Was man über den Strich-Acht wissen muss
- Der Strich-Acht kam im Januar 1968, nach seinem Vorstellungsjahr benannt, als vollständig neue Mittelklasse mit Schräglenker-Hinterachse und Sicherheitskarosserie.
- W 115 mit Vier- und Fünfzylindern (200 D bis 240 D 3.0), W 114 mit Sechszylindern (230.6 bis 280 E); das Coupé ab 1969.
- Der 240 D 3.0 von 1974 war der erste Fünfzylinder-Diesel in einem Pkw; der 200 D das Taxi, das 1.000.000 Kilometer lief.
- Rund 1,9 Millionen Stück; seit 1998 H-fähig, das Coupé und der 280 E die gesuchten, der Diesel der Wagen mit der längsten Geschichte.
Der Strich-Acht war der Mercedes, der die Heckflosse ablöste, und der erste, der nach seinem Jahr hieß. 1968, /8, ein Wagen ohne Flossen, mit Schräglenker-Hinterachse, Sicherheitsfahrgastzelle und einem Programm, das vom 200 D bis zum 280 E reichte. 8 Jahre lang, bis 1976, war er die Mittelklasse von Stuttgart und das Taxi der Republik.
Was den Strich-Acht ausmachte: W 114, W 115 und das Taxi
Was W 115 und W 114 unterscheidet
Der W 115 war der Vier- und Fünfzylinder: 200, 220, 230.4, 200 D, 220 D, 240 D und ab 1974 der 240 D 3.0 mit dem ersten Fünfzylinder-Diesel in einem Pkw, 80 PS. Der W 114 trug die Sechszylinder: 230.6, 250, 280 und 280 E mit 185 PS. Beide teilten Karosserie, Fahrwerk und die Form von Paul Bracq. 1969 kam das Coupé ohne B-Säule, 1973 das Facelift mit flacherem Grill und Rippen-Rückleuchten.
Warum der Strich-Acht das Taxi Deutschlands war
Der 200 D und 220 D waren das Taxi, in Hellelfenbein, mit 55 oder 60 PS, geduldig, mit Kilometerständen jenseits der Million. Der griechische Taxifahrer Gregorios Sachinidis fuhr seinen 240 D 4,6 Millionen Kilometer; das Auto steht heute im Werksmuseum.

So wurde der Strich-Acht zum Klassiker
Rund 1,9 Millionen /8 entstanden. Der Wagen ist seit 1998 H-fähig, das Coupé und der 280 E sind die gesuchten, der Diesel der Klassiker, mit dem man in den Urlaub fährt. Die Szene ist groß, die Teile sind zu haben, und ein /8 mit Historie ist ein Auto fürs Leben.
Was heute beim Strich-Acht zählt
- Rost an Radläufen, Schwellern, Wagenheberaufnahmen, Kofferraumboden, Scheibenrahmen, der /8 rostet, und er wurde oft schlecht geschweißt.
- Motoren halten ewig; die Vergaser der Benziner und die Einspritzpumpen der Diesel gehören ins Fahrzeugbuch.
- Coupé mit MB-Tex oder Leder und Schiebedach ist das gesuchte Modell.
Das Werkstatthandbuch zu W 114 und W 115 verkauft Mercedes-Benz im Classic Store, für den Strich-Acht die Grundlage jeder Reparatur. Der Literaturkatalog zum Strich-Acht führt es mit Bezugsquelle.
Der Strich-Acht ist der Mercedes, den man geerbt hat. In der Kartei trägt er die längsten Geschichten, und oft die Rechnungen des Großvaters.

Foto: Calreyn88 · CC BY-SA 4.0
Quellen
Was Leser über den Strich-Acht fragen
Woher kommt der Name Strich-Acht?
Vom Vorstellungsjahr: Intern hießen die Wagen W 114 und W 115, auf den Typenschildern und im Sprachgebrauch /8 für 1968, in Abgrenzung zu den Heckflossen davor.
Was ist der Unterschied zwischen W 114 und W 115?
Der W 115 trägt die Vier- und Fünfzylinder, 200, 220, 230.4, 200 D, 220 D, 240 D, 240 D 3.0, der W 114 die Sechszylinder 230.6, 250, 280 und 280 E. Karosserie und Fahrwerk sind identisch.
Was rostet am /8?
Radläufe, Schweller, Wagenheberaufnahmen, Kofferraumboden, Türunterkanten, die Frontscheibenrahmen und der Bereich um die Scheinwerfer, ein /8 aus dem Norden ist meist geschweißt.














