Österreichs bekannteste Winterrallye fährt im Januar über Flugfeld, Trabrennbahn und Skipiste. Was 36 Sonderprüfungen bei Minusgraden von einer Crew verlangen
Patinamore-Redaktion · 20.09.2026 · aktualisiert 20.09.2026
Vier Sätze zur Planai-Classic
- Die nächste Ausgabe läuft vom 14. bis 16. Januar 2027, Nennschluss ist der 15. November 2026.
- Gefahren wird ohne Allrad und ohne elektronische Hilfen, zugelassen sind Fahrzeuge bis Baujahr 1976.
- 2025 standen 60 Teams am Start und fuhren 330 Kilometer mit 36 Sonderprüfungen, vier davon auf gesperrten Winterpisten.
- Die Strecke führt bis auf 1.700 Meter, über Dachstein- und Planaistraße, das Flugfeld Niederöblarn und die Trabrennbahn Gröbming.
Im Januar ist das Ennstal ein Ort, an dem die meisten Klassiker in der Garage stehen. Genau dann fährt die Planai-Classic. Drei Tage, 330 Kilometer, und Prüfungen auf Flächen, die sonst niemand befährt: ein Flugfeld, eine Trabrennbahn, eine gesperrte Skipiste.
Was der Winter mit einer Gleichmäßigkeitsprüfung macht
Auf trockener Straße misst eine Prüfung, wie gut du rechnest. Auf Schnee misst sie, wie gut du den Grip einschätzt. Die Rallye fährt ohne Allrad und ohne elektronische Helfer, und damit entscheidet das, was in den Siebzigern jeder Autofahrer im Januar konnte: früh bremsen, sanft lenken, das Heck kommen sehen, bevor es kommt.
Die Veranstalter nennen es Autofahren wie früher. Wer einmal bei minus zehn Grad auf einer Trabrennbahn seine Linie gesucht hat, weiß, dass das kein Marketing ist.
Wie die drei Tage aufgebaut sind
| Kriterium | Was dahintersteht |
|---|---|
| Termin | 14. bis 16. Januar 2027, Nennschluss 15. November 2026 |
| Strecke | 330 Kilometer durch die Region Schladming-Dachstein |
| Prüfungen | 36 Sonderprüfungen, vier davon auf gesperrten Winterpisten |
| Höhe | Bis auf 1.700 Meter über Dachstein- und Planaistraße |
| Feld | 60 Teams standen 2025 auf der Startliste |
| Zugelassen | Fahrzeuge bis Baujahr 1976, ohne Allrad und ohne Elektronik |
Wie hart ein Jahrgang werden kann
- 2017Über 30 Zentimeter Schnee, dichtes Treiben, minus 10 Grad, starker Wind
- 202560 Teams, 330 Kilometer, 36 Prüfungen
Zwischen diesen beiden Jahren liegt die ganze Spannweite. Eine Winterrallye lässt sich nicht bestellen: Manche Ausgaben laufen unter blauem Himmel, andere im Schneesturm auf 1.700 Metern. Beides gehört zur Anmeldung dazu.
Für wen sich das lohnt
- Die eingespielte CrewDrei Tage, an denen Vertrauen zwischen Fahrer und Beifahrer zählt
- Der WinterfahrerFlächen, auf denen man legal und gesichert am Limit üben darf
- Der TechnikerEine Standheizung, eine geprüfte Batterie und gute Reifen als Erfolgsfaktoren
- Der SchönwetterfahrerEine Rallye, die ihn im Juli wieder gerne sieht
Was vor der Nennung zu klären ist
Drei Dinge entscheiden mehr als das Fahrkönnen: Reifen, Heizung und Sicht. Ein Klassiker ohne funktionierende Lüftung wird bei minus zehn Grad innen weiß, und wer nichts sieht, fährt keine Prüfung. Wer das im Herbst prüft, hat im Januar Zeit für das, was zählt.

Foto: Balkan Campers · Unsplash License
Quellen
Was Crews vor ihrer ersten Winterrallye fragen
Was bedeutet Fahren ohne elektronische Hilfen?
Kein ABS, keine Traktionskontrolle, kein Allrad. Was bremst, sind vier Räder und ein Fahrer, der früh genug vom Gas geht. Die Veranstalter beschreiben es als Autofahren wie früher, als Winter noch ein Abenteuer war, und meinen das wörtlich.
Wie extrem wird das Wetter?
2017 lagen über 30 Zentimeter Schnee auf der Strecke, dazu dichtes Schneetreiben, minus zehn Grad und starker Wind. In solchen Jahren entscheidet Orientierung mehr als Fahrkönnen. Es gibt auch Ausgaben mit Sonne über dem Ennstal, planen lässt sich das nicht.
Welche Reifen brauche ich?
Die Veranstalter fassen ihre Rallye selbst als Stoppuhr und Spikes zusammen. Für die Prüfungen auf gesperrten Pisten ist entsprechende Bereifung der Unterschied zwischen Fahren und Rutschen, auf der öffentlichen Straße gelten die Regeln Österreichs.
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