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BMW E30 kaufen: Welcher Motor, wo er rostet und was er 2026 kostet, Titelbild
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BMW E30 kaufen: Welcher Motor, wo er rostet und was er 2026 kostet

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2,3 Millionen Wagen, 4 Karosserien, 12 Jahre Bauzeit. Die Knotenbleche, die Radläufe, der Zahnriemen des M40 und der rissige Kopf des M20. Was man prüft, bevor man zahlt

· 25.09.2026 · aktualisiert 25.09.2026

Was man vor dem Kauf eines BMW E30 wissen muss

Der E30 ist der 3er, der aus einem Modell eine Baureihe machte. Von November 1982 bis April 1994 liefen 2,34 Millionen Wagen in München und Regensburg vom Band, zuerst als Zweitürer, ab Januar 1983 als Viertürer, ab Juli 1985 als Cabriolet und ab Juli 1987 als Touring. Dazu das Baur Topcabriolet ab Februar 1983 und rund 17.000 M3 zwischen Februar 1986 und Dezember 1990. Wer heute einen kauft, kauft ein Auto, dessen Technik jeder Schrauber beherrscht und dessen Karosserie an 5 Stellen entscheidet, ob der Kauf eine Freude wird.

Welche Serie und welche Karosserie zur Wahl stehen

KarosserieBauzeitWorauf es ankommt
ZweitürerDezember 1981 bis April 1991Der Klassiker, am häufigsten getunt, deshalb Spaltmaße messen
ViertürerJanuar 1983 bis April 1991Der günstigste Einstieg, oft mit Vierzylinder und Alltagshistorie
CabrioletJuli 1985 bis April 1993Verdeckkasten, Scheibenrahmen, weichere Karosserie
TouringJuli 1987 bis April 1994Selten, teuer, Heckklappe und Radhäuser prüfen
Baur Topcabrioletab Februar 1983Umbau mit Überrollbügel, eigene Dichtungen, eigene Ersatzteillage
M3Februar 1986 bis Dezember 1990Rund 17.000 Stück, eigene Karosserie, eigener Markt

Zwei Modellpflegen teilen die Baureihe. Im September 1985 änderten sich Stoßfänger und Reifengrößen, im September 1987 kam die große Überarbeitung mit neuer Front, Kunststoffstoßfängern und überarbeitetem Innenraum. Die Wagen davor heißen in der Szene Vorfacelift und sind bei Sammlern gesucht, die Wagen danach fahren sich moderner und rosten an denselben Stellen.

Welcher Motor zu wem passt

MotorModellePS
M10 Vierzylinder316, 316i, 318i90 bis 105
M40 Vierzylinder316i, 318i ab 1987100 bis 113
M42 Vierzylinder318is136
M20 Sechszylinder320i, 323i, 325i, 325e, 325ix125 bis 171
M21 Diesel324d, 324td86 bis 115
S14 VierzylinderM3195 bis 238

Beim E30 kauft man die Karosserie und bekommt den Motor dazu. Ein rostfreier 316i ist mehr wert als ein durchgerosteter 325i.

Das prüft man am E30

Rost: die Knotenbleche zuerst

Die Knotenbleche sitzen im Spritzwasserbereich hinter den Vorderrädern, dort sammelt sich Schmutz in einer Tasche, die von außen niemand sieht. Die Sanierung beider Seiten kostet rund 2.000 Euro, je Seite rechnen Betriebe mit 1.500 bis 2.500. Danach kommen die hinteren Radläufe, die ab der Bogenmitte nach hinten gebördelt sind und von innen nach außen durchrosten: Lackblasen an der Bördelkante und Spachtel unter dem Magneten heißen, dass jemand die Substanz zugedeckt hat. Die Schweller mit den Wagenheberaufnahmen kosten 800 bis 3.000 Euro, das Batteriefach im Kofferraum 300 bis 1.500, die Reserveradmulde mit dem Heckabschlussblech 400 bis 1.500. Sehr viele E30 rosten unterhalb der Abschleppöse hinten rechts, und die A-Säulen gammeln, wenn die Wasserabläufe verstopft sind.

Motor: Riemen, Kopf, Nockenwelle

Beim M40 ist der Zahnriemen die Frage, die über den Preis entscheidet: 40.000 Kilometer oder 4 Jahre, und die Wasserpumpe gehört dazu. Eingelaufene Nockenwellen hört man im Leerlauf als Klappern, ihre Erneuerung kostet 800 bis 2.000 Euro. Beim M20 prüft man die Stelle zwischen dem 5. und 6. Zylinder: Risse dort zeigen sich als Kühlwasserverlust ohne sichtbare Undichtigkeit, der Kopf kostet mit Arbeit 1.500 bis 3.000 Euro. Öl an der Ventildeckeldichtung ist Routine, Öl im Kühlwasser beendet die Probefahrt. Bei M10 und M40 leckt der Kunststoffdichtring an der Schaltwelle des Getriebes, das ist ein kleiner Posten mit großer Pfütze.

Fahrwerk: die Tonnenlager der Hinterachse

Poltern beim Lastwechsel und ein schwammiges Heck in der Kurve sind die Tonnenlager der Hinterachse, ihr Wechsel kostet 300 bis 600 Euro. Vorn machen ausgeschlagene Traggelenke dasselbe Geräusch auf schlechter Straße, dazu eine unpräzise Lenkung, 250 bis 500 Euro. Beide Posten sind Verschleiß, beide sind gute Argumente beim Preis. Wer einen tiefergelegten Wagen kauft, prüft die Domlager und die Radlauf-Bördelkanten: gezogene Kanten heißen, dass die Räder angestanden haben.

