Was man über den Alfa Romeo 156 wissen muss
- Der 156 kam im Herbst 1997 und wurde 1998 als erster Alfa zum Auto des Jahres gewählt. Gezeichnet hat ihn Walter de Silva.
- Die hinteren Türgriffe stecken im Fensterrahmen: Die Limousine sieht aus wie ein Coupé und ist trotzdem viertürig.
- Motoren vom 1,6-Liter-Twin-Spark bis zum 2,5-Liter-V6, dazu die JTD-Diesel mit Common-Rail, die Alfa als erster Hersteller in Serie brachte.
- Über 680.000 Stück liefen bis 2005 vom Band, dazu der Sportwagon als Kombi und der GTA mit 3,2 Litern.
Es gibt Autos, die eine Marke retten. Der 156 war so eines. Alfa Romeo kam aus schweren Jahren, und dann stand im Herbst 1997 eine Limousine in den Schauräumen, die alles hatte, was man von einem Alfa erwartet: eine Form, über die man redet, Motoren, die man hört, und ein Fahrwerk, das den Fahrer meint.
Was den 156 im Herbst 1997 besonders machte
Walter de Silva zeichnete eine Stufenhecklimousine mit hoher Schulter, kurzen Überhängen und dem Scudetto in der Mitte der Front, wobei das Kennzeichen zur Seite rückte. Die hinteren Türgriffe verschwanden im Fensterrahmen, damit die Seite wie die eines Coupés wirkt. Fast eine Million Menschen kamen an einem Tag der offenen Tür zu den Händlern, um ihn zu sehen.
Welche Motoren der Alfa 156 hatte
Zum Start standen 6 Motoren bereit: 3 Twin Spark mit Doppelzündung von 1,6 bis 2,0 Litern, der V6 mit 2,5 Litern und 190 PS, dazu die beiden JTD-Diesel mit 1,9 und 2,4 Litern. Der 1,9 JTD war der erste Common-Rail-Diesel der Welt in einem Serienauto. Später kamen die Vierventil-Twin-Spark, der Selespeed mit automatisierter Schaltung und 2002 der GTA mit dem 3,2-Liter-V6 und 250 PS.
Der Sportwagon und der Crosswagon
1999 folgte der Sportwagon, ein Kombi, der mehr Coupé als Lastesel ist. 2004 kam der Crosswagon Q4 mit Allrad und höhergelegtem Fahrwerk, der heute eigene Liebhaber hat.
Warum der 156 in der DTM und der Tourenwagen-EM fuhr
Der 156 gewann die europäische Tourenwagen-Meisterschaft 2000, 2001 und 2002, mit Fabrizio Giovanardi am Steuer. Auf der Straße merkte man davon wenig, im Verkaufsraum sehr viel: Der 156 war der kommerziell erfolgreichste Alfa seiner Zeit.
Daran erkennt man heute einen guten 156
Ein gepflegter 156 hat Papiere über den Zahnriemen, die Ausgleichswellen und die Variatoren. Beim Twin Spark hört man den Variator im Leerlauf rasseln, wenn er fällig ist. Das Blech hält länger als bei den Vorgängern, die Radläufe hinten und die Endspitzen sind trotzdem die Stellen, an denen man sucht.
Der 156 ist der Alfa, der beweist, dass Vernunft und Schönheit in ein Auto passen.

Quellen
Was Leser über den Alfa Romeo 156 fragen
Warum gilt der Alfa 156 als Designklassiker?
Weil Walter de Silva eine viertürige Limousine gezeichnet hat, die wie ein Coupé wirkt. Die hinteren Türgriffe sitzen versteckt im Fensterrahmen, die Front nimmt das Scudetto mittig auf und rückt die Kennzeichenhalterung zur Seite. Der Titel Auto des Jahres 1998 kam auch daher.
Was ist ein JTD und warum ist er wichtig?
JTD ist Alfas Common-Rail-Diesel, und der 156 war 1997 das erste Serienauto der Welt damit. Der 1,9 JTD mit 105 PS machte den Diesel im Alltag leise und drehfreudig. Die Technik ging später an den ganzen Fiat-Konzern und an Opel.
Welche Schwachstellen hat der Alfa 156?
Die Zündspulen und Variatoren der Twin Spark, die Elektrik und die Radläufe hinten. Beim JTD sind es Injektoren und der Zweimassenschwungrad-Verschleiß. Wartungsnachweise über Zahnriemen und Ausgleichswellen sind wichtiger als der Kilometerstand.




