204.940 Roadster aus Bremen von 1989 bis 2001, vom 300 SL bis zum SL 73 AMG. Der Überrollbügel in 0,3 Sekunden, das Verdeck mit 15 Zylindern, der Kabelbaum, die Gleitschienen. Was man prüft, was es kostet
Patinamore-Redaktion · 19.09.2026 · aktualisiert 19.09.2026
Was man vor dem Kauf eines Mercedes SL R129 wissen muss
- 204.940 SL der Baureihe 129 baute Mercedes in Bremen von 1989 bis 2001, mit Reihensechszylindern, V6, V8 und V12 von 190 bis 525 PS. Weltneuheiten: der Überrollbügel, der in 0,3 Sekunden ausfährt, die Integralsitze mit Gurt und das vollautomatische Verdeck.
- 3 Serien, 2 Modellpflegen: bis September 1995 die erste Serie mit Halogenlicht und dem Kabelbaum, bis April 1998 die zweite mit Stoßfängern in Wagenfarbe, Fünfgangautomatik und ESP, danach die dritte mit Dreiventilmotoren, 17 Zoll und dem geringsten Ärger.
- Das Verdeck ist die Achillesferse: 15 Hydraulikzylinder und 17 Endschalter, die Dichtringe werden rissig, das Steuergerät streikt bei Unterspannung. Alle Zylinder überholt kosten 1.800 Euro, ein neuer Stoff beim Sattler 1.500 bis 1.900.
- Kabelbaum vor 1995, Kopfdichtung am Sechszylinder, Gleitschienen am V8, Getriebestecker der 722.6, ADS. Preise 2026: 300 SL und SL 280 ab 15.000 Euro, gute SL 320 und 500 SL 25.000 bis 40.000, SL 500 der dritten Serie bis 50.000, AMG über 100.000.
Ein Roadster, der sich selbst schützt. Als Mercedes den R129 im März 1989 in Genf zeigte, fuhr zum ersten Mal ein Überrollbügel von allein aus, in 0,3 Sekunden, ausgelöst von Sensoren. Die Sitze trugen den Gurt in sich, das Stoffverdeck öffnete auf Knopfdruck in 30 Sekunden, das Hardtop aus Aluminium wog 34 Kilo und gehörte dazu. Gebaut in Bremen auf der verkürzten Bodengruppe des W124, mit 3 Motoren zum Start und 13 am Ende, 204.940 Stück bis zum Juli 2001. Bruno Sacco bekam dafür 1990 den Car Design Award. Heute ist der R129 der Youngtimer, bei dem das Verdeck den Kauf entscheidet, der Kabelbaum das Baujahr und die Serie den Ärger.
3 Serien: die erste, die zweite, die dritte
Der R129 hat 2 Modellpflegen, im September 1995 und im April 1998. Schieben, um zu sehen, was die Serie ausmacht.
- Motoren
- SL 280 V6 204 PS, SL 320 V6 224 PS, SL 500 V8 306 PS, SL 600 394 PS, SL 55 AMG 354 PS, SL 73 AMG 525 PS
- Erkennen
- 17-Zoll-Räder, dreiteilige Rückleuchten, runde Spiegel, Türgriffe in Wagenfarbe, ovales Chrom-Endrohr
- Technik
- Dreiventilmotoren mit Doppelzündung und Euro 3, Automatik mit Wippschalter, ESP Serie ab August 1999
- Das Thema
- Die problemärmste Serie; Verdeck und Elektronik altern trotzdem
Als Tabelle
| Baujahr | Motoren | Erkennen | Technik | Das Thema |
|---|---|---|---|---|
| 1989 bis September 1995 | 300 SL 190 PS, 300 SL-24 231 PS, 500 SL 326 PS, ab 1992 600 SL 394 PS, ab 1993 SL 280 und SL 320 | Graue Beplankung, Kühlergrill mit 7 Lamellen, Halogenlicht, weiße Blinker | Viergangautomatik 722.3, hydraulischer Fünfgang 722.5 bei den Sechszylindern, Schalter beim SL 280 | Motorkabelbaum, Kopfdichtung M104, Gleitschienen M119, Verdeckhydraulik |
