Was man über den Jaguar XJS wissen muss
- Der XJ-S kam im September 1975 mit dem 5,3-Liter-V12 und war mit 8.900 Pfund der teuerste Jaguar bis dahin.
- 1981 kam der HE-Zylinderkopf nach dem Brennverfahren von Michael May, der den Verbrauch um bis zu 20 Prozent senkte.
- 1983 folgte der XJ-SC als Targa, ab 1988 das vollwertige Cabriolet.
- Ab 1982 setzte Tom Walkinshaw Racing den Wagen in der Tourenwagen-Europameisterschaft ein und gewann 1984 den Titel.
Im September 1975 stellte Jaguar den Nachfolger des E-Type vor, und die Enttäuschung war groß: Der XJ-S war schwerer, länger und komfortabler abgestimmt. Er war eben kein Sportwagen, sondern ein schneller Reisewagen. 21 Jahre später hatte er sich durchgesetzt, mit 115.413 gebauten Exemplaren.
Was der XJS eigentlich ist
Ein großes Coupé auf der verkürzten Bodengruppe des XJ, mit dem 5,3-Liter-V12 und einer Abstimmung, die auf lange Strecken zielt. Er fährt bei 200 km/h so ruhig wie andere Wagen bei 130, kostet dafür aber Kraftstoff und verlangt Pflege. Später kamen Sechszylinder aus der AJ6-Reihe dazu.
Der HE-Zylinderkopf von 1981
Der Zylinderkopf nach dem Brennverfahren von Michael May verwirbelt ein mageres Gemisch gezielt und senkt den Verbrauch des V12 um bis zu 20 Prozent. HE steht für High Efficiency. Wagen ab 1981 sind damit die im Unterhalt vernünftigere Wahl.
Offen und auf der Rennstrecke
1983 kam der XJ-SC mit Targadach, ab 1988 gab es ein vollwertiges Cabriolet aus dem Werk. Parallel setzte Tom Walkinshaw Racing den Wagen ab 1982 in der Tourenwagen-Europameisterschaft ein und gewann 1984 den Titel: ein großes Coupé, das in Kurven mit deutlich leichteren Wagen mithielt.
Daran erkennt man heute einen guten XJS
Schweller, Radläufe, Bodenblech, hintere Federaufnahmen und der Bereich um die Heckscheibe, dazu Kühlung, Zündanlage und Kraftstoffleitungen. Späte Wagen ab 1991 mit überarbeiteter Karosserie sind besser verarbeitet und im Alltag die klügere Wahl.
Der XJS ist das Coupé, das 21 Jahre brauchte, um aus dem Schatten seines Vorgängers zu treten.

Foto: Luay Barani · Unsplash License
Quellen
Was Leser über den Jaguar XJS fragen
Warum hatte es der XJS gegenüber dem E-Type schwer?
Weil er kein Sportwagen sein wollte, sondern ein schneller Reisewagen. Die Form ist schwerer, die Abstimmung komfortabler, das Gewicht höher. Wer den E-Type erwartete, war enttäuscht. Wer lange Strecken fährt, merkt schnell, dass der XJS die bessere Wahl dafür ist.
Was ist der HE-Zylinderkopf?
Eine 1981 eingeführte Brennraumform nach dem Verfahren von Michael May, das ein mageres Gemisch gezielt verwirbelt. Der Verbrauch des V12 sank dadurch um bis zu 20 Prozent. HE steht für High Efficiency, und Wagen mit diesem Kopf sind im Unterhalt spürbar günstiger.
Worauf achtet man beim Kauf eines XJS?
Auf Rost an Schwellern, Radläufen, Bodenblech, den hinteren Federaufnahmen und dem Bereich um die Heckscheibe. Beim V12 zählen Kühlung, Zündanlage und Kraftstoffleitungen. Späte Wagen ab 1991 mit überarbeiteter Karosserie sind besser gebaut als frühe.