Papiere und Originalität

Der E30 ist das meistgetunte Auto seiner Generation. Ein Wagen mit Originalrädern, originalem Lenkrad und lückenlosem Heft ist in jedem Modell 15 bis 25 Prozent mehr wert als ein umgebauter. Beim M3 entscheidet die Fahrgestellnummer über den halben Preis: Hier gehören ein Gutachten und ein Blick in die BMW Classic Zertifikate dazu. Wer ein H-Kennzeichen will, braucht den Zustand 2 bis 3 und einen weitgehend zeitgenössischen Aufbau, Tieferlegung und Räder müssen zum Baujahr passen.

Was ein E30 im Jahr 2026 kostet

ModellZustand 3 bis 4Zustand 2
316i, 318i Limousine und Touring3.000 bis 7.000 €7.000 bis 12.000 €
320i, 325i Limousine und Touring8.000 bis 15.000 €15.000 bis 28.000 €
318is Coupé8.000 bis 14.000 €16.000 bis 25.000 €
325i Cabriolet12.000 bis 20.000 €25.000 bis 45.000 €
M360.000 bis 85.000 €85.000 bis 150.000 €

Die Zahlen stammen aus den Marktbeobachtungen vom Mai 2026. Unter 10.000 Euro gibt es kein gutes Cabriolet mehr, und ein Wagen für 3.000 Euro kostet in der Werkstatt schnell das Dreifache: Knotenbleche, Radläufe und Schweller zusammen sind ein vierstelliger Betrag, bevor der Motor an der Reihe ist. Das Ersatzteil kostet dabei selten das Geld, die Arbeitsstunde tut es. Eine originale Wasserpumpe kostet 180 Euro, der Nachbau ab 30, ein Verdeckbezug fürs Cabriolet rund 2.000, ein M3-Heckspoiler 700.

Der kurze Weg zur Entscheidung

Ein E30 ist ein einfaches Auto mit einem teuren Detail. Wer 3 Stunden mit Lampe, Magnet und Schraubendreher unter dem Wagen liegt, weiß hinterher mehr als jeder Prüfbericht. Die Reihenfolge: erst die Knotenbleche, dann die Radläufe, dann die Schweller, dann der Motor. Ein Wagen mit Rechnungen über Zahnriemen, Tonnenlager und Radläufe ist den Aufpreis wert, weil genau diese 3 Posten zusammen über 3.000 Euro ausmachen. Und wer den Wagen im Winter kauft, sieht am Unterboden mehr als im Sommer.

BMW E30 kaufen: Welcher Motor, wo er rostet und was er 2026 kostet, Bild zum Zitat
In einem Satz2,34 Millionen Wagen baute BMW von November 1982 bis April 1994 in München und Regensburg: 2 Türen, 4 Türen, Cabriolet ab Juli 1985, Touring ab Juli 1987, dazu das Baur Topcabriolet und rund 17.000 M3.

Foto: Andrew Wagner · Unsplash License

Quellen

  1. Wikipedia: BMW E30 (deutsch)
  2. Auto Bild Klassik: BMW 3er E30, Kaufberatung und Technik-Check
  3. oldtimer-4you: BMW E30 Kaufberatung 2026, Preise, Rost, Motoren
  4. Auto Bild: BMW 3er Cabrio E30, worauf man beim Kauf achtet
  5. Classic Trader: BMW E30 Kaufberatung
  6. Kurth Classics: Kaufberatung BMW E30 Cabriolet

Was Leser vor dem Kauf eines BMW E30 fragen

Welcher E30-Motor ist der richtige?

Für den Alltag der M20 als 320i oder 325i, für den Geldbeutel der M10 im frühen 316 und 318i. Der M20 läuft seidig und hält 300.000 Kilometer, wenn die Kopfdichtung dicht ist und niemand ihn heiß gefahren hat. Der M40 ab 1987 ist der Motor mit dem kurzen Zahnriemenintervall von 40.000 Kilometern und eingelaufenen Nockenwellen. Der M42 im 318is dreht 7.000 Touren und gilt als Geheimtipp, der S14 im M3 gehört Sammlern.

Wo rostet der BMW E30 zuerst?

An den Knotenblechen hinter den Vorderrädern, dort trifft Spritzwasser auf eine Blechtasche, die niemand sieht. Danach die hinteren Radläufe von innen nach außen, die Schweller mit den Wagenheberaufnahmen, das Batteriefach im Kofferraum, die Reserveradmulde hinter den Rückleuchten und die Stelle unter der Abschleppöse hinten rechts. Beim Cabriolet zusätzlich die Verdeckkastenwanne und die Scheibenrahmenecken.

Was kostet ein BMW E30 im Jahr 2026?

Nach den Marktwerten vom Mai 2026: 316i und 318i in Zustand 3 bis 4 zwischen 3.000 und 7.000 Euro, in Zustand 2 zwischen 7.000 und 12.000. Der 320i und 325i liegen in Zustand 3 bei 8.000 bis 15.000 und in Zustand 2 bei 15.000 bis 28.000 Euro. Das 318is Coupé kostet 16.000 bis 25.000, das 325i Cabriolet 25.000 bis 45.000, der M3 85.000 bis 150.000.

Lohnt sich ein E30 Touring oder ein Cabriolet?

Beide kosten mehr als die Limousine und rosten an eigenen Stellen. Der Touring lief erst ab Juli 1987 und blieb bis April 1994, er ist selten und in Zustand 2 ab 15.000 Euro zu haben. Das Cabriolet hat die Verdeckkastenwanne, den Verdeckbezug für rund 2.000 Euro und die weichere Karosserie: Türen und Spaltmaße sagen hier mehr über den Zustand als der Lack.

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