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R129 SL, Titelbild

R129 SL

1989–2001 · 0 Fahrzeuge auf Patinamore · Stand 30.10.2026

Wikimedia Commons, CC BY 2.0, Spanish Coches, skaliert

Bauzeit
1989–2001
Herkunft
Deutschland
Baureihe
SL
Leistung
190–525 PS
Hubraum
7.291 cm³
Zylinder
12
0–100 km/h
4,8 s
Höchstgeschwindigkeit
250 km/h
Gebaut
204.940

Was man über den Mercedes SL R129 wissen muss

  • Der R129 kam im März 1989 in Genf mit 3 Weltneuheiten: dem Überrollbügel, der in 0,3 Sekunden ausfährt, den Integralsitzen mit eingebautem Gurt und dem vollautomatischen Verdeck, das in 30 Sekunden verschwindet.
  • 204.940 Stück aus Bremen bis Juli 2001, auf der verkürzten Bodengruppe des W124: 300 SL, 300 SL-24 und 500 SL zum Start, ab 1992 der V12 im 600 SL, ab 1993 SL 280 und SL 320.
  • 2 Modellpflegen: September 1995 mit Stoßfängern in Wagenfarbe, elektronischer Fünfgangautomatik, ESP und Xenon, April 1998 mit Dreiventilmotoren V6 und V8 und 17 Zoll.
  • 927 AMG-Wagen vom SL 60 bis zum SL 73 mit 7,3 Litern und 525 PS, dazu Sondermodelle wie Mille Miglia, Silver Arrow und die Final Edition zum Schluss.

Als Mercedes den R129 im März 1989 auf dem Genfer Salon enthüllte, hatte der Vorgänger R107 18 Jahre gedient. Der neue SL kam aus Bremen statt aus Sindelfingen, stand auf der verkürzten Bodengruppe des W124 mit Raumlenker-Hinterachse und brachte 3 Dinge mit, die kein Serienauto vor ihm hatte: einen Überrollbügel, der von allein ausfährt, Sitze mit eingebautem Gurt und ein Verdeck, das auf Knopfdruck verschwindet. Bruno Sacco bekam 1990 den Car Design Award dafür. 12 Jahre lang, bis zum 2. Juli 2001, war der R129 der SL.

Was den R129 ausmacht

Der Bügel, die Sitze, das Verdeck

Der Überrollbügel fährt sensorgesteuert in 0,3 Sekunden aus, elektromagnetisch ausgelöst und von Federkraft getrieben, und lässt sich als Komfortbügel auch von Hand ausfahren. Die Integralsitze tragen Gurt und Kopfstütze in sich, damit der Gurt auch ohne B-Säule richtig sitzt. Das Verdeck öffnet elektrohydraulisch in 30 Sekunden über 15 Druckzylinder und 17 Endschalter und legt sich unter eine Persenning. Das Hardtop aus Aluminium wiegt 34 Kilo und gehörte zum Lieferumfang, ab 1996 wahlweise als Panorama-Glasdach mit 4 verklebten Scheiben.

13 Motoren in 12 Jahren

Zum Start gab es den 300 SL mit 190 PS, den 300 SL-24 mit 231 und den 500 SL mit 326 PS, ab Oktober 1992 den 600 SL mit 6-Liter-V12 und 394 PS. Im Juni 1993 drehte Mercedes die Namen, aus dem 500 SL wurde der SL 500, und SL 280 und SL 320 ersetzten die Dreiliter. AMG legte den SL 60 mit 381 PS auf, später SL 55, SL 70 und den SL 73 mit 7,3 Litern und 525 PS, 927 Wagen zusammen. Der V8 war der SL, den 4 von 10 Käufern wollten: 79.827 Wagen mit dem M119 und 23.704 mit dem M113 ab 1998.

Ein schwarzer Mercedes SL 500 R129 mit Hardtop vor einem Yachthafen
Ein SL 500 von 1996 mit Hardtop: die zweite Serie mit Stoßfängern in Wagenfarbe und Klarglasblinkern, so wie ihn die meisten vor Augen haben.

Wie sich der R129 in 3 Serien wandelte

September 1995: das neue Gesicht

Die erste Modellpflege brachte Stoßfänger und Beplankung in Wagenfarbe, Klarglasblinker, rote Rückleuchten und einen Grill mit 6 statt 7 Lamellen. Unter dem Blech kam die elektronisch gesteuerte Fünfgangautomatik 722.6 mit Wandlerüberbrückung, erst für V8 und V12, ab Juni 1996 für die Sechszylinder. ESP war im SL 600 Serie, der Bremsassistent ab Dezember 1996 für alle, Xenonlicht gab es als Option.

April 1998: die Dreiventiler

Die zweite Modellpflege in Turin brachte die V-Motoren mit 3 Ventilen und Doppelzündung: SL 280 V6 mit 204, SL 320 V6 mit 224 und SL 500 V8 mit 306 PS, bis zu 10 Prozent sparsamer und nach Euro 3. Dazu 17-Zoll-Räder, dreiteilige Rückleuchten, runde Spiegel, ein sichtbares Chrom-Endrohr und die Automatik mit Wippschalter. Der SL 600 behielt seinen V12. Zum Schluss kamen die SL Edition, die Final Edition mit designo-Lack und die Silver Arrow Edition für die USA.

