Strecke für alte Wagen, Tankstellen und Pausen, das Roadbook, die Kolonne, der Besenwagen, Wetter und Werkzeug: die Ausfahrt, die allen Spaß macht
Patinamore-Redaktion · 12.09.2026 · aktualisiert 13.09.2026
Was man über die Ausfahrt wissen muss
- Eine Ausfahrt ist ein Treffen, das fährt: 150 bis 250 Kilometer Landstraße, 3 Pausen, ein Ziel mit Kaffee, und eine Gruppe, die zusammenbleibt.
- Die Strecke folgt dem langsamsten Wagen: Landstraßen, keine Autobahn, Steigungen mit Bedacht, Tankstellen alle 100 Kilometer, Pausen alle 60.
- Das Roadbook mit Kilometerangaben und Skizzen macht die Kolonne unabhängig; ein Besenwagen mit Werkzeug, Seil und Anhängerkupplung fährt hinten.
- Die schönste Ausfahrt ist die, nach der alle ankommen, mit Fotos, einer Einkehr und einem Eintrag im Fahrzeugbuch.
Ein Treffen steht, eine Ausfahrt fährt: 20 Wagen auf Landstraßen, 200 Kilometer, 3 Pausen, ein Ziel mit Kaffee. Die Ausfahrt ist das, wofür man den Wagen hat, und sie braucht einen, der plant. Hier ist, wie.
Wie die Route entsteht
So sieht die richtige Strecke aus
Landstraßen, Kurven, Alleen, Aussicht; keine Autobahn, keine Innenstädte, keine Baustellen. 150 bis 250 Kilometer am Tag für gemischte Gruppen, Steigungen mit Bedacht (ein Käfer mit 34 PS kriecht), Pausen alle 60 Kilometer, Tankstellen mit Super alle 100 (bleifrei mit Additiv oder E5 für die alten). Die Strecke vorher abfahren, mit einem modernen Wagen, um die Zeit zu messen, und mit einem alten, um sie zu fühlen.
Was ins Roadbook gehört
Kilometerangaben ab Start, Skizzen der Abbiegungen (Tulpen), Ortsnamen, Pausenorte, Tankstellen, Notfallnummern, auf Papier, in Klarsichthülle, für jeden Wagen. Wer ein Roadbook hat, braucht die Kolonne nicht; wer nur der Kolonne folgt, verliert sie an der zweiten Ampel. GPS-Tracks als Ergänzung für die, die es mögen.
So hält die Gruppe unterwegs zusammen
Wie die Gruppe zusammenbleibt
Bis 8 Wagen Kolonne mit Abstand; ab 10 frei mit Roadbook und Treffpunkten. Die Regel, die alle rettet: Jeder wartet an der nächsten Abbiegung, bis der Hintermann sie gesehen hat. So verliert die Gruppe niemanden und blockiert nichts. Ein Briefing am Start: Regeln, Strecke, Pausen, Nummern.

Das gehört in den Besenwagen
Fährt hinten, hat Werkzeug, Seil, Starthilfekabel, Wagenheber, Ersatzteile für die gängigen Modelle (Keilriemen, Kerzen, Kontakte), Kontaktspray, Kabelbinder, Panzertape, Wasser, Öl, Handschuhe, Erste Hilfe, Feuerlöscher, ein Handy mit Empfang und die Nummer des Abschleppdienstes. Am besten ein moderner Wagen mit Anhängerkupplung, und ein Fahrer, der schrauben kann.
Was Wetter, Einkehr und Versicherung verlangen
Regen: Die Ausfahrt findet statt, Cabrios geschlossen, Pausen unter Dach. Die Einkehr vorher reservieren mit Parkplatz für 20 Wagen, ein Gasthaus mit Wiese ist das Ziel. Versicherung: Jeder Wagen fährt auf seiner; für organisierte Veranstaltungen ab einer Größe braucht der Veranstalter eine Haftpflicht.
Das ist nach der Ausfahrt zu tun
Fotos, die Strecke, der Tag als Eintrag im Fahrzeugbuch jedes Wagens: „Ausfahrt Weserbergland, 210 Kilometer, 1 Keilriemen, 0 Pannen.“ Und die nächste im Kalender, auf Patinamore, damit andere sie finden.
Eine Ausfahrt ist eine Strecke, die alle schaffen, mit Pausen, die alle brauchen, und einem Ziel, das alle wollen. Wer sie plant, hat den Tag, und die Gruppe.

Quellen
Was Leser über die Ausfahrt fragen
Wie lang darf eine Ausfahrt sein?
Für gemischte Gruppen mit Wagen der Fünfziger bis Achtziger: 150 bis 250 Kilometer am Tag, mit 3 Pausen von je 30 bis 60 Minuten. Ein Käfer mit 34 PS fährt 70 im Schnitt, ein Mercedes 280 SL 90, die Strecke folgt dem langsamsten. Zweitagesausfahrten mit Übernachtung sind die schönsten.
Kolonne oder frei fahren?
Bis 8 Wagen Kolonne mit Abstand und Sicht auf den Hintermann; ab 10 Wagen frei mit Roadbook und Treffpunkten, weil eine lange Kolonne den Verkehr blockiert und an jeder Ampel reißt. Die Regel: Jeder wartet an der nächsten Abbiegung auf den Hintermann, so verliert die Gruppe niemanden.
Was gehört in den Besenwagen?
Werkzeugkasten, Abschleppseil, Starthilfekabel, Wagenheber, Ersatzkeilriemen und Zündkerzen für die gängigen Modelle, Kontaktspray, Kabelbinder, Panzertape, 5 Liter Wasser, Öl, Bremsflüssigkeit, Handschuhe, Warndreieck, Erste-Hilfe-Kasten, Feuerlöscher, ein Handy mit Empfang, und die Nummer des Abschleppdienstes.
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