Was man über den Lancia Thema wissen muss
- Der Thema kam 1984 und steht auf der Plattform Tipo 4, die er sich mit Saab 9000, Fiat Croma und Alfa Romeo 164 teilt.
- Der Thema 8.32 trägt den 90-Grad-V8 aus dem Ferrari 308 Quattrovalvole, überarbeitet auf 2.927 cm³ mit Kurbelwelle im Hubzapfenversatz von 180 Grad.
- Der Name 8.32 steht für 8 Zylinder und 32 Ventile.
- Vom 8.32 entstanden 3.520 Wagen: 2.370 der ersten und 1.150 der zweiten Serie.
1984 stellte Lancia eine große Limousine vor, die auf derselben Plattform steht wie Saab 9000, Fiat Croma und Alfa Romeo 164. Zwei Jahre später bekam sie einen Motor, der dort eigentlich nicht hingehört: den V8 aus dem Ferrari 308 Quattrovalvole.
Was der Thema als Limousine ist
Eine sachlich gezeichnete Stufenhecklimousine mit Quermotor und Frontantrieb, später auch als Kombi von Pininfarina. Die Motoren reichen vom Zweiliter über Turbo-Ausführungen bis zum V6. Innen bietet der Wagen Materialien und Sitze, mit denen Lancia die deutsche Konkurrenz angriff.
Der 8.32
Der V8 mit 2.927 cm³ stammt aus dem Ferrari 308 Quattrovalvole und wurde für den Quereinbau überarbeitet, unter anderem mit einer Kurbelwelle im Hubzapfenversatz von 180 Grad. Der Name steht für 8 Zylinder und 32 Ventile. Dazu kommen Leder von Poltrona Frau, Wurzelholz und ein Heckspoiler, der sich auf Knopfdruck ausfährt.
Warum der 8.32 heute gesucht ist
Weil er das Gegenteil eines Sportwagens ist: eine unauffällige Limousine mit einem Motor, den man an der Ampel hört und sonst nirgends sieht. 3.520 gebaute Wagen sind wenig, und viele haben die Jahre nicht überstanden.
Daran erkennt man heute einen guten Thema
Radläufe, Schweller, Türunterkanten und der Bereich um die Heckscheibe, dazu Elektrik und Kühlung. Beim 8.32 zählen Zahnriemen, Ventilspiel und die Mechanik des Heckspoilers. Ein Wagen ohne Historie ist bei diesem Modell ein Risiko.
Der Thema 8.32 ist der Ferrari, den man mit 4 Türen und ohne Aufsehen fährt.

Quellen
Was Leser über den Lancia Thema fragen
Wie kam ein Ferrari-Motor in eine Lancia-Limousine?
Auf Betreiben von Vittorio Ghidella, damals Vorstandsvorsitzender von Fiat. Der Konzern besaß Ferrari und Lancia, und der V8 aus dem 308 Quattrovalvole wurde für den Einbau quer vor der Vorderachse überarbeitet. Herausgekommen ist die unauffälligste Art, einen Ferrari-Motor zu fahren.
Was ist am Motor des 8.32 anders als im Ferrari?
Die Kurbelwelle hat einen Hubzapfenversatz von 180 Grad statt der Anordnung aus dem Sportwagen, was den Lauf ruhiger macht. Dazu kommen andere Steuerzeiten und eine Anpassung an den Quereinbau. Der Klang bleibt erkennbar, das Verhalten im Alltag wird zahmer.
Worauf achtet man beim Kauf eines Thema?
Auf Rost an Radläufen, Schwellern, Türunterkanten und dem Bereich um die Heckscheibe, dazu auf Elektrik und Kühlung. Beim 8.32 kommen Zahnriemen, Ventilspiel und der ausfahrbare Heckspoiler hinzu. Ein Wagen mit Historie ist bei diesem Modell Pflicht.


