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Standplatten und Reifenalter: Warum Oldtimer-Reifen anders altern

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Dienstwissen: DOT-Nummer lesen, Standplatten vermeiden, wann Reifen wirklich zu alt sind

· 12.09.2026 · aktualisiert 13.09.2026

Was man über alte Reifen wissen muss

Der Reifen ist das einzige Teil des Autos, das die Straße berührt, und am Klassiker meistens das älteste Verschleißteil. Reifen mit 10 Millimetern Profil und 15 Jahren auf dem Buckel sind häufig. Sie sehen gut aus. Sie sind gefährlich.

Wie Reifen altern, auch im Stand

Die Weichmacher im Gummi verflüchtigen sich mit der Zeit, das Material wird hart, verliert Grip und bekommt feine Risse, erst in den Rillen, dann an der Flanke. UV-Licht, Ozon und Wärme beschleunigen das. Ein Reifen, der jahrelang wenig gefahren wurde, altert schneller als einer im täglichen Einsatz, weil die Bewegung die Weichmacher an die Oberfläche bringt.

Wie man das Reifenalter liest und Standplatten vermeidet

Wie man die DOT-Nummer liest

Auf der Flanke steht eine Kennung, die mit DOT beginnt und mit 4 Ziffern endet. Die ersten 2: Kalenderwoche. Die letzten 2: Jahr. Dreistellige Angaben stammen aus den Neunzigern oder davor, und gehören ins Museum.

Wie Standplatten entstehen und wie man sie vermeidet

Ein Reifen, der monatelang auf derselben Stelle steht, verformt sich dort. Bei leichten Fällen rumpelt der Wagen die ersten Kilometer und fährt sich dann rund. Bleibt es, ist die Karkasse geschädigt. Vorbeugen: 3 bis dreieinhalb bar für die Standzeit, den Wagen gelegentlich bewegen oder aufbocken.

Wann Oldtimer-Reifen getauscht werden

Diese Reifendimension ist die richtige

Für das H-Kennzeichen zählt die zeitgenössische Bereifung; die Größen stehen im Fahrzeugbrief oder in der ABE. Diagonalreifen für Vorkriegswagen, Radialreifen in klassischen Größen für die Nachkriegszeit, mehrere Hersteller fertigen sie neu. Sie fahren sich besser als jeder alte Reifen, den man behalten hat, um das Original zu wahren.

Reifenalter und Reifenwechsel gehören in die Historie: Wer den Wagen kauft, will wissen, worauf er steht.

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In einem SatzReifen altern auch ohne Fahren: Die Gummimischung wird hart und rissig, der Grip sinkt, und irgendwann gibt die Karkasse nach.

Was Leser über alte Reifen fragen

Wie alt dürfen Reifen am Oldtimer sein?

Das Gesetz lässt das Reifenalter bei Pkw in Deutschland offen; Sachverständige und Hersteller empfehlen, Reifen nach spätestens 10 Jahren zu ersetzen, unabhängig vom Profil. Ab 6 Jahren sollte man sie regelmäßig auf Risse prüfen.

Wo steht das Alter eines Reifens?

In der DOT-Kennung auf der Reifenflanke, am Ende: 4 Ziffern, die ersten 2 die Kalenderwoche, die letzten 2 das Jahr. „2318“ heißt Woche 23 des Jahres 2018. Ältere Reifen mit dreistelliger Angabe stammen aus dem letzten Jahrhundert.

Was hilft gegen Standplatten?

Reifendruck auf 3 bis dreieinhalb bar erhöhen, den Wagen alle paar Wochen ein Stück rollen oder ihn aufbocken. Leichte Standplatten verschwinden nach einigen Kilometern Fahrt; bleibende sind ein Zeichen für eine geschädigte Karkasse.

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