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Geschichte des VW-Busses, 2/3: der T2c lief in Brasilien bis 2013, Titelbild
Szene

Geschichte des VW-Busses, 2/3: der T2c lief in Brasilien bis 2013

Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, RRLevy, skaliert

In Hannover war 1979 Schluss mit dem T2. In Brasilien baute Volkswagen ihn weiter, mit höherem Dach und später mit Wasserkühlung, bis eine Vorschrift für Airbags ihn Ende 2013 stoppte

· 04.10.2026 · aktualisiert 04.10.2026

Der T2c in vier Sätzen

Der VW T2 hatte zwei Leben. Das erste dauerte in Hannover von 1967 bis 1979. Das zweite spielte in Mexiko und Brasilien, und es dauerte bis zum 18. Dezember 2013. An diesem Tag lief in São Bernardo do Campo der letzte Kombi vom Band, 46 Jahre nach dem ersten T2. Teil 2 unserer Serie erzählt, wie aus dem deutschen T2 der T2c wurde, und warum nicht die Käufer ihn beendeten, sondern eine Vorschrift.

So kam der Bulli nach Brasilien

Volkswagen montierte den Transporter in Brasilien schon in den Fünfzigern. 1957 begann im neuen Werk Anchieta in São Bernardo do Campo, am Rand von São Paulo, die eigene Produktion des Kombi. So heißt der Bus in Brasilien bis heute.

Brasilien ging eigene Wege. Als in Deutschland 1967 der T2 kam, baute São Bernardo den T1 weiter, bis 1975. Danach folgte eine brasilianische Mischung aus beiden Generationen, gebaut zum Teil mit den alten Presswerkzeugen aus den Sechzigern. Erst 1997 kam der Kombi mit der vollen T2-Karosserie und dem hohen Dach, der T2c.

Ein rosa-weißer VW Kombi T2 im Straßenverkehr von São Paulo
Ein Kombi im Verkehr von São Paulo. Gebaut wurde er gleich nebenan in São Bernardo do Campo. Foto: Wilfredor, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, skaliert.

Daran erkennt man einen T2c

Das c steht für die letzte Ausbaustufe des T2. Am deutlichsten ist das Dach, rund 10 Zentimeter höher als beim deutschen Bus. Mexiko brachte es mit dem Modelljahr 1991, Brasilien 1997.

Mexiko baute den T2 seit 1970 im Werk Puebla. Ab Ende der Achtziger hatte der mexikanische Combi einen wassergekühlten 1,8-Liter-Motor, dazu einen großen schwarzen Kunststoffgrill und dicke Stoßfänger aus Kunststoff. Mitte der Neunziger endete die Produktion in Mexiko, danach verkaufte Volkswagen dort T2c aus Brasilien.

T2 aus Hannover

Bauzeit
1967 bis 1979
Dach
flach
Motor
luftgekühlter Boxer hinten
Kühler
ohne
Ende
Ablösung durch den T3

T2c aus Brasilien

Bauzeit
1997 bis 2013
Dach
rund 10 cm höher
Motor
Boxer, ab Ende 2005 wassergekühlter Vierzylinder hinten
Kühler
ab Ende 2005 vorn hinter dem Grill
Ende
Airbag- und ABS-Pflicht ab 2014

Darum bekam der letzte Boxer-Bulli einen Kühler

Am 23. Dezember 2005 stellte Volkswagen in Brasilien auf Wasserkühlung um. Der neue Motor stammte aus der Familie EA111, die Volkswagen auch im Polo einbaute: 1,4 Liter, Total Flex, also für Benzin und Ethanol. Mit Benzin leistete er 79 PS. Er saß weiter hinten, der Kühler aber vorn, hinter einem schwarzen Grill unter der Frontscheibe.

Für Puristen war das der Bruch mit dem Boxer. Für Volkswagen war es der Weg, den Kombi acht weitere Jahre zu bauen.

