Was man über den VW T4 wissen muss
- Der T4 kam 1990 als erster Transporter mit Frontmotor und Frontantrieb, das Ende des Heckmotors nach 40 Jahren.
- Vier- und Fünfzylinder-Benziner, Diesel, ab 1995 der TDI mit 102 PS, ab 1996 der VR6 mit 140 PS: ein Motorenprogramm wie im Pkw.
- Das Facelift 1996 brachte die lange Nase für den VR6 und den Multivan mit Kunststoff-Stoßfängern; der California von Westfalia wurde zum meistverkauften Reisemobil.
- Seit 2020 erreichen die ersten T4 das H-Kennzeichen; der Multivan und der California sind die gesuchten Varianten.
Mit dem T4 gab Volkswagen 1990 den Heckmotor auf. Vierzig Jahre hatte der Boxer hinten gesessen; jetzt kam der Motor nach vorn, quer eingebaut, mit Frontantrieb, und der Transporter fuhr sich zum ersten Mal wie ein großer Pkw. Die Szene murrte, und kaufte ihn 13 Jahre lang.
Was den T4 ausmacht: Motoren, Multivan und California
Diese Motoren trieben den T4 an
Der T4 startete mit Vierzylinder-Benzinern von 84 bis 110 PS und einem Fünfzylinder mit 110 PS, dazu ein 1,9-Liter-Diesel mit 61 PS und ein 2,4-Liter-Fünfzylinder-Diesel mit 78 PS. 1995 kam der 2,5 TDI mit 102 PS, der den T4 zum Reisewagen machte; 1996 der VR6 mit 140 PS und später 204 PS, für den die Front um 8 Zentimeter verlängert wurde, die lange Nase, an der man das Facelift erkennt. Wer heute einen T4 sucht, sucht meist einen TDI oder den Fünfzylinder-Benziner.
Was Multivan und California zum T4 beitrugen
Der Multivan übernahm die Idee des T3: drehbare Einzelsitze, Klapptisch, Sitzbank zum Bett. Der California von Westfalia, ab 2003 dann von Volkswagen selbst gebaut, bekam Aufstelldach, Küche und Standheizung und wurde zum meistverkauften Reisemobil Europas. Daneben blieb der T4 Handwerkerwagen, Krankenwagen, Kastenwagen mit langem Radstand und Pritsche mit Doppelkabine.

So wurde der T4 vom Gebrauchtwagen zum Youngtimer
Der T4 war lange das Auto, das jeder Handwerker fuhr und keiner sammelte. Das hat sich gedreht: Seit 2020 bekommen die ersten Wagen das H-Kennzeichen, und ein guter Multivan kostet mehr als ein neuer Kleinwagen. Die Szene ist jung, praktisch und mit dem Bus unterwegs.
Was heute beim VW T4 zählt
- Rost an den Radläufen, den Schwellern, dem Heckabschluss, den Türunterkanten und unter den Dichtungen der Windschutzscheibe, der T4 rostet später als der T3, aber er rostet.
- Laufleistung schreckt beim TDI wenig, wenn Zahnriemen, Wasserpumpe und Einspritzpumpe belegt sind; ein Fahrzeugbuch mit diesen Einträgen ist bares Geld.
- Umbauten zum Camper sind zahlreich; was zählt, ist die Eintragung und die Qualität der Arbeit.
Der T4 ist der Bulli der Gegenwart: alt genug für das H-Kennzeichen, jung genug für jeden Tag. In der Kartei wächst er am schnellsten, und mit ihm die Historien, die erst noch geschrieben werden.

Foto: Detectandpreserve · CC BY-SA 3.0
Quellen
Was Leser über den VW T4 fragen
Was unterscheidet den T4 vom T3?
Alles unter dem Blech: Der Motor sitzt vorn quer und treibt die Vorderräder an, die Hinterachse ist eine Schräglenkerachse ohne Motor darüber, der Laderaum liegt tiefer. Der T4 fährt wie ein Pkw und verbraucht weniger.
Welcher T4-Motor ist der beste?
Der 2,5-Liter-TDI mit 102 PS gilt als der ausgewogene, der 2,5-Liter-Fünfzylinder-Benziner als der langlebige und der VR6 als der schnelle. Der 1,9-Liter-Diesel ist sparsam und langsam.
Ab wann bekommt ein T4 das H-Kennzeichen?
Dreißig Jahre nach der Erstzulassung, für die ersten also seit 2020. Voraussetzung ist ein weitgehend originaler und gepflegter Zustand, ein umgebauter Camper kann das sein, ein rostiger Kastenwagen selten.










