Was man über den NSU Ro 80 wissen muss
- Der Ro 80 kam im September 1967 auf der IAA: Zweischeiben-Wankelmotor mit 115 PS, Halbautomatik mit Dreigang, Frontantrieb, Scheibenbremsen rundum und eine Form von Claus Luthe, die 20 Jahre voraus war.
- Auto des Jahres 1968, die erste deutsche Limousine mit dem Titel; die Form mit Cw 0,355 wurde zur Vorlage für den Audi 100 C3.
- Die Dichtleisten der frühen Motoren hielten oft keine 50.000 Kilometer; NSU tauschte Motoren auf Garantie, bis das Werk 1969 in Audi aufging.
- 37.398 Stück bis 1977; heute ist der Ro 80 mit spätem Motor ein zuverlässiger Klassiker, und einer der schönsten Wagen seiner Zeit.
Der Ro 80 war das Auto, das die Zukunft zeigte und daran zerbrach. NSU stellte ihn im September 1967 vor: ein Zweischeiben-Wankelmotor mit 115 PS, leise wie eine Turbine, eine Halbautomatik mit Kupplung im Schaltknauf, Frontantrieb, Scheibenbremsen rundum, und eine Karosserie von Claus Luthe, die mit ihrer keilförmigen Linie und einem Cw-Wert von 0,355 20 Jahre voraus war. Auto des Jahres 1968.
Was den Ro 80 ausmachte: Wankel und Form
Warum der Wankelmotor den Ro 80 groß und klein machte
Felix Wankels Motor hatte keine Kolben: dreieckige Läufer in ovalen Kammern, Verbrennung ohne Auf und Ab, ein Klang wie ein Elektromotor. Der Ro 80 fuhr damit 180 km/h und lief seidig, bis die Dichtleisten an den Läuferecken verschlissen, oft unter 50.000 Kilometern. NSU tauschte Motoren auf Garantie, die Kunden grüßten sich mit erhobenen Fingern für die Zahl ihrer Motoren, und 1969 ging NSU in Audi auf. Ab 1970 hielten die Motoren.
Was die Form vom NSU Ro 80 besonders macht
Luthes Karosserie war das andere Vermächtnis: die tiefe Front, das hohe Heck, die große Glasfläche, eine Form, die im Audi 100 C3 von 1982 wiederkehrte und in jedem Auto der Achtziger. Der Ro 80 sah 1967 aus wie ein Auto von 1985.

Das bleibt vom NSU Ro 80
37.398 Stück entstanden bis 1977. Der Ro 80 ist heute ein Klassiker mit Ruf: Mit spätem Motor oder überholten Dichtleisten zuverlässig, mit einer Szene, die den Wankel versteht, und mit einer Form, die jedes Treffen bemerkt.
Was heute beim NSU Ro 80 zählt
- Rost an Schwellern, Bodenblechen, Radläufen, Federbeindomen, Scheibenrahmen und Kofferraum.
- Wankel: Dichtleisten, Kompression je Kammer, warmfahren, ein belegter Motor ist der Wert.
- Halbautomatik und Elektrik der Sechziger brauchen Kenner.
Der Ro 80 ist das Auto, mit dem NSU alles richtig und alles falsch machte. In der Kartei steht er als Klassiker mit Läufern statt Kolben, und mit einer Form, die die Achtziger erfand.

Foto: Riley from Christchurch, New Zealand · CC BY 2.0
Quellen
Was Leser über den NSU Ro 80 fragen
Was ist der Wankelmotor?
Ein Motor ohne Kolben: Dreieckige Läufer drehen sich in ovalen Kammern und erzeugen Verbrennungen ohne Auf und Ab, leise, vibrationsarm, klein. Felix Wankel erfand ihn, NSU baute ihn im Spider und im Ro 80, Mazda perfektionierte ihn im RX-7.
Warum hatte der Ro 80 Probleme?
Die Dichtleisten an den Ecken der Läufer verschlissen bei den frühen Motoren schnell, oft unter 50.000 Kilometern; dazu kam falsches Fahren mit kaltem Motor. NSU tauschte auf Garantie, der Ruf war dahin, das Werk ging in Audi auf. Ab 1970 hielten die Motoren mit neuen Dichtleisten.
Was rostet am Ro 80?
Die Schweller, die Bodenbleche, die Radläufe, die Federbeindome, die Frontscheibenrahmen und die Kofferraumecken, der Ro 80 rostet wie ein Auto der späten Sechziger. Der Motor ist heute mit Fachwissen das kleinere Thema.