| September 1995 bis April 1998 | SL 280 193 PS, SL 320 231 PS, SL 500 320 PS, SL 600 394 PS, SL 60 AMG 381 PS | Stoßfänger und Beplankung in Wagenfarbe, Klarglasblinker, rote Rückleuchten, Grill mit 6 Lamellen | Elektronische Fünfgangautomatik 722.6, ESP, Bremsassistent ab Dezember 1996, Xenon als Option, Panorama-Hardtop | Getriebestecker der 722.6, Kopfdichtung M104, Gleitschienen M119, Scherenfenster |
| April 1998 bis Juli 2001 | SL 280 V6 204 PS, SL 320 V6 224 PS, SL 500 V8 306 PS, SL 600 394 PS, SL 55 AMG 354 PS, SL 73 AMG 525 PS | 17-Zoll-Räder, dreiteilige Rückleuchten, runde Spiegel, Türgriffe in Wagenfarbe, ovales Chrom-Endrohr | Dreiventilmotoren mit Doppelzündung und Euro 3, Automatik mit Wippschalter, ESP Serie ab August 1999 | Die problemärmste Serie; Verdeck und Elektronik altern trotzdem |
Die erste Serie ist das Original mit den 7 Lamellen im Grill und dem Kabelbaum als Pflichtprüfung. Die zweite brachte im September 1995 das Gesicht, das die meisten vor Augen haben, und die elektronische Automatik mit Wandlerüberbrückung, erst für V8 und V12, ab Juni 1996 für die Sechszylinder. Die dritte Serie ab April 1998 hat mit den V-Motoren bis zu 10 Prozent weniger Verbrauch und den geringsten Ärger. Sie ist am Markt die teuerste, und sie ist es wert.
So verteilen sich 204.940 Wagen auf 9 Motoren
- 79.827500 SL und SL 500 M119
- 32.223SL 320 Reihensechs
- 26.984300 SL-24
- 23.704SL 500 V8 M113
- 12.020300 SL
- 11.089SL 600
- 10.319SL 280 Reihensechs
- 7.070SL 320 V6
- 1.704SL 280 V6
Als Tabelle
| Modell | Stück |
|---|---|
| 500 SL und SL 500 M119 | 79.827 |
| SL 320 Reihensechs | 32.223 |
| 300 SL-24 | 26.984 |
| SL 500 V8 M113 | 23.704 |
| 300 SL | 12.020 |
| SL 600 | 11.089 |
| SL 280 Reihensechs | 10.319 |
| SL 320 V6 | 7.070 |
| SL 280 V6 | 1.704 |
Der V8 ist der SL, den 4 von 10 Käufern wollten. In den Zahlen stecken 927 AMG: 633 SL 60, 150 SL 70, 65 SL 55 und 42 SL 73 mit 7,3 Litern und 525 PS. Der SL 280 V6 der dritten Serie ist mit 1.704 Stück das seltenste Serienmodell, aus einem Grund: Wer 1998 einen SL kaufte, kaufte den V8.

Welcher Motor zu wem passt
- 300 SL (M103, 190 PS, 1989 bis 1993): der Zweiventiler mit Duplexkette, laufruhig und der günstigste Einstieg. 9,3 Sekunden auf 100, wenig Drama.
- 300 SL-24 und SL 320 (M104, 231 PS, 1989 bis 1998): der Vierventiler mit Charakter, 8,4 Sekunden, 240 Spitze. Kopfdichtung mit Schaum am Öldeckel, Ventildeckel, Ölverbrauch beim SL-24, Kabelbaum vor 1995. Der SL 280 mit 193 PS ist derselbe Motor mit weniger Hubraum.
- 500 SL und SL 500 (M119, 326 dann 320 PS, 1989 bis 1998): der V8, 6,2 Sekunden, 250 abgeregelt, 12,5 bis 15 Liter. Die Kunststoffgleitschienen der Steuerkette und der Spanner sind seine Achillesferse, vorsorglich 1.500 Euro. Sonst nahezu problemlos.
- 600 SL und SL 600 (M120, 394 PS, 1992 bis 2001): der V12 mit 570 Newtonmetern und 15 Litern. Frühe Motoren mit Kabelbaum und Kopfdichtungen, ab der ruhenden Zündverteilung zuverlässig. Ein günstiger Zwölfender mit hohen Wartungskosten; ein Kabelbaum am V12 kann den Fahrzeugwert erreichen.
- SL 280 V6 und SL 320 V6 (M112, 204 und 224 PS, 1998 bis 2001): Dreiventiler mit Doppelzündung, 11,3 Liter, die problemärmste Generation.
