Die Arbeitstiere des Bulli, von 1979 bis 1992 gebaut und bis vor Kurzem verheizt. Einzelkabine oder Doppelkabine, Syncro oder Hinterrad, Lkw oder Pkw, und warum die Steuerfrage beim offenen T3 wichtiger ist als der Motor
Patinamore-Redaktion · 27.10.2026 · aktualisiert 18.10.2026
Was man vor dem Kauf einer T3 Doka oder Pritsche wissen muss
- Die Pritsche (Typ 245) hat eine Kabine für 2 oder 3 und die lange Ladefläche, die Doka (Typ 247) 2 Sitzreihen für bis zu 6 und die kurze. Dazu die Großraumpritsche mit 4,64 m Länge, Kipperaufbauten und ab Ende 1984 der Syncro aus Graz, 45.478 Mal gebaut, 2.138 davon auf 16 Zoll.
- Rost sitzt dort, wo die Last war: im Riffelblech der Ladefläche, in den Staukästen darunter, an der Tresorklappe der Doka, an den Bordwandhaltern, am Frontblech, an den Einstiegen und an der Kabinenrückwand, wo die Pritsche anstößt.
- Die Steuer entscheidet die Zulassung: Eine Pritsche mit Einzelkabine läuft als Lkw nach Gewicht, rund 150 Euro im Jahr. Eine Doka stuft das Finanzamt nach dem BFH meist als Pkw ein, dann kostet ein 1.6 TD ohne Schadstoffklasse 601 Euro. Mit H sind es 191,73 Euro.
- Preise 2026: Dokas mit Arbeit ab 6.500 Euro, gute Wagen 9.000 bis 24.000, Syncro-Dokas 17.500 bis 26.500, restaurierte Wagen um 50.000. Das Kraftfahrt-Bundesamt zählt 197 Wagen in den beiden namentlich geführten Typen.
Jahrzehntelang war der offene T3 das Auto, das niemand wollte. Gärtner, Dachdecker, Stadtwerke und die Bundeswehr fuhren ihn, bis er durch war, und dann kam der nächste. Camper wurden gerettet, Pritschen verschrottet. Heute ist es umgekehrt: Eine saubere Doka ist seltener als ein Westfalia, eine Syncro-Doka ein Sammlerstück, und die Preise sind in 5 Jahren dorthin gewandert, wo vorher die Busse standen. Wer jetzt kauft, kauft ein Arbeitstier mit Vergangenheit, und er sollte die Steuerfrage kennen, bevor er den Motor ansieht.
Welche offenen T3 es gab
| Variante | Typ | Kabine | Ladefläche | Für wen |
|---|---|---|---|---|
| Pritsche mit Einzelkabine | 245 | 2 oder 3 Sitze | Die lange Standardpritsche, 4,57 m Gesamtlänge | Wer Ladung fährt |
| Großraumpritsche | 245 | 2 oder 3 Sitze | Breiter und bis 4,64 m lang, der Tieflader unter den T3 | Wer Fläche braucht, Leergewicht 1.490 kg |
| Doppelkabine | 247 | 5 oder 6 Sitze, in der Schweiz 7 | Die kurze Pritsche, rund 3,3 m² | Wer Leute und Werkzeug fährt, Leergewicht 1.450 kg |
| Kipper | 245 | 2 oder 3 Sitze | Kipperaufbau auf dem Pritschenfahrgestell | Bauhöfe und Gärtner, heute selten und meist verbraucht |
| Fahrgestell mit Kabine | 245 | 2 oder 3 Sitze | Für Koffer, Verkaufswagen und Sonderaufbauten | Wer etwas Eigenes baut |
| Syncro | 245 und 247 | wie oben | wie oben, mit Allrad aus Graz | Forst, Bergwacht, Energieversorger, heute Sammler |
Alle offenen T3 teilen Kabine, Technik und Rahmen mit dem Bus, dahinter unterscheiden sie sich. Die Pritsche hat unter der Ladefläche große Staukästen mit seitlichen Klappen, die Doka einen Stauraum unter der hinteren Sitzbank, von außen über die Tresorklappe erreichbar. Die Bordwände sind klappbar und mit Spriegel und Plane zu ergänzen, 35 kg bei der Pritsche, 25 kg bei der Doka. Die Bundeswehr nahm die Pritsche ab 1988 und hatte bis 1995 4.340 Stück im Dienst; viele davon sind heute auf dem Markt, mit Tarnlack unter dem Lack und ehrlichen Kilometern.

