW?
Weil sie 1980 die große Reiseenduro erfunden hat. Vorher waren Enduros klein und einzylindrig; die G/S brachte Boxermotor, Kardan und Langstreckentauglichkeit ins Gelände. Aus ihr wurde die GS-Reihe, die bis heute das meistverkaufte Motorrad der Marke stellt.
Was bedeutet das G/S im Namen?
Gelände und Straße. BMW schrieb es mit Schrägstrich, weil die Maschine für beides gedacht war. Spätere Modelle heißen GS ohne Strich, mit dem Anspruch, dass die Straße die Hauptrolle spielt.
Was prüft man beim Kauf einer R 80?
Kardan, Getriebeausgang, Schwingenlager und den Zustand der Gabel. Bei der G/S kommen Rahmenrisse an den Aufnahmen und der Zustand der Speichenräder dazu. Ventilspiel und Vergasersynchronisation gehören zur Pflege, nicht zu den Mängeln.