- SL 500 V8 (M113, 306 PS, 1998 bis 2001): 460 Newtonmeter ab 2.700 Touren, 6,5 Sekunden, 12,7 Liter. Der SL, den man ohne Angst kauft.
- SL 55, SL 60, SL 70, SL 73 AMG: 354 bis 525 PS, 927 Stück, eigene Preise, eigene Werkstätten.
Ein Fünfgang-Schaltgetriebe gab es nur für die Sechszylinder, beim SL 280 serienmäßig; die meisten SL sind Automatik. Die 722.3 und 722.5 gelten als robust. Die elektronische 722.6 ab 1995 hat den 13-poligen Getriebestecker: Öl kriecht in Kabelbaum und Steuergerät, das Getriebe fällt sporadisch in den Notlauf. Öl und Filter alle 60.000 bis 80.000 Kilometer, Ruckeln zwischen 60 und 100 ist die Wandlerüberbrückung.
Das Verdeck: 15 Zylinder, 17 Endschalter, 1 Steuergerät
Das Verdeck ist die Achillesferse des R129, und es ist die erste Prüfung. Die Dichtringe der Kolbenstangen werden durch Hitze und Alter rissig, alle früher oder später. Zuerst versagen die Zylinder in den A-Säulen, Öl tropft auf die Sitze. Das Verdecksteuergerät reagiert empfindlich auf Unterspannung: Das Verdeck öffnet nicht, die Fensterheber gehen nicht, die Kopfstützen fahren hoch und bleiben stehen. Endschalter melden Fehlercodes 19 bis 25, die man über die Diagnosebuchse mit einer Brücke zwischen Pin 1 und 10 blinken lassen kann. Der Stoff wird nach Jahrzehnten mürbe, die Kunststoffheckscheibe milchig, und bei Autos, die immer mit Hardtop fuhren, ist das Verdeck oft in beklagenswertem Zustand.
- Verdeck komplett öffnen und schließen, 2 Mal, mit laufendem Motor
- Sitze und Teppich unter den A-Säulen: Öl von den Zylindern
- Fensterheber, Kopfstützen, Scherenfenster ab 1995 senken sich beim Türöffnen
- Überrollbügel manuell ausfahren und versenken
- Stoff ohne Risse, Heckscheibe klar, Persenning vollständig
- Hardtop vorhanden, Verriegelungen gängig, beim Panorama-Hardtop die Verklebung der 4 Scheiben
- Scheibenrahmen und Teppiche trocken
Das prüft man am SL sonst noch
Kabelbaum, Kopfdichtung, Gleitschienen
Der Kabelbaum vor September 1995 ist die Pflichtprüfung: Isolierung am Ventildeckel biegen, Rechnung sehen. Am M104 zeigt Schaum am Öleinfülldeckel die Kopfdichtung, dazu weißer Qualm und Öl außen am Kopf. Am M119 brechen die spröden Gleitschienen der Steuerkette, ein müder Spanner lässt die Kette nach dem Start schlagen, die Schienen 8 und 14 sind die kritischen. Differential und Lenkgetriebe werden undicht. Der Motor muss spontan anspringen, alle Kontrollleuchten müssen erlöschen.
- Kabelbaum vor 9/1995: Isolierung, Stecker, Unterdruckschläuche, Kraftstoffleitungen
- M104: Schaum am Öldeckel, weißer Qualm, Öl am Kopf, Ölverbrauch
- M119: Kettenschlagen nach dem Kaltstart, Rechnung für Gleitschienen
- M120: Kabelbaum, Kopfdichtungen, Wartungshistorie
- 722.6: Getriebestecker trocken, ATF hell, kein Ruckeln bei 60 bis 100
- Differential und Lenkgetriebe ohne Tropfen
ADS, Steuergeräte, Sitze
Das adaptive Dämpfungssystem ADS war Option und im SL 600 Serie. Federspeicher und Membranen gehen nach rund 8 Jahren, 600 bis 1.000 Euro je Tausch, Ventile, Leitungen und Verteilerblock folgen; eine Gesamtsanierung liegt über 8.000 bis 10.000 Euro, und viele Werkstätten kennen das System kaum. Das System muss bei Aktivierung um 35 Millimeter anheben. Sitzsteuergeräte fallen aus, die Schaltereinheit in der Tür bricht aus den Haltern, Relais und Zündschloss altern.
