Was man über den Camaro der ersten Generation wissen muss
- Der Camaro kam im September 1966 zum Modelljahr 1967, 2 Jahre nach dem Ford Mustang, als Chevrolets Pony Car.
- Die Ausstattungen heißen SS für Leistung, RS für Klappscheinwerfer und Zierrat, Z/28 für die Rennstrecke.
- Stückzahlen: 220.906 Wagen 1967, 235.147 1968 und 243.085 1969.
- Der Z/28 lief 1967 in 602, 1968 in 7.199 und 1969 in 19.014 Stück; vom ZL-1 mit Aluminium-Block entstanden 69 Wagen.
Ford brachte 1964 den Mustang und verkaufte ihn schneller, als General Motors reagieren konnte. 2 Jahre später stand die Antwort bei den Chevrolet-Händlern: der Camaro, ein Coupé auf kurzem Radstand mit langer Haube, das mit derselben Idee arbeitete und sie im Rennsport weiter trieb.
Was der Camaro 1967 mitbrachte
Der Wagen kam als Coupé und als Cabriolet, mit Sechszylindern für die Vernunft und V8 für alles andere. Die Ausstattungen ließen sich frei kombinieren: SS für Leistung, RS für die Klappscheinwerfer und den Zierrat, Z/28 für den Motorsport.
Warum der Z/28 wichtig ist
Für die Trans-Am-Serie galt eine Hubraumgrenze von 5 Litern. Chevrolet setzte deshalb einen 302er-V8 aus der Kurbelwelle des 283 und dem Block des 327 zusammen, dazu ein straffes Fahrwerk und bessere Bremsen. 1967 verließen nur 602 Wagen so das Werk, 1969 waren es 19.014.
Der seltenste von allen
Der ZL-1 von 1969 trug einen 427er-V8 mit Block aus Aluminium. 69 Wagen entstanden, und sie gehören heute zu den teuersten amerikanischen Autos ihrer Zeit.
Daran erkennt man heute einen guten Camaro I
Zuerst die Papiere: Fahrgestellnummer und Trim Tag sagen, ob ein SS ein SS ist. Dann der Rost in den Bodenblechen, den Radläufen hinten und um die Heckscheibe. Technik und Blech gibt es als Nachfertigung fast vollständig, was den Camaro zu einem der einfachsten Restaurierungsobjekte macht.
Der Camaro ist der Wagen, mit dem Chevrolet zwei Jahre Rückstand in zwei Saisons aufholte.
Quellen
Was Leser über den Camaro der ersten Generation fragen
Was bedeutet Z/28 beim Camaro?
Es ist die Bestellnummer des Pakets, mit dem der Camaro in der Trans-Am-Serie starten durfte. Dazu gehörten der 302er-V8 unter der dortigen Hubraumgrenze, ein strafferes Fahrwerk und Bremsen. Chevrolet verkaufte damit einen fast rennfertigen Wagen über jeden Händler.
Was ist der Unterschied zwischen SS und RS?
SS steht für Super Sport und meint Motor, Fahrwerk und Auspuff, RS für Rally Sport und meint das Aussehen, vor allem die Klappscheinwerfer. Beide ließen sich zusammen bestellen, der RS/SS ist deshalb keine Seltenheit.
Worauf achtet man beim Kauf eines Camaro der ersten Generation?
Auf die Nummern und auf den Rost. Viele Wagen wurden zu Z/28 oder SS umgebaut; die Fahrgestellnummer und der Trim Tag sagen, was ab Werk verbaut war. Rost sitzt in den Bodenblechen, den hinteren Radläufen, den Kotflügelspitzen und im Bereich der Heckscheibe.




