Wie Westfalia aus dem Bulli das Reisemobil machte, welche Ausbauten es von T1 bis T4 gab und woran man einen echten Westfalia erkennt
Patinamore-Redaktion · 12.09.2026 · aktualisiert 13.09.2026
Was man über die Westfalia-Ausbauten wissen muss
- Westfalia in Wiedenbrück baute ab 1951 die Campingbox für den T1, und danach 50 Jahre lang die Camper, die Volkswagen selbst verkaufte.
- T1: Campingbox und SO-Modelle (Sonderausführung); T2: Berlin, Helsinki, Madrid, Malaga; T3: Joker in mehreren Serien; T4: California, ab 2003 von Volkswagen selbst.
- Ein echter Westfalia hat die Typennummer im Datenträger, das Westfalia-Schild und die Möbel aus dem Werk. Nachbauten gibt es viele.
- Der Joker mit Aufstelldach ist heute der gesuchteste Camper der Szene, der T2 Berlin das Sammlerstück.
Ohne Westfalia wäre der Bulli ein Lieferwagen geblieben. Das Werk in Wiedenbrück baute ab 1951 die Campingbox für den T1, einen Möbelsatz, den man am Wochenende in den Bus stellte, und danach 50 Jahre lang die Camper, die Volkswagen selbst verkaufte. Wer heute Westfalia sagt, meint den Bulli mit Küche, Bett und Dach.
Was Westfalia in jede Baureihe einbaute
Was Westfalia im T1 einbaute: Campingbox und SO
Die Campingbox war herausnehmbar: Bett, Schrank, Tisch, ein Kanister für Wasser. Ab Mitte der Fünfziger kamen die SO-Modelle, Sonderausführungen, mit fest eingebauter Einrichtung, Hochdach oder Aufstelldach, Kühlschrank und Kocher, in Holz mit Wachstuch, das die Szene heute originalgetreu nachbaut.
Was Westfalia im T2 einbaute: Berlin, Helsinki, Madrid, Malaga
Beim T2 gab Westfalia den Ausbauten Städtenamen: Berlin mit Küche und Bett quer, Helsinki mit Küche hinten, Madrid, Malaga, dazu die Continental- und Campmobile-Versionen für Amerika. Das Aufstelldach mit dem Klappmechanismus nach vorn kam 1968 und blieb bis zum T3.
Das macht den Joker im T3 aus
Der Joker war der Westfalia des T3, Joker 1 bis 3, mit Hochdach oder Aufstelldach, mit Küche, Schrank, Klapptisch, Bett aus der Sitzbank, in Stoffmustern, die die Achtziger färbten. Der Joker mit Aufstelldach ist heute der Camper, den die Vanlife-Szene sucht, und die Wagen, deren Möbel aus dem Werk stammen, sind die wertvollen.

Was den California im T4 ausmacht
1988 baute Westfalia den ersten California als Sondermodell des T3, beim T4 wurde er zur Baureihe: Aufstelldach, Küche, Standheizung, Drehsitze. 2003 übernahm Volkswagen den Ausbau in Hannover, der California von heute ist ein Volkswagen, der Joker ein Westfalia.
Daran erkennt man einen echten Westfalia
Ein Westfalia-Ausbau steht im Fahrzeugbrief und im Datenträger, trägt das Schild an der B-Säule und die Möbel in Werksmaterial. Nachbauten gibt es in jeder Qualität; ein echter Joker mit Papieren und Historie ist der Wagen, der seinen Preis behält.
Westfalia ist das Wort, mit dem der Bulli zum Zuhause wurde. Wer einen hat, hält am besten fest, was original ist, im Fahrzeugbuch, mit Fotos der Möbel.

Foto: Gene Giromini · Unsplash License
Quellen
Was Leser über die Westfalia-Ausbauten fragen
Was war die Campingbox?
Der erste Westfalia-Ausbau von 1951: ein herausnehmbarer Möbelsatz für den T1 mit Bett, Schrank und Tisch, den man werktags ausbauen konnte. Daraus wurden die SO-Modelle, Sonderausführungen, mit fest eingebauter Küche.
Woran erkenne ich einen echten Westfalia?
An der Typennummer im Datenträger und Fahrzeugbrief (Westfalia-Aufbau), dem Westfalia-Schild an der B-Säule, den Möbeln in Werksmaterial und Werksfarbe, dem Aufstelldach von Westfalia mit seinem Mechanismus, und an den Papieren, die den Aufbau nennen.
Was ist der Unterschied zwischen Joker und California?
Der Joker war der Westfalia-Camper des T3 von 1979 bis 1990 in mehreren Serien; der California kam 1988 als Sondermodell und wurde beim T4 zur Baureihe, die Volkswagen ab 2003 selbst baute. Der Joker ist die Szene, der California die Fortsetzung.
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