Welche Motoren in den offenen T3 steckten
| Motor | Bauzeit | Leistung | Bauart |
|---|---|---|---|
| 1.6 Luftboxer | 1979 bis 1982 | 50 PS | luftgekühlt |
| 2.0 Luftboxer | 1979 bis 1982 | 70 PS | luftgekühlt |
| 1.6 D | 1981 bis 1987 | 50 PS | Golf-Diesel, liegend eingebaut |
| 1.9 Wasserboxer | 1982 bis 1992 | 60 und 78 PS | wassergekühlt |
| 1.6 TD | 1984 bis 1992 | 70 PS | Turbodiesel |
| 2.1 Wasserboxer | 1984 bis 1992 | 112 PS, im Syncro auch 95 PS | wassergekühlt, Einspritzung |
| 1.7 D | 1987 bis 1992 | 57 PS | Saugdiesel |
Für Pritsche und Doka wurden überwiegend die Diesel bestellt, und die haben am meisten gearbeitet. Ein 1.6 TD mit 70 PS ist mit 1,5 t Leergewicht und Ladung am Limit, ein 1.9 Wasserboxer mit 78 PS die vernünftige Mitte, der 2.1 mit 112 PS der Wunsch. Luftboxer in offenen T3 sind selten und bei Sammlern gesucht. Was zu welchem Motor gehört, steht in unserem Überblick der Bulli-Motoren und in der Kaufberatung zum T3.
Darum ist die Syncro-Doka ein Sonderfall
Ab Ende 1984 baute Steyr-Daimler-Puch in Graz den Allrad-T3 mit Visco-Kupplung, Getriebe mit Geländegang (4+G) und auf Wunsch Sperren vorn und hinten. 45.478 Syncro entstanden bis 1992, davon 2.138 als 16-Zöller mit 205er Reifen, 280-mm-Bremsscheiben vorn, LT-Bremsen hinten und Kotflügelverbreiterungen; 1989 kostete er rund 8.000 Mark mehr als der 14-Zöller. Als Doka ging er an Forst, Bergwacht, Energieversorger und die Bundeswehr, als Tristar von 1988 bis 1990 in kleiner Zahl an Käufer, die eine Doka mit Multivan-Ausstattung wollten.

Beim Kauf kommt zum T3 der Allrad: Die Visco-Kupplung muss im Stand frei sein und im Schlupf greifen, das Vorderachsdifferenzial ohne Geräusch laufen, die Antriebswellen und Manschetten dicht sein, die Sperren schalten. Dazu die Herkunft. Eine Syncro-Doka aus dem Forst hat 25 Jahre Schotter gesehen; ihre Rostbilder liegen in den Längsträgern und an der Vorderachsaufnahme, wo der Bus trocken bleibt. Buschecker beschreibt eine 14-Zoll-Doka mit 2.1 für rund 20.000 Euro als fairen Kauf und rechnet vor, dass eine vergleichbare Restaurierung darüber kostet.
Das prüft man an Doka und Pritsche
Rost: unter der Ladung und hinter der Kabine
Die Stellen des Bus gelten auch hier, und unser Beitrag zu den Rostproblemen des T3 zeigt sie mit Bildern: Frontblech unter der Stoßstange, Einstiege, Radläufe, Endspitzen, Gurtaufnahmen, Bodenbleche unter dem Ersatzrad. Dazu kommt, was nur die offenen haben.
- Riffelblech der Ladefläche an den Sicken und Rändern, Siebdruckplatten abnehmen oder anheben
- Staukästen unter der Pritsche: Böden, Klappen, Scharniere, Wasser darin
- Halter, Scharniere und Sicherungsringe der Bordwände, Bordwände gerade und schließend
- Doka: Tresorklappe, ihre Nahtabdichtung, Scharniere, Fangbolzen, Stauraum darunter
- Rückwand der Kabine, wo Pritsche und Spriegel anstoßen und Wasser steht
- Längsträger und Querträger unter der Ladefläche, mit Schraubendreher drücken
- Frontblech, Einstiege, Endspitzen, Gurtaufnahmen, Kotflügel vorn rechts
- Ersatzrad herunterklappen, Bodenblech darüber
- Innere Türhaut, die sich von der Tür löst
- Massepunkte unter dem Armaturenbrett an der A-Säule: grau ist schlecht, goldfarben ist gut
Die Ladefläche selbst wird oft übersehen, weil jemand neue Siebdruckplatten daraufgeschraubt hat. Darunter kann das Riffelblech an den Sicken durch sein. Wer die Platten abnimmt oder zumindest anhebt, erspart sich die Überraschung beim ersten Schweißtermin.
