Limousine, T-Modell, Coupé und Cabriolet, vom 200 D mit 72 PS bis zum 500 E von Porsche. 3 Serien, 2 Modellpflegen, die Wagenheberaufnahmen, der Kabelbaum. Was man prüft, was es kostet
Patinamore-Redaktion · 19.09.2026 · aktualisiert 19.09.2026
Was man vor dem Kauf eines Mercedes W124 wissen muss
- Rund 2,7 Millionen Wagen der Baureihe 124 baute Mercedes von 1984 bis 1997: 2.213.167 Limousinen, 340.503 T-Modelle, 141.498 Coupés, 33.952 Cabriolets, dazu 2.342 Langversionen. Vom 200 D mit 72 PS bis zum 500 E mit 326 PS, den Porsche montierte.
- Die Modellpflege entscheidet über den Rost: Die erste Serie bis 1989 rostet sichtbar, die erste Modellpflege 1989 bis 1993 gilt als am besten geschützt, die zweite ab 1993 mit Wasserbasislack rostet an untypischen Stellen. Wagenheberaufnahmen und Hinterachsaufnahmen sind bei allen die Entscheidung.
- Der Motorkabelbaum ist das Thema der Vierventiler: Bei M104, M111 und M119 ab Herbst 1992 zerbröselt die Isolierung, gehäuft 1993 bis 1995. Ein erneuerter Kabelbaum mit Rechnung ist Pflicht, 500 bis 1.200 Euro.
- Automatik über 200.000 Kilometern, Niveauregulierung am T-Modell, Gurtbringer an Coupé und Cabriolet, Tachozählwerk. Preise 2026: Limousine in Zustand 2 ab 9.000 Euro, T-Modell ab 12.000, Coupé ab 14.000, Cabriolet ab 23.000, 500 E 72.000 bis 98.000.
Der W124 ist das Auto, mit dem Mercedes den Ruf verdiente, den es heute noch trägt. Vorgestellt im November 1984 in Sevilla, gebaut in Sindelfingen von Januar 1985 bis 1997, verkauft als Mittlere Klasse und ab Juni 1993 als E-Klasse. Rund 2,7 Millionen Stück in 4 Karosserien, mit 7 Vorkammerdieseln und einem Dutzend Benzinern, vom 200 D für das Taxigewerbe bis zum 500 E, den Porsche in Zuffenhausen montierte. Er war das Auto, das 500.000 Kilometer fuhr, und er ist heute das Auto, bei dem der Kaufpreis nur der Anfang ist. 4 Themen entscheiden: die Modellpflege, der Rost unter den Verkleidungen, der Kabelbaum der Vierventiler und die Automatik.
Serie 1, Modellpflege 1, Modellpflege 2: die 3 Gesichter des 124
Serie 1, 1985 bis 1989
- Erkennen
- Schmale Stoßleisten, unlackierte Spiegel
- Motoren
- M102 und M103 Zweiventiler, Diesel OM 601 bis 603
- Serie
- Katalysator ab September 1986, ABS ab September 1988
- Rost
- Offen sichtbar, Wagenheberaufnahmen, Kotflügel, Türunterkanten
- Kabelbaum
- Unbetroffen
- Markt
- Günstig, oft Taxihistorie
Modellpflege 1, 1989 bis 1993
- Erkennen
- Schwellerverkleidungen, Chromleisten, lackierte Spiegel
- Motoren
- Dazu 300 E-24 mit 220 PS, Turbodiesel, 500 E ab 1991
- Serie
- ABS, Fünfgang beim 300 E, ab Oktober 1992 Fahrerairbag und Zentralverriegelung
- Rost
- Am besten geschützt, unter den Verkleidungen verborgen
- Kabelbaum
- Unbetroffen bis Herbst 1992
- Markt
- Gesucht, der 300 E-24 und das Coupé
Modellpflege 2, 1993 bis 1997
- Erkennen
- Plakettenkühler mit Stern auf der Haube, Buchstabe vor der Zahl, neue Stoßfänger und Räder
