Was man über den Prinz wissen muss
- Prinz I bis III von 1958 bis 1962, 94.549 Stück; Prinz 4 von 1961 bis 1973, rund 570.000 Stück, alle aus Neckarsulm.
- 583 cm³ Zweizylinder, luftgekühlt, quer im Heck, 20 bis 30 PS; der Prinz 4 mit 598 cm³ und 30 PS.
- 105 bis 118 km/h, 510 bis 570 Kilogramm, 0 auf 100 in 33 bis 53 Sekunden.
- Der Prinz 4 trug die Form von Claus Luthe nach dem Vorbild des Chevrolet Corvair, mit der Gürtellinie als Markenzeichen.
1957 kehrte NSU zum Auto zurück, mit einem Wagen, der einen Motorradmotor im Heck trug: 583 cm³, 2 Zylinder, luftgekühlt, quer eingebaut. Der Prinz war klein, leicht und sparsam, und 1961 bekam er die Form, die ihn berühmt machte: Claus Luthes Prinz 4 mit der Gürtellinie des Chevrolet Corvair.
Warum der Prinz ein Motorrad mit Dach war
Weil NSU ein Motorradhersteller war und der Motor die Handschrift trug: ein Paralleltwin mit der Nockenwelle über Ultramax-Schubstangen, mit Kupplung zwischen Schwungrad und zweitem Zylinder. Er saß quer im Heck, trieb die Hinterräder an und brachte den Prinz I auf 105 km/h. John Glenn fuhr einen Prinz I zur Arbeit, weil er sparsamer war als die Corvette seiner Kollegen.
Die Motoren
| Version | Leistung | Anmerkung |
|---|---|---|
| Prinz I | 20 PS | 583 cm³, 105 km/h, 53 Sekunden auf 100, 510 kg |
| Prinz II | 23 PS | 111 km/h, 44 Sekunden |
| Prinz 30 | 30 PS | 118 km/h, 33 Sekunden |
| Prinz 4 | 30 PS | 598 cm³, 116 km/h, 35 Sekunden, ab 1961 |
Wie sich ein Prinz heute fährt
Wie ein Motorrad mit vier Sitzen: laut, leicht, mit einem Motor, der drehen will, und einer Lenkung, die ohne Gewicht auf der Vorderachse leicht geht. Der Prinz 4 ist mit 570 Kilogramm und 30 PS ein Auto, das im Stadtverkehr mithält und auf der Landstraße Geduld braucht.
Das bleibt vom NSU Prinz
Er war der Wagen, mit dem NSU zum Autohersteller zurückkehrte, und die Basis für Prinz 1000, TT und TTS. Sein Nachfolger sollte das Projekt K 50 werden; nach der Fusion mit Audi wurde daraus der Audi 50. Gute Prinz 4 gibt es noch, ein Prinz I bis III ist die Rarität.
Was heute beim Prinz zählt
- Rost an Schwellern, Böden, Radläufen, Kofferraum und Scheibenrahmen.
- Motor: Ventilspiel, Kühlluftführung, Vergaser, Kupplung.
- Getriebe: Beim Prinz I bis III unsynchronisiert, beim Prinz 4 voll.
- Version: Prinz 30 und Prinz 4 belegen, Motoren wurden getauscht.
Der Prinz ist das Motorrad, das NSU zum Auto machte. In der Kartei steht er als der Kleinwagen mit dem Twin im Heck.

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Quellen
Was Käufer vor dem ersten Prinz fragen
Prinz I bis III oder Prinz 4?
Der frühe Prinz mit 20 bis 23 PS ist der rundliche NSU des Wirtschaftswunders und die Rarität. Der Prinz 4 mit 30 PS ist der Wagen mit der Corvair-Form, der über ein Jahrzehnt lief und heute leichter zu finden und zu versorgen ist.
Wo rostet der Prinz?
An den Schwellern, den Bodenblechen, den Radläufen, dem vorderen Kofferraumboden und rund um die Scheiben. Die Karosserie ist selbsttragend und leicht, ein durchgerosteter Prinz ist ein Ersatzteilspender.
Was ist mit dem Motor?
Ein luftgekühlter Paralleltwin mit obenliegender Nockenwelle über die Ultramax-Schubstangen, ein Motorradmotor mit Kupplung zwischen Schwungrad und zweitem Zylinder. Ventilspiel und Kühlluft sind alles, sonst hält er.
Und die großen Prinz?
Sport-Prinz, Prinz 1000, TT und TTS sind eigene Kapitel: Vierzylinder, mehr Leistung und heute die gesuchten NSU. Der Prinz 4 ist der bezahlbare Einstieg in die Marke.


