Was man über den Triumph Stag wissen muss
- Der Stag wurde im Juni 1970 gezeigt und bis 1977 gebaut; Giovanni Michelotti zeichnete ihn auf der Grundlage der Limousine Triumph 2000.
- Der V8 mit 3,0 Litern und 146 PS ist eine Eigenentwicklung, entstanden aus 2 Vierzylindern der Dolomite mit 90 Grad Bankwinkel.
- Der Bügel hinter den Türen ist keine Zierde, sondern versteift die Karosserie, der es an Verwindungssteifigkeit fehlte.
- 25.877 Wagen entstanden; der Motor kostete den Wagen seinen Ruf.
Im Juni 1970 zeigte Triumph einen offenen Viersitzer, den Giovanni Michelotti auf der Grundlage der Limousine Triumph 2000 gezeichnet hatte. Der Stag sah aus wie ein Erfolg und wurde keiner, weil der Motor nicht hielt, was die Form versprach.
Der eigene V8
Statt den bewährten 3,5-Liter-V8 von Rover zu nehmen, baute Triumph einen eigenen: 3,0 Liter, 90 Grad Bankwinkel, entstanden aus 2 Vierzylindern der Dolomite, 146 PS. Auf dem Papier eine elegante Lösung, in der Praxis ein Motor, dem Härtung der Kurbelwelle, haltbare Steuerketten und ausreichende Kühlung fehlten.
Der Bügel hinter den Türen
Er sieht nach Sicherheitsausstattung aus, ist aber vor allem Statik: Die offene, selbsttragende Karosserie war zu weich. Der Bügel verbindet beide Seiten auf Dachhöhe und ist über eine Strebe mit dem Scheibenrahmen verbunden. Damit wurde aus einem Mangel ein Erkennungszeichen.
Was daraus wurde
25.877 Wagen entstanden bis 1977. Viele Motoren gaben auf, und in den 1980er Jahren bauten Werkstätten reihenweise Rover-V8 ein. Heute sind die Schwächen des Originalmotors bekannt und behebbar, weshalb ein Stag mit überholtem eigenen V8 mehr wert ist als einer mit fremdem Herz.
Daran erkennt man heute einen guten Stag
Kühlung, Steuerketten und Zylinderköpfe des Motors, dazu Schweller, Radläufe, Bodenblech und die Aufnahmen der Hinterachse. Ein Wagen mit Belegen über die Motorüberholung ist die richtige Wahl, ein Umbau auf Rover-V8 mindert den Wert.
Der Stag ist der Wagen, dem eine schöne Form und ein unfertiger Motor gegeben wurden.

Quellen
Was Leser über den Triumph Stag fragen
Warum hat der Stag einen Überrollbügel?
Weil der offenen, selbsttragenden Karosserie die nötige Verwindungssteifigkeit fehlte. Der Bügel läuft hinter den Türen auf Dachhöhe von einer Seite zur anderen und ist über eine Strebe mit dem Scheibenrahmen verbunden. Er ist damit tragendes Bauteil und nicht Dekoration.
Was war das Problem mit dem V8?
Er war bei Auslieferung noch nicht ausgereift. Die Kurbelwelle war ungenügend gehärtet, die Steuerketten längten sich schnell, die Zylinderköpfe korrodierten, und die Kühlung reichte nicht. Überhitzte Motoren waren die Folge. Heute lassen sich diese Schwächen beheben, damals ruinierten sie den Ruf des Wagens.
Worauf achtet man beim Kauf eines Stag?
Auf den Zustand des Motors, besonders Kühlung, Steuerketten und Zylinderköpfe, dazu auf Rost an Schwellern, Radläufen, Bodenblech und den Aufnahmen der Hinterachse. Ein Wagen mit überholtem Originalmotor ist mehr wert als einer mit eingebautem Rover-V8.