- Motoren
- Vierventiler M111 und M104, Diesel OM 605 und 606, E 420, E 500, E 60 AMG
- Serie
- Fahrerairbag, Zentralverriegelung, elektrische Spiegel
- Rost
- Wasserbasislack, Rost an Türgriffen, Antennenloch, Heckklappe
- Kabelbaum
- M104, M111, M119 betroffen, gehäuft 1993 bis 1995
- Markt
- E 320, E 500, Cabriolet Final Edition
Die erste Modellpflege vom September 1989 ist die Wasserscheide. Die Schwellerverkleidungen, in der Szene Sacco-Bretter nach Designchef Bruno Sacco, machten den Wagen breiter und verbargen die Wagenheberaufnahmen. Der Lack dieser Jahre hält am besten. Im August 1992 stellte Sindelfingen auf Wasserbasislack um, und die Bäder hatten ein Problem mit Bakterien; die zweite Modellpflege vom Juni 1993 rostet deshalb dort, wo ein Mercedes vorher nicht rostete. Wer die Wahl hat, nimmt einen Wagen zwischen 1989 und Sommer 1992.
So verteilen sich 2,7 Millionen Wagen auf 4 Karosserien
- 2.213.167Limousine W124
- 340.503T-Modell S124
- 141.498Coupé C124
- 33.952Cabriolet A124
- 2.342Limousine lang V124
Als Tabelle
| Karosserie | Stück |
|---|---|
| Limousine W124 | 2.213.167 |
| T-Modell S124 | 340.503 |
| Coupé C124 | 141.498 |
| Cabriolet A124 | 33.952 |
| Limousine lang V124 | 2.342 |
Die Limousine kam im Januar 1985, das T-Modell im Oktober 1985 mit Niveauregulierung als Serie, das Coupé im April 1987, schon mit der seitlichen Beplankung, das Cabriolet im März 1992 mit dreilagigem Verdeck, Glasheckscheibe und einem Überrollbügel, der in 0,3 Sekunden ausfährt. Das Cabriolet lief bis Juli 1997 und bekam als letztes die Final Edition mit 1.390 Stück. Dazu 2.342 Langversionen mit 6 Türen und 80 Zentimetern mehr Länge, die vor allem Taxiunternehmen kauften.

Der 124 in 13 Jahren
- 1984Pressevorstellung in Sevilla am 26. November mit 7 Modellen: 200 D, 250 D, 300 D, 200, 230 E, 260 E, 300 E. Der 200 D kostet 32.604 D-Mark.
- 1985Serienanlauf im Januar in Sindelfingen. Im September das T-Modell auf der IAA, dazu die Studie des Allradantriebs 4MATIC.
- 1987Turbodiesel 300 D Turbo mit 143 PS im Januar, das Coupé im März in Genf, 4MATIC lieferbar für die Sechszylinder für knapp 12.000 D-Mark Aufpreis.
- 1988ABS wird Serie für alle. Am 19. Dezember läuft der millionste Wagen vom Band.
- 1989Im Februar die Dieselinitiative mit 75, 94 und 113 PS. Im September die erste Modellpflege: Schwellerverkleidungen, 300 E-24 mit 220 PS, Sportline, Langversion.
- 1990Im Oktober in Paris der 500 E: 326 PS aus dem V8 des SL, 5,6 Zentimeter breiter, montiert bei Porsche. Produktion ab Februar 1991.
- 1992Im März das Cabriolet 300 CE-24. Im Herbst die Vierventiler E 200, E 220, E 280, E 320, der 400 E, Fahrerairbag und Zentralverriegelung als Serie. Im Juni der zweimillionste Wagen.
- 1993Im Juni die zweite Modellpflege: E-Klasse, Plakettenkühler mit Stern auf der Haube, Vierventildiesel E 250 und E 300 Diesel, E 60 AMG mit 381 PS, im September E 36 AMG.