- ADS: hebt um 35 Millimeter, Speicher mit Rechnung, oder ein Wagen ohne ADS
- Alle Sitzfunktionen, Heizung, Memory
- Zündschloss, Wischerrelais, Überspannungsschutz
- Vor 9/1995 Halogen: Scheinwerfer klar, Nebelscheinwerfer ohne Steinschlag
Wagenheberaufnahmen, Kotflügel, Kofferraumkante
Der R129 ist im Blech gesund, rostet aber an bekannten Stellen: an den Wagenheberaufnahmen vorn und den Schwellern, an den vorderen Kotflügeln im Motorraum und an den Dämpferbeinaufnahmen, in der Reserveradmulde, an der Kofferraumkante unter der Dichtung, an den Türunterkanten, am oberen Saum der Kunststoffbeplankung, an Radhäusern und Hinterachsaufnahmen. Wasser im Innenraum kommt über das Verdeck und die Scheibenrahmen. Unfallreparaturen verraten Lacknebel, unlackierte Schrauben und unpassende Dichtungen. Breite Nachrüsträder belasten das Fahrwerk und drücken den Wert; ab Werk gab es rund ein Dutzend Raddesigns.
- 4 Wagenheberabdeckungen öffnen, Aufnahmen mit dem Finger
- Kotflügel im Motorraum, Dämpferbeinaufnahmen
- Kofferraumdichtung anheben, Reserveradmulde
- Türunterkanten, Saum der Beplankung, Antennenloch, Batteriekasten
- Untere Querlenker, Gummilager, Spurstangenköpfe
- Räder ab Werk, Leder ohne Risse, Softlack ohne Kleben
Ein SL, der immer unter dem Hardtop stand, hat das schlechteste Verdeck. Einer, der immer offen fuhr, das beste Leder braucht er trotzdem.
Was eine Reparatur am R129 kostet
- 450Heckscheibe im Verdeck
- 650Kabelbaum restaurieren
- 800ADS-Federspeicher, Paar
- 1.500Kabelbaum Neuteil mit Einbau
- 1.500Gleitschienen M119 vorsorglich
- 1.700Verdeckstoff beim Sattler
- 1.800Alle Hydraulikzylinder überholt, eingebaut
- 3.350Hydraulikzylinder neu, nur Teile
- 4.500Verdeckstoff bei Mercedes
- 9.000ADS komplett sanieren
Als Tabelle
| Reparatur | Euro |
|---|---|
| Heckscheibe im Verdeck | 450 |
| Kabelbaum restaurieren | 650 |
| ADS-Federspeicher, Paar | 800 |
| Kabelbaum Neuteil mit Einbau | 1.500 |
| Gleitschienen M119 vorsorglich | 1.500 |
| Verdeckstoff beim Sattler | 1.700 |
| Alle Hydraulikzylinder überholt, eingebaut | 1.800 |
| Hydraulikzylinder neu, nur Teile | 3.350 |
| Verdeckstoff bei Mercedes | 4.500 |
| ADS komplett sanieren | 9.000 |
Mercedes-Benz Classic führt die Baureihe 129 in der Teilesuche, Verdeckteile sind gut lieferbar, Hardtops gebraucht selten, das Panorama-Hardtop sehr selten. Spezialisten überholen Hydraulik, Kabelbäume und Steuergeräte. Eine Restaurierung eines maroden SL wird wegen der Teilepreise schnell teurer als ein gesundes Auto.
Was der SL im Jahr kostet
Ein Jahr mit dem Wagen2.667 €Kraftstoff 1.125 €, Steuer 192 €, Versicherung 600 €, Wartung 750 €. Im Monat 222 €.
Die Annahmen
| Kostenrechner | Wert |
|---|---|
| Verbrauch | 12,5 |
| Steuer | 192 |
| Versicherung | 600 |
| Wartung | 150 |
Die Annahmen gelten für einen 500 SL: 12,5 Liter im Alltag, bis 15 auf der Autobahn, ein SL 320 kommt mit 11 aus. Alle Wagen bis Baujahr 1996 sind 30 Jahre alt und bekommen das H-Kennzeichen mit 191,73 Euro Steuer; ohne H zahlt ein 500 SL mit Euro 1 756 Euro, ein SL 320 mit Euro 2 rund 236. Ein Oldtimertarif mit Vollkasko liegt bei 600 Euro für einen SL mit 18.000 Euro Gutachtenwert. Die Wartung rechnet mit 150 Euro je 1.000 Kilometer: Öl, Reifen, alle 60.000 Kilometer das Getriebeöl, alle 8 Jahre etwas am Verdeck.