Warum am 18. Dezember 2013 Schluss war

Die Käufer hätten weitergekauft. Aber ab dem 1. Januar 2014 mussten alle neuen Autos in Brasilien Airbags und ABS haben, und für eine Karosserie aus den Sechzigern lohnte sich der Umbau nicht. Volkswagen kündigte das Ende an und legte eine Abschiedsserie auf.

Die Kombi Last Edition kam in Hellblau und Weiß, mit weißen Stahlfelgen, Weißwandreifen, Vorhängen und dem Schriftzug 56 anos Kombi Last Edition. Geplant waren 600 Stück, die Nachfrage brachte 1.200. Am 18. Dezember 2013 lief der letzte Kombi vom Band, nach 56 Jahren Produktion in Brasilien. Mit ihm endete die Zeit der Volkswagen mit Heckmotor.

Ein hellblau-weißer VW Combi T2 von 2013 auf dem Pariser Autosalon
Ein Combi von 2013 auf dem Pariser Autosalon 2018, mit hohem Dach, Kühlergrill und den Farben der Last Edition. Foto: Thesupermat, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, skaliert.

Was ein T2c heute bedeutet

Wer heute einen T2c kauft, bekommt einen Bulli in der Form der Siebziger mit der Technik der Zweitausender. Für das H-Kennzeichen sind die späten Kombi noch zu jung, die ersten T2c aus Brasilien werden 2027 dreißig.

Teil 1 der Serie erzählt, wie aus einer Skizze der VW-Bus wurde. Teil 3 geht nach Südafrika: Der T3 aus Uitenhage lief bis 2002. Mehr zum deutschen T2 steht im Porträt VW T2.

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Geschichte des VW-Busses, 2/3: der T2c lief in Brasilien bis 2013, Bild zum Zitat
In einem SatzT2c heißen die späten T2 aus Mexiko und Brasilien, erkennbar am rund 10 Zentimeter höheren Dach.

Foto: Kevin Schmid · Unsplash License

Quellen

  1. Wikipedia: Volkswagen Type 2 (T2)
  2. Wikipedia: VW T2
  3. Carscoops: VW Kombi Last Edition
  4. Just Cars: Kombi Last Edition
  5. Chicago Auto Show: The Final Volkswagen Type 2 Kombi Arrives In Germany
  6. IndustryWeek: Volkswagen Brazil to End Production of Kombi Model
  7. autoplenum: Die letzten Bullis, Auslaufmodell
  8. ClassicCars.com Journal: Volkswagen T2c
  9. Motorpasión México: Todos los autos que Volkswagen ha fabricado en México

Was Leser zum T2c fragen

Was ist ein T2c?

Die letzte Ausbaustufe des T2, gebaut in Mexiko und Brasilien. Erkennbar ist er am Dach, das rund 10 Zentimeter höher ist als beim deutschen T2. Mexiko führte das hohe Dach mit dem Modelljahr 1991 ein, Brasilien 1997. Dazu kamen wassergekühlte Motoren, in Mexiko ein 1,8-Liter, in Brasilien ab Ende 2005 ein 1,4-Liter.

Wann wurde der letzte VW T2 gebaut?

Am 18. Dezember 2013 in São Bernardo do Campo in Brasilien. Damit endete nach 56 Jahren die Produktion des Kombi in Brasilien, und mit ihm die Zeit der Volkswagen mit Heckmotor.

Warum wurde der Kombi 2013 eingestellt?

Wegen einer neuen Vorschrift, die Nachfrage war da. Ab dem 1. Januar 2014 mussten neue Autos in Brasilien Airbags und ABS haben. Beides ließ sich in die Karosserie aus den Sechzigern nicht wirtschaftlich einbauen.

Was ist die Kombi Last Edition?

Die Abschiedsserie von 2013. Volkswagen plante 600 Stück und baute wegen der Nachfrage 1.200. Sie trugen zweifarbigen Lack in Hellblau und Weiß, weiße Stahlfelgen mit Weißwandreifen, Vorhänge und den Schriftzug 56 anos Kombi Last Edition.

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