Technik und Fahrwerk: ein T3, der gearbeitet hat
Die Technik ist Bus-Technik mit mehr Betriebsstunden. Vorn sind Querlenkerbuchsen und Spurstangenköpfe ausgeschlagen, die Aufnahmen der Zugstreben oval statt rund, hinten die Schwingen angerostet, das nennt die AUTO ZEITUNG dramatischer als alles andere. Die Diesel haben Einspritzpumpe, Zahnriemen und Lichtmaschine als Posten; Buschecker rechnet dafür rund 2.500 Euro, mit weiteren Mängeln 3.000.
- Vorderachse: Querlenkerbuchsen, Spurstangenköpfe, Zugstrebenaufnahmen, Lenkgetriebe
- Hinterachsschwingen auf Rost, Lager auf Spiel
- Diesel: Zahnriemen mit Rechnung, Einspritzpumpe dicht, Kaltstart ohne Qualmwolke
- Wasserboxer: Kühlwasser sauber, Zylinderkopfdichtungen, Wasserrohre unter dem Wagen
- Getriebe: alle Gänge unter Last, Schaltgestänge ohne Spiel
- Syncro: Visco, Differenziale, Antriebswellen, Sperren, Reifen mit gleichem Abrollumfang
- Bremsen: Scheiben vorn, Trommeln hinten, Handbremse hält mit Last
- Papiere: Typschild mit Lastangaben, Eintragungen für Aufbauten, Import aus Schweden oder der Schweiz mit vollständigen Unterlagen
Lkw oder Pkw: Zulassung, Steuer und das H
Hier liegt der Punkt, der Käufern von Bussen erspart bleibt. Die Zulassungsstelle trägt eine Pritsche als Lkw ein, und eine Doka meist auch. Für die Steuer zählt dieser Eintrag wenig. Der Bundesfinanzhof entscheidet nach Bauart und Einrichtung, und bei einem Pick-up mit Doppelkabine vermutet er Personenbeförderung, sobald die Ladefläche höchstens die Hälfte der gesamten Nutzfläche ausmacht (Urteil vom 29. August 2012, II R 7/11). Bei einer T3 Doka mit ihrer kurzen Pritsche ist genau das der Fall. Die Folge steht in § 9 KraftStG.
- 148,56 €Pritsche Einzelkabine, 2,6 t zulässiges Gesamtgewicht
- 601,28 €Doka 1.6 TD, als Pkw eingestuft, ohne Schadstoffklasse
- 557,92 €Doka 2.1 Wasserboxer, als Pkw eingestuft, ohne Schadstoffklasse
- 191,73 €Jeder offene T3 mit H-Kennzeichen
Als Tabelle
| Fahrzeug | Steuerart | Rechnung | Im Jahr |
|---|---|---|---|
| Pritsche Einzelkabine, 2,6 t zulässiges Gesamtgewicht | Lkw, nach Gewicht | 10 × 11,25 € bis 2.000 kg, 3 × 12,02 € darüber | 148,56 € |
| Doka 1.6 TD, als Pkw eingestuft, ohne Schadstoffklasse | Pkw, nach Hubraum | 16 × 37,58 € | 601,28 € |
| Doka 2.1 Wasserboxer, als Pkw eingestuft, ohne Schadstoffklasse | Pkw, nach Hubraum | 22 × 25,36 € | 557,92 € |
| Jeder offene T3 mit H-Kennzeichen | Pauschale | 191,73 € |
Die Rechnung macht aus dem H beim offenen T3 ein Steuerthema. Für die Doka spart es 400 Euro im Jahr, für die Pritsche als Lkw kostet es 40 Euro mehr, und wer die Pritsche mit H fährt, tut es für die Versicherung und die Einfahrt in Umweltzonen. Die Voraussetzungen sind dieselben wie bei jedem Oldtimer: 30 Jahre, weitgehend original, gutes Gutachten; was das heißt, steht im Beitrag zum H-Kennzeichen. Für Pritschen gilt dabei: Siebdruckplatten, ein Spriegel oder ein Aufbau der Zeit sind in Ordnung, ein nachträglicher Kofferaufbau von 2015 fällt durch. Und wer einen Bundeswehr-Wagen kauft, lässt sich die Entmilitarisierung und die zivile Erstzulassung zeigen; das Datum im Schein entscheidet über das H.
Bei der Versicherung schließen die meisten Oldtimertarife offene Nutzfahrzeuge ein, verlangen aber ein Wertgutachten und meist ein Alltagsauto daneben. Als Lkw im Normaltarif ist die Pritsche in der Haftpflicht günstig und in der Kasko teuer, weil die Versicherer mit Gewerbe rechnen.
