Was man über den Camaro der zweiten Generation wissen muss
- Die zweite Generation kam 1970 und blieb 11 Jahre, länger als jede andere Camaro-Reihe davor.
- Die geteilte Stoßstange der Jahre 1970 bis 1973 gehörte zum RS-Paket und ist heute die gesuchteste Front.
- 1974 kamen die schweren Stoßfänger der neuen Vorschriften; der Wagen wirkt seither massiger.
- Der Z28 pausierte 1975 und 1976 und kam 1977 als Paket für Fahrwerk und Auftritt zurück.
1970 stellte Chevrolet einen Camaro vor, der nichts mehr mit dem kantigen Vorgänger zu tun hatte: länger, flacher, mit einer Linie, die eher nach Europa als nach Detroit aussah. Die Baureihe blieb 11 Jahre im Programm und erlebte dabei die Ölkrise, neue Abgasnormen und Stoßstangenvorschriften.
Was den Camaro II 1970 auszeichnete
Das Coupé bekam ein Fließheck ohne Cabriolet daneben, dazu eine Karosserie mit langer Haube und kurzem Deck. Im RS-Paket saß vorn die geteilte Stoßstange, die dem Wagen sein bekanntestes Gesicht gab. Unter der Haube arbeiteten Sechszylinder und V8 bis 6,6 Liter.
Wie Vorschriften das Auto veränderten
1974 zwangen neue Regeln zu Stoßfängern, die Aufprallenergie aufnehmen. Der Camaro bekam sie vorn und hinten, wurde länger und wirkte schwerer. Gleichzeitig sank die Leistung der Motoren durch Abgasnormen und niedrigere Verdichtung.
Der Z28 und seine Pause
Bis 1974 stand der Z28 für Leistung. 1975 und 1976 fiel er aus dem Programm. 1977 kam er zurück, jetzt mit dem 350er-V8 als Paket für Fahrwerk, Bremsen und Auftritt. Bis 1981 blieb er in dieser Rolle.
Daran erkennt man heute einen guten Camaro II
Bodenbleche, Radläufe hinten, der Bereich hinter den Vorderrädern und die Heckscheibe. Die Papiere entscheiden, ob ein Z28 einer ist. Für die Restaurierung gibt es fast alles, was der Wagen braucht, als Nachbau.
Der Camaro II ist das amerikanische Coupé, das sich 11 Jahre lang an neue Regeln gewöhnen musste.

Quellen
Was Leser über den Camaro der zweiten Generation fragen
Was ist ein Split Bumper Camaro?
Ein Camaro der Jahre 1970 bis 1973 mit der geteilten vorderen Stoßstange aus dem RS-Paket. Statt einer durchgehenden Stange sitzen 2 kurze Hörner links und rechts des Grills. Diese Front gilt als die schönste der Baureihe und kostet auf dem Markt entsprechend.
Warum gab es 1975 und 1976 keinen Z28?
Weil Abgasnormen und Ölkrise die Leistung der großen V8 kassiert hatten. Chevrolet nahm das Paket aus dem Programm und brachte es 1977 zurück, diesmal als Angebot für Fahrwerk und Optik statt für rohe Leistung.
Worauf achtet man beim Kauf?
Auf Rost in den Bodenblechen, hinter den Vorderrädern, an den hinteren Radläufen und im Bereich der Heckscheibe. Dazu auf die Papiere: Umbauten zum Z28 sind häufig. Technik und Bleche gibt es als Nachfertigung fast vollständig.