Was der SL neu kostete und was er 2026 kostet
Ein 300 SL kostete im März 1989 89.490 D-Mark, ein 500 SL 125.400, ein 600 SL im Oktober 1992 217.740. Ein SL 320 lag 1997 bei 135.585, ein SL 500 im Februar 1999 bei 174.580, ein SL 600 bei 226.432 D-Mark. Zum Schluss, im Januar 2001, kostete der SL 500 90.480 Euro. Die Angebote im September 2026 ergeben die Spanne: links ein Wagen mit hoher Laufleistung und Spuren in Zustand 3, rechts ein gepflegter Wagen ohne Mängel in Zustand 2. Modell wählen, Zustand schieben.
300 SL, Zustand 2,520.000 €Die Angebote: 12.000 € bis 28.000 €
Als Tabelle
| Modell | Zustand 3 | Zustand 2 |
|---|---|---|
| 300 SL | 12.000 | 28.000 |
| 300 SL-24 | 15.000 | 32.000 |
| SL 280 und SL 320 bis 1998 | 15.000 | 30.000 |
| 500 SL 1989 bis 1993 | 20.000 | 38.000 |
| SL 500 M119 1993 bis 1998 | 22.000 | 40.000 |
| SL 320 V6 ab 1998 | 20.000 | 38.000 |
| SL 500 V8 ab 1998 | 25.000 | 48.000 |
| SL 600 | 22.000 | 50.000 |
| Final Edition | 30.000 | 55.000 |
| SL 60 AMG | 80.000 | 120.000 |
Auf Classic Trader standen im September 2026 79 R129: ein 300 SL-24 von 1993 mit 8.500 Kilometern für 69.900 Euro, ein SL 320 V6 von 1998 mit 4.500 Kilometern für 95.000, ein SL 500 von 2000 mit 77.000 Kilometern für 49.500, ein SL 600 von 1995 für 49.900, ein SL 60 AMG von 1995 für 119.000 und ein SL 55 AMG von 1999 für 129.900. Eine SL 320 Final Edition von 2001 kostete 51.900 Euro, ein normaler SL 320 gleicher Laufleistung 22.500 bis 32.900. Silber mit schwarzem Leder ist die Kombination, die am schnellsten geht; die Final Edition mit designo-Lack, AMG-Rädern und Navigation trägt einen fünfstelligen Aufschlag.
Welcher SL zu wem passt
- Der AlltagEin SL 320 V6 oder SL 500 V8 der dritten Serie mit Wippschalter, ESP und erneuerten Hydraulikzylindern.
- Der EinstiegEin 300 SL oder SL 280 mit Verdeck, das läuft, und einem Kabelbaum mit Rechnung, unter 20.000 Euro.
- Der V8Ein 500 SL der ersten Serie mit 326 PS, Gleitschienen erneuert, ohne ADS, mit Hardtop im Keller.
- Der SammlerEine SL 500 oder SL 320 Final Edition in designo-Schwarz mit unter 60.000 Kilometern, oder ein SL 60 AMG mit Papieren.
- Der ZwölfzylinderEin SL 600 ab 1996 mit ruhender Zündverteilung, Wartungsordner und einem Budget für den Kabelbaum.
- Das WochenendeJeder SL mit trockenen Sitzen, klarer Heckscheibe und einem Überrollbügel, der von allein fährt.
Erst das Verdeck, dann der Motor, dann das Blech. Ein SL mit 180.000 Kilometern und überholter Hydraulik ist mehr wert als einer mit 80.000, der 20 Jahre unter dem Hardtop stand.
Der R129 ist der Roadster, der in 0,3 Sekunden weiß, was zu tun ist. Wer ihn kauft, braucht 30 Sekunden am Verdeckschalter, 5 Minuten am Kabelbaum und einen Ordner mit Rechnungen. Dann fährt er einen Mercedes, der so gebaut wurde, wie Mercedes es zuletzt konnte.