Was Doka und Pritsche 2026 kosten
| Variante | Mit Arbeit, Zustand 4 | Fahrbereit, Zustand 3 | Gut, Zustand 2 | Restauriert |
|---|---|---|---|---|
| Pritsche Einzelkabine, Diesel | 3.000 bis 6.000 € | 7.000 bis 11.000 € | 11.000 bis 18.000 € | |
| Doka, Diesel | 5.000 bis 8.000 € | 9.000 bis 14.000 € | 14.000 bis 24.000 € | um 50.000 € |
| Doka, 2.1 Wasserboxer | 6.000 bis 9.000 € | 10.000 bis 16.000 € | 16.000 bis 30.000 € | um 50.000 € |
| Syncro-Doka, 14 Zoll | 8.000 bis 12.000 € | 14.000 bis 20.000 € | 20.000 bis 27.000 € | über 50.000 € |
| Syncro-Doka, 16 Zoll, Tristar | ab 30.000 € | deutlich über 50.000 € |
Die Zahlen stammen aus den Angeboten vom Sommer und Herbst 2026. AutoScout24 führte am 1. Juli 2026 Dokas von 6.500 Euro (Bundeswehr, 241.000 km) bis 29.990 Euro (Feuerwehr-Doka mit 2.1 und 55.950 km) bei einem Median von 8.990 Euro, mobile.de nennt 8.500 bis 23.990 Euro als guten Preis. Eine Syncro-Doka von 1991 mit 213.000 km stand bei 17.500 Euro, Syncros gehen auf Kleinanzeigen bis 26.500. Buschecker zieht die Schallgrenze bei 10.000 Euro: Darunter kauft man Arbeit, gute unrestaurierte Dokas liegen deutlich unter 30.000, restaurierte um 50.000. Eine Komplettlackierung rechnet er mit rund 5.000 Euro, Fahrwerk, Räder und Reifen eines Kandidaten mit fast 10.000.
Der Markt hat 2 Seiten. Auf der einen stehen die Feuerwehr- und Behördenwagen mit wenig Kilometern, originalem Lack und Scheckheft, und die sind ihr Geld wert. Auf der anderen die Handwerker-Dokas mit 250.000 km, neuen Siebdruckplatten und frischem Unterbodenschutz über altem Rost. Dazwischen entscheidet die Stunde unter dem Wagen.
Wie viele offene T3 noch fahren
- 2232019
- 1972026
Als Tabelle
| Stichtag | Doppelkabine/Pritschenwagen, Typschlüssel 089 und 090 |
|---|---|
| 1. Januar 2019 | 223 |
| 1. Januar 2026 | 197 |
Das Kraftfahrt-Bundesamt nennt einen Typ in seiner Bestandsstatistik nur, wenn genug davon zugelassen sind, und von den offenen T3 erreichen das 2 Typschlüssel mit dem Namen Doppelkabine/Pritschenwagen: 197 Wagen am 1. Januar 2026, 223 im Jahr 2019. Alle anderen laufen unter den sonstigen Typen. Dass diese Zahl sinkt, während der Bestand an Bussen und Campern wächst, zeigt den letzten Abschnitt im Leben der Arbeitstiere: Noch immer werden welche verbraucht. Die ganze Reihe steht in unserer Auswertung des Bulli-Bestands 2026.
Der kurze Weg zur Entscheidung
Wer Ladung fahren will, kauft eine Pritsche mit Einzelkabine, lässt sie Lkw und zahlt 150 Euro Steuer. Wer Familie und Werkzeug fahren will, kauft eine Doka, rechnet mit der Pkw-Steuer und holt das H, sobald der Wagen es hergibt. Wer ins Gelände will, kauft eine Syncro-Doka und nimmt sich für die Besichtigung einen Tag. In allen 3 Fällen gilt die Reihenfolge: Siebdruckplatten hoch, Staukästen auf, Tresorklappe auf, Längsträger drücken, dann die Papiere, dann der Motor. Mehr zur Baureihe steht im Porträt VW T3. Und wenn das Arbeitstier in der Einfahrt steht: Trag es in die Kartei ein und fang mit dem Foto der Ladefläche ohne Platten an.

