Was man über den Ponton wissen muss
- 1953 bis 1962 gebaut, rund 247.400 Stück über alle Varianten.
- Der erste Mercedes mit selbsttragender Karosserie, in der Form, die man Ponton nennt: glatte Flanken statt aufgesetzter Kotflügel.
- 40 bis 68 PS, Benziner mit 1,8 und 1,9 Litern, Diesel mit 1,8 und 2,0 Litern, 110 bis 135 km/h.
- Der 180 D machte den Diesel im Pkw alltäglich: langsam, sparsam, unverwüstlich, und über Jahrzehnte das Taxi der Republik.
Der Ponton ist der Mercedes, mit dem das Haus in die Moderne fuhr. 1953 kam er, mit glatten Flanken statt aufgesetzter Kotflügel und mit einer selbsttragenden Karosserie, die es bei Mercedes bis dahin nicht gegeben hatte. 9 Jahre später hatte er rund 247.400 Käufer gefunden.
Warum die selbsttragende Karosserie so viel änderte
Ohne Rahmen wird ein Auto leichter, steifer und billiger zu bauen. Der W120 nutzte das für mehr Platz bei gleicher Außenlänge und für ein Gewicht von knapp über 1,2 Tonnen. Die Form, die daraus entstand, prägte alles, was danach aus Sindelfingen kam.
Die Reihe im Überblick
| Version | Leistung | Anmerkung |
|---|---|---|
| 180 D | 40 bis 48 PS | Der Diesel, der das Taxi zum Beruf machte |
| 180 | 52 bis 68 PS | Der Vergaserbenziner der Baureihe |
| 190 | 75 PS | Die kräftigere Schwester im W121 |
Warum der 180 D Geschichte geschrieben hat
Er war langsam. Er brauchte 39 Sekunden auf 100 km/h und lief 110 km/h. Und er fuhr, und fuhr, und fuhr. Taxiunternehmen rechneten in Hunderttausenden von Kilometern, und der Ruf, den Mercedes beim Diesel bis heute hat, stammt aus diesen Jahren.
Wie sich ein Ponton heute fährt
Gemächlich und mit großer Übersicht. Die Lenkung ist indirekt, die Sitze sind Sessel, und das Fahrwerk schluckt die Landstraße. Wer ihn fährt, fährt in einem anderen Tempo und merkt schnell, dass das genau der Punkt ist.
Das bleibt vom Mercedes-Benz W120
Er ist der Wagen, in dem die Bundesrepublik zur Arbeit fuhr und in dem die Familie an die Nordsee kam. Ohne ihn gäbe es weder den Ruf des Diesel noch die Serienform, die Mercedes bis in die Achtziger trug.
Was heute beim Ponton zählt
- Substanz: Schweller, Radläufe, Endspitzen, Bodenblech, Federaufnahmen, Scheibenrahmen.
- Die Achse: Wagen vor 1956 fahren mit der ersten Pendelachse, spätere mit der gutmütigeren Eingelenkachse.
- Teile: Für Technik und Verschleiß gut versorgt, für Chrom und Innenraum eine Frage von Zeit und Geld.
- Historie: Ein Wagen mit Belegen und wenig Vorbesitzern ist den Aufpreis wert.
Der Ponton ist der Mercedes, der zur Arbeit fuhr und dabei den Ruf des Hauses begründete. In der Kartei steht er als der Anfang der modernen Baureihen.

Foto: Ermell · CC BY-SA 4.0
Quellen
Was Käufer vor dem ersten Ponton fragen
Was bedeutet Ponton?
Die Bauform, bei der die Kotflügel in die Flanke übergehen, statt als eigene Bögen aufzusitzen. Der Wagen wirkt dadurch wie ein Körper aus einem Guss. Beim W120 kam diese Form zum ersten Mal bei Mercedes mit einer selbsttragenden Karosserie zusammen.
Benziner oder Diesel?
Der 180 D ist das Stück Geschichte: 40 bis 48 PS, Laufleistungen jenseits aller Erwartungen, und der Wagen, der den Diesel in den Alltag brachte. Der Benziner fährt sich angenehmer und ist leiser. Wer täglich fahren will, nimmt den Benziner, wer die Geschichte sucht, den Diesel.
Was ist mit der Hinterachse der frühen Wagen?
Die erste Ausführung der Pendelachse galt bei Nässe als schwierig zu beherrschen. 1956 ersetzte Mercedes sie durch die Eingelenk-Pendelachse, die deutlich gutmütiger ist. Wer einen frühen Wagen fährt, fährt ihn mit Respekt.
Wo rostet der W120?
An den Schwellern, den Radläufen, den Endspitzen, im Bodenblech, an den Federaufnahmen und rund um die Scheiben. Die Substanz entscheidet über alles, denn Bleche sind teuer und Arbeit noch teurer.












