Über 240 Teams starten aus mehreren europäischen Städten, treffen sich unterwegs und fahren nachts über die Pässe. Was die Rallye verlangt und wer sie gewinnt
Patinamore-Redaktion · 20.09.2026 · aktualisiert 20.09.2026
Vier Sätze zur Monte
- Die 29. Ausgabe läuft vom 27. Januar bis 3. Februar 2027, ausgerichtet vom Automobile Club de Monaco.
- Gestartet wird als Sternfahrt aus mehreren europäischen Städten, mit einem gemeinsamen Etappenort auf dem Weg nach Monaco.
- Gewertet wird Gleichmäßigkeit, nicht Tempo: 2026 entschieden 17 Prüfungen über das Ergebnis, einige davon bis in die Nacht.
- Der Col de Turini auf 1.607 Metern und der Col de Braus auf 1.002 Metern sind die Pässe, an denen sich die Rallye entscheidet.
Es gibt Rallyes, die im Sommer über Landstraßen rollen, und es gibt diese eine, die im Januar über vereiste Pässe geht. Die Monte-Carlo Historique hält an dem fest, was die Rallye einmal groß gemacht hat: an der Sternfahrt, am Winter und an der Nacht.
Was die Sternfahrt bis heute besonders macht
Die Teams starten in verschiedenen europäischen Städten und fahren auf eigenen Wegen zum gemeinsamen Etappenort. Wer aus dem Norden kommt, hat andere Straßen und anderes Wetter hinter sich als der, der aus dem Süden anreist. Erst danach fährt das Feld dieselben Prüfungen.
Das klingt nach Folklore und ist eine ernsthafte Aufgabe: Die Anfahrt ist kein Transport, sondern Teil der Veranstaltung.
Wo die Rallye entschieden wird
| Kriterium | Was dahintersteht |
|---|---|
| Termin 2027 | 27. Januar bis 3. Februar, die 29. Ausgabe |
| Feld | 244 Teams waren 2026 am Start |
| Wertung | 17 Gleichmäßigkeitsprüfungen, einige bis in die Nacht |
| Pässe | Col de Turini auf 1.607 Metern, Col de Braus auf 1.002 Metern |
| Wetter | Von Sonnenschein bis Schneechaos, innerhalb derselben Ausgabe |
Warum hier so viele Marken gewinnen
- 6Porsche
- 4BMW
- 4Alfa Romeo
- 3Lancia
- 3Austin
- 2Volkswagen
- 2Fiat
Als Tabelle
| Modell | Prüfungssiege 2026 |
|---|---|
| Porsche | 6 |
| BMW | 4 |
| Alfa Romeo | 4 |
| Lancia | 3 |
| Austin | 3 |
| Volkswagen | 2 |
| Fiat | 2 |
Sieben von neun Marken in der Wertung haben mindestens eine Prüfung gewonnen. Das ist die klarste Auskunft darüber, was Gleichmäßigkeit belohnt: nicht Leistung, sondern Beherrschung. Ein Austin gewinnt hier gegen einen Porsche, wenn die Crew ihre Sekunden besser im Griff hat.
Was der Winter aus einer Prüfung macht
Schnee und Eis verschieben die ganze Rechnung. Eine Kurve, in der du im Sommer zwei Sekunden gutmachst, kostet dich im Januar zehn. Deutsche Crews berichten von Läufen, in denen sie nach der Hälfte unter den ersten zwanzig lagen und nach einem Rutscher weit zurückfielen. Genau deshalb fahren viele die Monte mehrfach: Der zweite Anlauf ist der, in dem man weiß, wann man das Gas stehen lässt.

Foto: Yannis Zaugg · Unsplash License
Quellen
Was Zuschauer und Einsteiger zur Monte fragen
Was ist eine Sternfahrt?
Die Teams starten nicht an einem Ort, sondern in mehreren europäischen Städten und fahren auf eigenen Routen zu einem gemeinsamen Etappenort. Erst dort wird das Feld eins. Die historische Monte hält an diesem Format fest, das die Rallye in ihren frühen Jahren geprägt hat.
Wie groß ist das Feld?
2026 waren 244 Teams sechs Tage lang unterwegs, vom 29. Januar bis 7. Februar. Die Streuung im Feld ist bemerkenswert: Von neun Marken in der Wertung gewann sieben mindestens eine der 17 Prüfungen, Porsche sechs, BMW und Alfa Romeo je vier, Lancia und Austin je drei, Volkswagen und Fiat je zwei.
Wie riskant ist Winterrallye wirklich?
Das Wetter entscheidet mit. 2026 reichten die Bedingungen von hellem Sonnenschein bis zum Schneechaos. Ein deutsches Duo lag nach sechs Prüfungen unter den ersten 20 und verlor die Platzierung durch einen Rutscher im Schnee in der zwölften Prüfung.
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