- 1994E 500 Limited, 500 Stück von März bis August, in Saphirschwarz oder Brillantsilber mit 17-Zoll-Rädern. Das E 200 Cabriolet als Einstieg.
- 1995Im Sommer das Ende der Limousine, der W210 übernimmt. Der letzte 500 E im April.
- 1996T-Modell und Coupé laufen aus.
- 1997Im Juli das letzte Cabriolet, davor die Final Edition mit 570 E 200, 654 E 220 und 166 E 320.
Welcher Motor zu wem passt
- 72200 D
- 90250 D
- 109300 D
- 136E 300 Diesel
- 147300 D Turbo
- 109200
- 136230 E
- 150E 220
- 166260 E
- 188300 E
- 220300 E-24
- 220E 320
- 279E 420
- 326500 E
- 381E 60 AMG
Als Tabelle
| Motor | PS |
|---|---|
| 200 D | 72 |
| 250 D | 90 |
| 300 D | 109 |
| E 300 Diesel | 136 |
| 300 D Turbo | 147 |
| 200 | 109 |
| 230 E | 136 |
| E 220 | 150 |
| 260 E | 166 |
| 300 E | 188 |
| 300 E-24 | 220 |
| E 320 | 220 |
| E 420 | 279 |
| 500 E | 326 |
| E 60 AMG | 381 |
- 200 D, 250 D, 300 D (OM 601, 602, 603): Vorkammer, Reihenpumpe, Steuerkette, langsam und unzerstörbar. Der 200 D braucht 6 bis 7 Liter und hält 700.000 Kilometer, der 250 D gilt als einer der zuverlässigsten Motoren überhaupt. Das Taxi der Republik, deshalb die Historie prüfen.
- 300 D Turbo und 250 D Turbo (OM 603 A, OM 602 A): 147 und 126 PS, Drehmoment für Anhänger und Autobahn, über 10 Liter. Die Empfehlung der Szene für den Alltag. Kopfdichtung nach heißem Abstellen, Vorkammern, Lader ab 250.000 Kilometern.
- E 250 Diesel und E 300 Diesel (OM 605, OM 606): die Vierventildiesel ab 1993 mit 113 und 136 PS, der 300er läuft 200. Die Abgasrückführung versottet den Ansaugtrakt; sonst auf hohem Niveau.
- 200, 200 E, 230 E (M102): Vergaser oder KE-Jetronic, 109 bis 136 PS, der Bestseller mit 374.422 Limousinen. Simplexkette bei frühen Motoren alle 200.000 Kilometer, Nockenwellen bei Baujahr 1987 und 1988. 500.000 Kilometer sind möglich.
- 260 E und 300 E (M103): die laufruhigen Sechszylinder mit 166 und 188 PS und Duplexkette. Kopfdichtung hinten, Nockenwellen bei hoher Laufleistung, Hydrostößel.
- E 200 und E 220 (M111): die Vierventiler mit 136 und 150 PS, 1 bis 1,5 Liter sparsamer als der M102, Duplexkette. Der E 220 hat das beste Verhältnis von Preis und Leistung. Kabelbaum.
- 300 E-24, E 280, E 320 (M104): 220, 193 und 220 PS, 310 Newtonmeter, der Motor mit Charakter. Kabelbaum, Kopfdichtung mit Ölschwitzen hinten, Ölfiltergehäuse, Steuerkette ab 200.000 Kilometern. Der E 320 ist vielleicht der beste Motor der Baureihe, wenn der Kabelbaum neu ist.
- 400 E, E 420, 500 E, E 500 (M119): die V8 mit 279 und 326 PS, nur mit Vierstufenautomatik. Kunststoffgleitschienen der Steuerkette, Kabelbaum, Steuergerät. Der 500 E braucht 5,9 Sekunden auf 100 und läuft 250, oft hart gefahren.
- E 36 AMG und E 60 AMG: 272 und 381 PS, 147 oder 148 E 60, davon rund 50 ab Werk. Sammlerautos mit eigenem Markt.
