Was man über die Corvette C2 wissen muss
- Die C2 kam 1963 und heißt Sting Ray: zum ersten Mal gab es die Corvette auch als Coupé, nicht nur als Cabriolet.
- Das Coupé von 1963 trägt die geteilte Heckscheibe. Sie verschwand schon 1964 wieder, weil der Steg die Sicht nahm.
- Hinten arbeitet erstmals eine Einzelradaufhängung statt einer Starrachse, was die Corvette fahrbar machte.
- 117.964 Stück entstanden bis Juli 1967, davon 45.546 Coupés.
Es gibt Autos, deren Wert an einem einzigen Detail hängt. Bei der Corvette C2 ist es ein Blechsteg in der Heckscheibe, den es nur im Modelljahr 1963 gab. Wer ihn hat, zahlt ein Vielfaches, und wer ihn nicht hat, fährt denselben Wagen mit besserer Sicht.
Was die C2 1963 zur Sting Ray machte
Zum ersten Mal gab es die Corvette als Coupé, gezeichnet nach der Linie des Rennwagens Sting Ray von Bill Mitchell und Larry Shinoda. Die Karosserie besteht wie zuvor aus glasfaserverstärktem Kunststoff, der Rahmen ist neu, der Radstand kürzer als bei der C1.
Warum das Fahrwerk der eigentliche Fortschritt ist
Hinten arbeitet erstmals eine Einzelradaufhängung mit Querblattfeder statt der alten Starrachse. Damit hält die Corvette auch dort Spur, wo sie vorher versetzte. Zusammen mit den Scheibenbremsen ab 1965 wurde aus dem schnellen Cabriolet ein Sportwagen.
Welche Motoren die C2 hatte
Die Small-Block-V8 mit 5,4 Litern bilden die Basis, ab 1965 kommen die Big Blocks mit 6,5 und ab 1966 mit 7,0 Litern dazu. Die Spitzenausführungen leisten über 400 PS, die Einspritzung der frühen Jahre ist eine Seltenheit für Sammler.
Daran erkennt man heute eine gute C2
Der Rahmen, besonders an den hinteren Enden, und die Papiere. Karosserieteile aus Kunststoff gibt es neu, alles Technische ebenfalls. Was den Preis macht, ist die Frage, ob der Motor der ist, mit dem der Wagen das Werk verließ.
Die C2 ist die Corvette, bei der aus einem Kraftpaket ein Sportwagen wurde.

Foto: Todor Andonov · Unsplash License
Quellen
Was Leser über die Corvette C2 fragen
Warum ist das Split Window von 1963 so gesucht?
Weil es die geteilte Heckscheibe nur in diesem einen Modelljahr gab. Der Steg in der Mitte war eine Design-Entscheidung von Bill Mitchell, die Sicht nach hinten litt darunter, und 1964 ersetzte Chevrolet sie durch eine durchgehende Scheibe. Was selten ist und gut aussieht, wird teuer.
Was ist an der C2 technisch neu?
Die Einzelradaufhängung hinten mit Querblattfeder. Vorher hatte die Corvette eine Starrachse und fuhr sich entsprechend. Mit der C2 wurde sie zum Sportwagen, der auch auf welliger Straße Spur hält.
Worauf achtet man beim Kauf einer C2?
Auf den Rahmen und die Nummern. Die Karosserie besteht aus Kunststoff und rostet nicht, der Rahmen darunter schon, besonders an den hinteren Enden. Motor- und Getriebenummern entscheiden über den Wert, weil Big-Block-Umbauten häufig sind.