Foto: allen watkin from London, UK · CC BY-SA 2.0
Quellen
- Wikipedia: Mercedes-Benz R 129 (deutsch)
- Wikipedia: Mercedes-Benz SL-Class R129 (englisch)
- Mercedes-Benz Pressetext 2010: Modellgeschichte der Baureihe 129
- MBIG: R129 technische Daten 1998 bis 2001
- mercedes-seite.de: Baureihe R129
- Classic Trader Magazin: Mercedes-Benz SL R129 Kaufberatung
- verdeck.de: Kaufberatung Mercedes-Benz SL R129
- Walter-Magazin: Kaufberatung Mercedes SL R129
- auto motor und sport: 30 Jahre R129, so finden Sie den besten SL
- auto motor und sport: Mercedes 500 SL R129 im Check
- auto motor und sport: SL 600 Kaufberatung, günstiger Zwölfender
- Auto Bild Klassik: Mercedes SL 320 R129
- Hagerty: Mercedes-Benz R129 SL Buyer's Guide
- RSC Autotechnik: Verdeckhydraulik R129
- RSC Autotechnik: Instandsetzung M119
- derkabeldoc: Motorkabelbaum R129 M104
- MKB-Tec: Instandsetzung Motorkabelbaum 300 SL-24
- Kfz-Dietrich: Automatik 722.6, typische Probleme
- Motor-Talk: M119 Steuerkette und obere Gleitschienen, Erfahrungsbericht
- 129sl-forum: Typische Altersdefekte
- 129sl-forum: ADS Federspeicher
- r129-forum: Verdeck-Endschalter und Fehlercodes
- Classic Trader: Mercedes-Benz SL R129 Angebote, abgerufen September 2026
- Classic Driver: 10 Mercedes SL R129 zum Verkauf, Juni 2026
- r129.bplaced.de: Final Edition und Wert
- mercedes-fans.de: H-Kennzeichen für den R129
- Autokostencheck: Mercedes 500 SL R129
- Mercedes-Benz R129 SL-Club e.V.
Was Leser vor dem Kauf eines Mercedes SL R129 fragen
Welche Serie des R129 ist die beste?
Die dritte Serie ab April 1998 mit den Dreiventilmotoren M112 und M113: SL 280 mit 204, SL 320 mit 224 und SL 500 mit 306 PS, Fünfgangautomatik mit Wippschalter, 17 Zoll, ESP und ohne den Kabelbaum der frühen Jahre. Die zweite Serie von September 1995 bis 1998 ist der Kompromiss: Stoßfänger in Wagenfarbe, elektronische Automatik, Xenon als Option, aber beim SL 320 und SL 500 noch der M104 und der M119. Die erste Serie bis 1995 ist das Original mit dem Kabelbaum als Pflichtprüfung.
Was kostet die Verdeckhydraulik beim R129?
Das Verdeck öffnet und schließt in 30 Sekunden über 15 Druckzylinder und 17 Endschalter. Die Dichtringe der Kolbenstangen werden mit Hitze und Alter rissig, zuerst in den A-Säulen, und dann tropft Öl auf die Sitze. Alle Zylinder neu ab Werk kosten rund 3.350 Euro nur Teile, eine Komplettrevision beim Spezialisten 1.799 Euro mit Einbau und 3 Jahren Garantie, ein einzelner Zylinder 124 bis 297 Euro. Der Stoff kostet bei Mercedes 4.500 Euro, beim Sattler 1.500 bis 1.900, eine Heckscheibe 350 bis 480.
Was ist das mit dem Kabelbaum beim SL?
Bei Wagen vor der Modellpflege vom September 1995, in der Praxis vor allem 1993 bis 1995, härtet die Isolierung des Motorkabelbaums aus und fällt von den Litzen. Erst läuft der Motor unrund, dann bleibt er stehen, im Endstadium stirbt das Steuergerät. Betroffen sind M104, M119 und M120, auch der 300 SL-24. Restaurieren kostet 480 bis 780 Euro, ein Neuteil von Mercedes bis 1.470. Reparaturen am alten Baum halten nach Forenerfahrung nur von 12 bis Mittag.
Was kostet ein Mercedes SL R129 2026?
Nach den Angeboten im September 2026: 300 SL und 300 SL-24 mit hoher Laufleistung 8.500 bis 22.500 Euro, gepflegt 25.000 bis 39.500; SL 280 und SL 320 der zweiten Serie 14.000 bis 33.000; 500 SL der ersten Serie 23.000 bis 40.000; SL 500 ab 1998 25.000 bis 49.500; SL 600 22.500 bis 49.900. SL 60 AMG 109.000 bis 119.000, SL 55 AMG 130.000. Eine SL 320 Final Edition kostet mit 51.900 Euro fast das Doppelte eines normalen SL 320.
Was vor dem Kauf eines Mercedes SL R129 noch lesenswert ist
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