Die Vierstufenautomatik erreicht deutlich höhere Laufleistungen als die Fünfstufenautomatik, die es ab 1989 als Extra für die M104 gab. Beim Fünfstufer das Einlegen des 5. Gangs prüfen, das Magnetventil ist teuer. Die Schaltgetriebe sind hakelig, das war schon neu so.
Zustand vor Ausstattung, Karosserie vor Motor, Kabelbaum vor Klimaanlage. In dieser Reihenfolge kauft man einen 124.
Das prüft man am W124
Rost: die Wagenheberaufnahmen und die Hinterachsaufnahmen
Der Zustand der Karosserie ist das Kaufkriterium, alles andere ist Verschleiß. Die 4 Wagenheberaufnahmen in den Schwellern sind notorisch, ab der ersten Modellpflege hinter den Verkleidungen verborgen: Schraubendreher hinein, braunes Pulver heißt durch. Die vorderen Aufnahmen der Hinterachse sind die kritischste Stelle, sie rosten von innen und tragen die Achse; die Reparatur ist vierstellig, bei Taxilaufleistungen reißen die Bleche bis in den Rahmen. Dazu die Schwellerspitzen in den Radhäusern, die Kotflügel über den Blinkern und an der Kante zur Stoßstange, die Innenkotflügel unter Wischwasserbehälter und ABS-Pumpe, die Türunterkanten, der Batteriekasten, der Heckdeckel um Schloss und Kennzeichenleuchte, die Ersatzradmulde, die Rückleuchtendichtungen. Der PVC-Unterbodenschutz schrumpft und reißt, darunter blüht es großflächig. Am T-Modell rosten Heckklappe, die untere Kante der Heckscheibe und die Rahmen der hinteren Seitenscheiben; die Scheibe zwischen C- und D-Säule lässt Wasser ein. Am Cabriolet die Kanten unter der Verdeckabdeckung. Tritt Rost unter den Schwellerverkleidungen hervor, ist der Wagen keiner mehr.
- 4 Wagenheberaufnahmen mit dem Schraubendreher
- Vordere Hinterachsaufnahmen von unten, mit Lampe und Hammer
- Schwellerspitzen in allen 4 Radhäusern
- Kotflügel über den Blinkern, Innenkotflügel unter Wischwasserbehälter und ABS-Pumpe
- Türunterkanten, Batteriekasten, Heckdeckel am Schloss, Ersatzradmulde
- Unterbodenschutz: Risse, Blasen, Feuchte darunter
- T-Modell: Heckklappe, Heckscheibenkante, Seitenscheibenrahmen, Ladeboden trocken
- Modellpflege 2: Türgriffe, Antennenloch, Infrarotempfänger unter dem Heckdeckel
Motor: Kabelbaum, Kopfdichtung, Kette
Ab Herbst 1992 verlangte Mercedes bleifreie Isolierung, deren Weichmacher verdunstet. Bei M104, M111 und M119 zerbröselt der Motorkabelbaum, Kurzschlüsse folgen, das Steuergerät kann sterben. Gehäuft trifft es 1993 bis 1995, auch das Kabel des Drosselklappenstellers. Ein Kabelbaum mit Rechnung ist die Voraussetzung für jeden Vierventiler. Am M103 und M104 schwitzt die Kopfdichtung hinten Öl, beim späten E 320 wird der Edelstahlkrümmer porös. Die Simplexkette der frühen M102 ist alle 200.000 Kilometer fällig, die Ketten der M104 nach 200.000. Am Turbodiesel gehen Kopfdichtung und Vorkammern, die Einspritzpumpe verliert Öl an den Dichtungen.