Das bleibt vom Mercedes SL R129

Der R129 ist der SL, den man heute kauft, weil man ihn sich früher nicht leisten konnte: 89.490 D-Mark kostete der 300 SL 1989, 226.432 der SL 600 im Jahr 1999. Heute gibt es gepflegte Sechszylinder ab 20.000 Euro, gute SL 500 der letzten Serie bis 50.000, AMG-Modelle in eigener Liga. Der R129 SL-Club in Stuttgart hält die Szene zusammen, Mercedes-Benz Classic hält die Teile vor, und Spezialisten überholen die Hydraulik, die jeden R129 irgendwann einholt.

Was heute beim Mercedes SL R129 zählt

  • Verdeck: Hydraulikzylinder, Steuergerät, Stoff und Heckscheibe entscheiden über den Kauf.
  • Kabelbaum vor September 1995 zerbröselt; Kopfdichtung am M104, Gleitschienen am M119.
  • Serie: die dritte ab 1998 hat den geringsten Ärger und den höchsten Preis.

Der R129 ist der Roadster, der in 0,3 Sekunden weiß, was zu tun ist. In der Kartei steht er als der SL aus Bremen, mit dem Mercedes den offenen Wagen sicher machte.

Mercedes-Benz SL R129: Der Roadster, der sich selbst schützt (1989–2001), Bild zum Zitat
In einem SatzDer R129 kam im März 1989 in Genf mit 3 Weltneuheiten: dem Überrollbügel, der in 0,3 Sekunden ausfährt, den Integralsitzen mit eingebautem Gurt und dem vollautomatischen Verdeck, das in 30 Sekunden verschwindet.

Foto: allen watkin from London, UK · CC BY-SA 2.0

Quellen

  1. Wikipedia: Mercedes-Benz R 129 (deutsch)
  2. Wikipedia: Mercedes-Benz SL-Class R129 (englisch)
  3. Mercedes-Benz Pressetext 2010: Modellgeschichte der Baureihe 129
  4. mercedes-seite.de: Baureihe R129
  5. MBIG: R129 technische Daten 1998 bis 2001
  6. Classic Trader Magazin: Mercedes-Benz SL R129

Was Leser über den Mercedes SL R129 fragen

Was war neu am R129?

3 Dinge, die es vorher in keinem Serienauto gab: ein Überrollbügel, der bei Gefahr sensorgesteuert in 0,3 Sekunden ausfährt und sich sonst als Komfortbügel ausfahren lässt; Integralsitze, die den Gurt im Sitz tragen; und ein Stoffverdeck, das elektrohydraulisch über 15 Druckzylinder und 17 Endschalter in 30 Sekunden öffnet und unter der Persenning verschwindet. Das Aluminium-Hardtop mit 34 Kilo gehörte dazu.

Welche Motoren gab es im R129?

Zum Start der 300 SL mit 190 PS, der 300 SL-24 mit 231 und der 500 SL mit 326 PS. Ab Oktober 1992 der 600 SL mit 6-Liter-V12 und 394 PS. Ab Juni 1993 SL 280 und SL 320 mit Reihensechszylinder, ab April 1998 die Dreiventiler SL 280 V6 mit 204, SL 320 V6 mit 224 und SL 500 V8 mit 306 PS. AMG baute SL 55, SL 60, SL 70 und SL 73 mit bis zu 525 PS.

Was ist die Final Edition?

Das Abschiedsmodell von August 2000 bis Juni 2001 mit designo-Lack in Brillantschwarz oder Silver Arrow, designo-Leder, 18-Zoll-AMG-Rädern, Holz-Mittelkonsole und Navigation. 674 Stück nennt die deutsche Wikipedia. Am Markt trägt sie einen fünfstelligen Aufschlag gegenüber dem normalen SL.

Aus dem Magazin

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Was ein R129 kostet, und was er neben anderen kann

1.927 €

So viel kostet ein Jahr R129

  • Sprit585 €
  • Versicherung350 €
  • Wartung und Teile800 €
  • Steuer mit H-Kennzeichen192 €
  • Pro Monat161 €
  • Pro Kilometer0,64 €

Die Steuer ist die Pauschale für ein H-Kennzeichen am Pkw nach § 9 Absatz 4 Kraftfahrzeugsteuergesetz. Alles andere schiebst du selbst zurecht.

R129 SL

R129 SL und W120 Ponton in den Zahlen des Katalogs
MerkmalR129 SLW120 Ponton
Bauzeit1989–20011953–1962
Leistung190 bis 525 PS40 bis 68 PS
Hubraum7.291 cm³1.897 cm³
Zylinder124
0–100 km/h4,8 ssteht offen
Leergewicht1.700 kg1.180 kg
Höchstgeschwindigkeit250 km/h135 km/h
Stückzahl204.940247.404
In der Karteinoch keinsnoch keins
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Diese R129 stehen in der Kartei

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