Foto: Daniel J. Schwarz · Unsplash License
Quellen
- Wikipedia: VW T3
- Wikipedia: Volkswagen Type 2 (T3)
- Buschecker: T3 Doka Kaufberatung, VW Transporter Doppelkabine
- Buschecker: T3 DoKa Syncro Gebrauchtwagen-Check
- AUTO ZEITUNG: VW T3 kaufen, Ratgeber
- Rechtslupe: Pickups mit Doppelkabine und die Kfz-Steuer, BFH II R 7/11
- Bundesministerium der Justiz: § 9 KraftStG, Steuersatz
- AutoScout24: Volkswagen T3 Doka, Angebote, Stand 1. Juli 2026
- mobile.de: VW T3 Doka, Angebote und Preiseinschätzung
- Kraftfahrt-Bundesamt, Flensburg: Bestand an Kraftfahrzeugen nach Herstellern und Typen (FZ 6), 1. Januar 2019 bis 2026, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0. Gezählt sind die Typen Doppelkabine/Pritschenwagen des Herstellers 0600, Typschlüssel 089 und 090.
Was Käufer zu Doka und Pritsche fragen
Doka oder Pritsche: welche ist die richtige?
Die Pritsche für die Ladung, die Doka für die Leute. Die Einzelkabine fasst 2 oder 3 Personen und hat die längere Ladefläche, die Großraumpritsche mit 4,64 m Gesamtlänge die größte. Die Doppelkabine nimmt bis zu 6 Personen mit, in der Schweiz 7, und opfert dafür Ladefläche. Für die Steuer ist der Unterschied noch größer als für den Alltag: Die Pritsche gilt als Lkw, die Doka in der Regel als Pkw.
Was ist beim T3 Syncro mit Doka zu beachten?
Er ist der gesuchteste offene T3 und der aufwendigste. Steyr-Daimler-Puch baute ihn ab Ende 1984 in Graz, 45.478 Syncro insgesamt, 2.138 auf 16 Zoll mit 205er Reifen, 280-mm-Bremsscheiben und Kotflügelverbreiterungen; der 16-Zöller kostete 1989 rund 8.000 Mark mehr. Zu prüfen sind Visco-Kupplung, Vorderachsdifferenzial, Antriebswellen und Sperren, dazu die Herkunft: Viele kamen von Bundeswehr, Forst und Energieversorgern und haben gearbeitet.
Wo rosten Doka und Pritsche?
Unter der Ladung und hinter der Kabine. Das Riffelblech der Pritsche hält Wasser an den Sicken, die Staukästen darunter sammeln es, die Halter und Scharniere der Bordwände rosten fest. An der Doka rostet die Tresorklappe unter der Rückbank samt Scharnieren und Fangbolzen. Dazu kommen die Stellen jedes T3: Frontblech unter der Stoßstange, Einstiege, Endspitzen, Gurtaufnahmen, Radläufe und die Bodenbleche unter dem Ersatzrad.
Lkw oder Pkw: wie wird eine Doka besteuert?
Nach Bauart, nicht nach dem Eintrag im Schein. Der Bundesfinanzhof vermutet bei einem Pick-up mit Doppelkabine Personenbeförderung, wenn die Ladefläche höchstens die Hälfte der Nutzfläche ausmacht (Urteil vom 29. August 2012, II R 7/11). Dann gilt die Hubraumsteuer: 37,58 Euro je 100 cm³ für einen Diesel ohne Schadstoffklasse, also 601,28 Euro für einen 1.6 TD. Eine Pritsche mit Einzelkabine zahlt als Lkw nach Gewicht, bei 2,6 t rund 150 Euro. Das H-Kennzeichen kostet pauschal 191,73 Euro und löst das Problem der Doka.
Was kostet eine T3 Doka 2026?
Zwischen 6.500 und 30.000 Euro, je nach Zustand und Antrieb. AutoScout24 führte am 1. Juli 2026 Dokas von 6.500 bis 29.990 Euro bei einem Median von 8.990, mobile.de nennt 8.500 bis 23.990 Euro als guten Preis. Eine Syncro-Doka von 1991 stand bei 17.500 Euro, Syncros gehen bis 26.500. Buschecker setzt die Schallgrenze für brauchbare Wagen bei 10.000 Euro, gute unrestaurierte Dokas deutlich unter 30.000, restaurierte um 50.000.
Wie viele T3 Doka und Pritsche gibt es noch?
Das Kraftfahrt-Bundesamt führt 2 Typen mit dem Namen Doppelkabine/Pritschenwagen: 197 Wagen am 1. Januar 2026, 223 im Jahr 2019. Alle anderen Typschlüssel der offenen T3 laufen in der Statistik unter sonstigen Typen, weil sie einzeln unter der Schwelle liegen. Dass die Zahl seit 2019 sinkt, während Bus und Camper wachsen, sagt viel über die letzten Arbeitsjahre dieser Autos.
Was vor dem Kauf einer T3 Doka oder Pritsche noch lesenswert ist
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