- Kabelbaum M104, M111, M119: Isolierung am Ventildeckel biegen, Rechnung sehen
- Kaltstart: blauer Rauch ist Öl, weißer Dampf ist Kühlwasser
- Öldruck warm: 1,5 bis 2 bar im Leerlauf, 3 bar unter Last
- Kettenrasseln kalt, Hydrostößel klappern
- Kopfdichtung hinten, Ölfiltergehäuse, Ventildeckel
- Diesel: Lader ohne Pfeifen, Kühlwasser ohne Öl, Pumpe trocken
- M119: Gleitschienen der Steuerkette, Rechnung oder Kettengeräusch
Automatik und Antrieb
Über 200.000 bis 300.000 Kilometern steht die Überholung der Automatik an, 1.500 bis 4.500 Euro. Dunkelbraunes, verbranntes Öl heißt überfällig, ein Ruck zwischen D und R und verzögertes Hochschalten ebenso. Taxifahrer wechselten Öl und Filter alle 60.000 Kilometer. Das Differential schwitzt fast immer leicht, tropfen ist nicht normal. 4MATIC ist teuer in der Reparatur und nur etwas für den, der es braucht.
- Automatiköl: Farbe, Geruch, Stand
- Schaltqualität warm: kein Ruck D nach R, kein Verzögern
- Fünfstufer: 5. Gang kommt
- Hardyscheiben, Kardanlager, Differential trocken
Fahrwerk und Lenkung
Traggelenke vorn knarzen beim Einfedern, das Paar kostet 200 Euro, beim E 320 braucht es den ganzen Querlenker. Die Hinterachse hat 5 Streben je Seite mit Gummilagern; ausgeschlagen fährt der Wagen schwammig und poltert. Die Kugelumlauflenkung hat ab 350.000 Kilometern Spiel, das Nachstellen ist begrenzt, ein Lenkgetriebe kostet 1.500 Euro. Am T-Modell verlieren die Federspeicher der Niveauregulierung ihren Stickstoff, das Heck steht hoch und federt hart: beladen, Motor starten, das Heck muss sich heben.
- Traggelenke, Spurstangen, Lenkzwischenhebel
- Hinterachslager: Poltern, schwammiger Geradeauslauf
- Lenkung: Spiel am Lenkrad, Lenkgetriebe trocken
- T-Modell: Niveauregulierung hebt das Heck, Dämpfer trocken
- ABS pulsiert auf rutschigem Grund, Bremsleitungen ohne Narbenrost
Elektrik, Innenraum, Coupé und Cabriolet
Das Zählwerk im Tacho bleibt stehen, weil Zahnräder brechen; ein Kilometerstand kann darum älter sein als der Wagen. Sicherung 5 prüfen, bevor man das Kombiinstrument verdächtigt. Die Unterdruckpumpe der Zentralverriegelung unter der Rücksitzbank, Fensterhebermotoren, Relais und Kraftstoffpumpen sind Verschleiß. Ein Zündschloss, das stottert, tauscht man sofort. Die blauen Armaturenbretter platzen, das Zebrano-Furnier löst sich, die linke Sitzflanke ist durchgescheuert. An Coupé und Cabriolet brechen die Zahnräder der Gurtbringer, eine Mercedes-Einheit kostet 350 bis 450 Euro. Das Cabrioverdeck muss bis 50 Kilometer pro Stunde ohne Geräusch laufen, dicht sein und ohne Risse; Hydraulikzylinder kosten 800 bis 1.200 Euro. Der Dachhimmel des Coupés löst sich hinten.
- Tachozählwerk läuft, Kilometerstand plausibel zu Heft und HU-Berichten
- Zentralverriegelung an allen Türen, Fensterheber, Sitzverstellung
- Zündschloss ohne Stottern, Airbaglampe geht nach 3 Sekunden aus
- Armaturenbrett ohne Risse, Holz fest
- Coupé und Cabriolet: Gurtbringer leise und vollständig, rahmenlose Scheiben dicht
- Cabriolet: Verdeck 3 Mal, Überrollbügel, Sitzlehnenverriegelung
Was eine Reparatur am W124 kostet
- 200Traggelenke vorn, Paar
- 350Federspeicher Niveauregulierung, Paar
- 450Gurtbringer Coupé oder Cabriolet
- 600Hinterachslager mit Einbau
- 900Motorkabelbaum aufgearbeitet, eingebaut
- 900Zylinderkopfdichtung M103
- 1.500Lenkgetriebe
- 2.000Schweller
- 3.000Automatik überholen
- 8.000Wagenheberaufnahmen und Struktur
Als Tabelle
| Reparatur | Euro |
|---|---|
| Traggelenke vorn, Paar | 200 |
| Federspeicher Niveauregulierung, Paar | 350 |
| Gurtbringer Coupé oder Cabriolet | 450 |
| Hinterachslager mit Einbau | 600 |
| Motorkabelbaum aufgearbeitet, eingebaut | 900 |
| Zylinderkopfdichtung M103 | 900 |
| Lenkgetriebe | 1.500 |
| Schweller | 2.000 |
| Automatik überholen | 3.000 |
| Wagenheberaufnahmen und Struktur | 8.000 |
Die Teileversorgung ist hervorragend: Sachs, Boge und Lemförder liefern, Mercedes-Benz Classic hat noch den Kabelbaum für 1.200 Euro, Spezialisten arbeiten Kabelbäume und Verdecke auf. Eine freie Werkstatt rechnet 60 bis 90 Euro die Stunde, die Vertragswerkstatt 100 bis 130.
Was der W124 im Jahr kostet
Ein Jahr mit dem Wagen1.867 €Kraftstoff 945 €, Steuer 192 €, Versicherung 330 €, Wartung 400 €. Im Monat 156 €.
Die Annahmen
| Kostenrechner | Wert |
|---|---|
| Verbrauch | 10,5 |
| Steuer | 192 |
| Versicherung | 330 |
| Wartung | 80 |
Die Annahmen gelten für einen 230 E: 10,5 Liter Super im Alltag, ein 250 D braucht 8,3, ein 300 E-24 12,7. Alle Wagen bis Baujahr 1996 sind 30 Jahre alt und bekommen das H-Kennzeichen mit 191,73 Euro Steuer, die letzten Cabriolets von 1997 im nächsten Jahr. Ein Oldtimertarif für eine Limousine kostet 280 bis 380 Euro im Jahr. Die Wartung rechnet mit 80 Euro je 1.000 Kilometer: Öl, Filter, Reifen, alle 60.000 Kilometer das Automatiköl.
Was die Extras 1990 kosteten
Die Preisliste 57 vom Februar 1990 nennt für den 230 E 46.170 D-Mark. Ein 300 CE kostete im Oktober 1990 70.338, der 500 E 134.520, das Cabriolet 300 CE-24 im Jahr 1992 99.636 D-Mark. Die Extras darauf machten den Unterschied, und sie machen ihn heute noch.
- Automatik2.964
- Schiebedach2.052
- Anhängerkupplung1.488
- Zentralverriegelung627
- Klimaanlage3.265 (1994)
- Klimaautomatik4.285 (1994)
- Fünfstufenautomatik3.635 (1994)
- Lederlenkrad345 (1994)
Das Sportline-Paket ab September 1989 brachte ein tieferes Sportfahrwerk, 205/60 R 15 auf 7 Zoll, Sportlenkrad und straffere Sitze; es ist das Extra, das den Wert hält. ASR gab es für Sechszylinder mit Automatik, im 500 E Serie. Der E 500 Limited von 1994 kam auf 500 Stück in Saphirschwarz oder Brillantsilber mit 17-Zoll-Rädern im Design des 190 E Evo II und zweifarbigem Leder. Das Cabriolet Final Edition mit 1.390 Stück kostete 79.925 bis 114.770 D-Mark. Ein Masterpiece-Auslaufmodell gab es 1995 für Exportmärkte, in Deutschland nicht.
Was ein W124 2026 kostet
Die Zustandsnoten vom Mai 2026 und die Angebote im September 2026 ergeben die Spanne: links ein gepflegter Alltagswagen in Zustand 3, rechts ein Wagen ohne Mängel in Zustand 2. Karosserie und Motor wählen, Zustand schieben.
Limousine 200 D und 250 D, Zustand 2,55.800 €Die Angebote: 3.500 € bis 8.000 €
Als Tabelle
| Modell | Zustand 3 | Zustand 2 |
|---|---|---|
| Limousine 200 D und 250 D | 3.500 | 8.000 |
| Limousine 200 E und 230 E | 5.500 | 9.000 |
| Limousine 300 D Turbo | 6.000 | 12.000 |
| Limousine 300 E-24 und E 320 | 7.500 | 14.000 |
| T-Modell | 7.500 | 16.000 |
| Coupé | 9.000 | 19.000 |
| Cabriolet E 200 und E 220 | 15.000 | 30.000 |
| Cabriolet E 320 | 25.000 | 45.000 |
| Cabriolet Final Edition | 40.000 | 60.000 |
| 500 E und E 500 | 50.000 | 90.000 |
Auf Classic Trader standen im September 2026 ein 300 E-24 von 1992 mit 61.400 Kilometern für 28.500 Euro, ein 250 D Turbo für 15.900, 2 E 420 von 1995 für 35.000 und 2 500 E von 1992 für 79.900 und 88.000 Euro. Ein E 200 von 1993 mit 199.000 Kilometern war für 2.500 Euro zu haben. Der E 60 AMG brachte 2024 bei Broad Arrow rund 192.000 Euro. Der Trend über 3 Jahre: Limousine plus 17 Prozent, T-Modell plus 19, Coupé plus 21, Cabriolet plus 23, 500 E plus 32.
Welcher 124 zu wem passt
- AlltagEin 300 D Turbo oder E 300 Diesel der ersten Modellpflege mit Automatik, Belegen für Lader und Kopfdichtung.
- FamilieEin T-Modell 230 E oder E 220 mit frischen Federspeichern, dichten Seitenscheiben und Anhängerkupplung ab Werk.
- Der SechszylinderEin 300 E-24 von 1990 bis 1992, mit Sportline und dem Lack, der hält.
- Der SammlerEin E 320 Cabriolet Final Edition oder ein 500 E mit Historie, Kabelbaum und Gleitschienen im Ordner.
- Der EinstiegEin 200 D oder 230 E aus zweiter Hand mit Heft, unter 5.000 Euro, mit trockenen Wagenheberaufnahmen.
- Das CoupéEin 300 CE-24 oder E 320 Coupé mit funktionierenden Gurtbringern und festem Dachhimmel.
Ein 124 mit 300.000 Kilometern und Heft ist mehr wert als einer mit 150.000, dessen Zählwerk seit 10 Jahren steht. In Ruhe suchen, vergleichen, den Billigsten stehen lassen.
Der W124 ist das Auto, das die Werkstatt überlebt hat, die ihn gebaut hat. Wer die Wagenheberaufnahmen prüft und den Kabelbaum bezahlt, fährt einen Mercedes, der noch 300.000 Kilometer hält.

Foto: Dusan Ristic · Unsplash License
Quellen
- Wikipedia: Mercedes-Benz Baureihe 124 (deutsch)
- Wikipedia: Mercedes-Benz W124 (englisch), Stückzahlen
- Wikipedia: Mercedes-Benz 500 E (englisch)
- MBIG, Mercedes-Benz Interessengemeinschaft: W124 Baujahre 1989 bis 1993
- MBIG: W124 Baujahre 1993 bis 1995
- mercedes-fans.de: Baureihe W124, die erste E-Klasse
- mercedesclique: Produktionszahlen W124 Limousine nach Motor
- auto motor und sport: Mercedes W124 (1984–1997), Stärken und Schwächen
- auto motor und sport: W124 Cabriolet in der Kaufberatung
- Autozeitung: Kaufberatung Mercedes W124 Cabrio A124
- ADAC Klassik: Kultautos Mercedes-Benz W124
- Kurth Classics: Kaufberatung Mercedes W124
- Freie Werkstatt Berlin: W124 Kaufberatung mit Reparaturkosten
- W124-Archiv: Kaufberatung Karosserie
- W124-Archiv: Kaufberatung Benzinmotoren
- W124-Archiv: Kaufberatung Dieselmotoren
- W124-Archiv: Kaufberatung Fahrwerk
- Trabhan: Typische Roststellen beim Mercedes W124
- chromradar: Marktwert Mercedes W124 Limousine 2026
- SaveTheClassics: W124 Kaufberatung 2026
- carphocus: Marktanalyse Mercedes 500 E 2026
- Classic Trader: Mercedes-Benz E-Klasse W124 Angebote, abgerufen September 2026
- w123-hannover: Preisliste 57 vom Februar 1990, 230 E
- a124.de: Preisliste Cabriolet Dezember 1994
- derkabeldoc: Motorkabelbaum W124 M104
- mercedes-fans.de: Mercedes 200 D W124 mit 1 Million Kilometern
- Finanztip: Kfz-Steuer für Oldtimer mit H-Kennzeichen
Was Leser vor dem Kauf eines Mercedes W124 fragen
Welche Modellpflege des W124 ist die beste?
Die erste Modellpflege von September 1989 bis Juni 1993. Sie brachte die Schwellerverkleidungen, die nach Designchef Bruno Sacco heißen, Chromleisten und lackierte Spiegel, dazu den 300 E-24 mit 220 PS und das Sportline-Paket. Ihr Lack gilt als der haltbarste. Die erste Serie bis 1989 zeigt Rost wenigstens offen, die zweite Modellpflege ab 1993 hat den Plakettenkühler mit Stern auf der Haube, die Vierventiler und den Wasserbasislack, der an Türgriffen, Antennenloch und Heckklappe blüht.
Welcher W124-Motor hält am längsten?
Die Vorkammerdiesel 200 D, 250 D und 300 D: Reihenpumpe, Steuerkette, 500.000 bis 700.000 Kilometer sind üblich, ein 200 D mit 1 Million Kilometern in erster Hand ist dokumentiert. Bei den Benzinern der 230 E mit 500.000 Kilometern und der M111 als E 200 und E 220. Der M104 als 300 E-24, E 280 und E 320 ist der Motor mit dem Charakter und dem Kabelbaum. Der 300 D Turbo ist die Empfehlung der Szene für den Alltag, wenn Lader und Kopfdichtung belegt sind.
Was ist das mit dem Kabelbaum beim W124?
Mercedes verlangte ab Herbst 1992 bleifreie Isolierung, deren Weichmacher verdunstet. Die Isolierung zerbröselt, Kurzschlüsse folgen, im schlimmsten Fall stirbt das Motorsteuergerät. Betroffen sind M104, M111 und M119, gehäuft 1993 bis 1995, dazu das Kabel des Drosselklappenstellers. Aufarbeitung ab 500 Euro, Neuteil von Mercedes 1.200 Euro, mit Einbau bis 1.500. Ein Wagen mit erneuertem Kabelbaum und Rechnung ist 1.000 Euro mehr wert.
Was kostet ein W124 2026?
Nach den Zustandsnoten vom Mai 2026 und den Angeboten im September 2026: Limousine in Zustand 3 5.500 bis 7.500 Euro, in Zustand 2 9.000 bis 12.000, T-Modell 35 Prozent darüber, Coupé 60 Prozent, Cabriolet 150 Prozent. Ein gutes E 220 Cabriolet kostet 25.000 bis 35.000, ein E 320 über 40.000, eine Final Edition 50.000 bis 60.000. Der 500 E liegt bei 72.000 bis 98.000, der E 60 AMG über 150.000. Der Trend über 3 Jahre: plus 17 bis 32 Prozent.
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