Was man über den Alfa Romeo SZ wissen muss
- Der SZ stand 1989 als ES-30 in Genf und kam als Kleinserie auf die Straße: 3 Scheinwerfer je Seite, breite Kotflügel, kantige Kanzel.
- Die Technik kommt vom 75: Transaxle, De-Dion-Achse, dazu der Busso-V6 mit 3,0 Litern und 210 PS.
- Die Karosserie besteht aus Verbundwerkstoff auf einem Stahlgerippe, gebaut bei Zagato. Der Entwurf entstand im Haus, nicht bei Zagato.
- 1.036 Coupés entstanden bis 1991, dazu 278 Roadster RZ bis 1994. Jeder SZ war rot.
1989 stellte Alfa Romeo in Genf eine Studie mit dem Namen ES-30 aus. Das Publikum sah ein Coupé mit 6 Scheinwerfern, einer Schulter wie ein Lineal und Radhäusern, die aus einer anderen Klasse zu stammen schienen. Die Presse nannte es Il Mostro. Alfa baute es trotzdem, und heute steht es in denselben Sammlungen wie der Montreal.
Was im SZ von 1989 steckt
Unter der Karosserie arbeitet die Technik des 75: Motor vorn, Getriebe und Differential hinten, De-Dion-Achse. Der Busso-V6 mit 3,0 Litern leistet 210 PS und schiebt den Wagen über 240 km/h. Das Fahrwerk stammt aus dem Rennsport der Gruppe A, mit einer hydraulischen Höhenverstellung für Bordsteine.
Warum die Karosserie kein Blech ist
Auf einem Stahlgerippe sitzen Teile aus Verbundwerkstoff, verklebt statt geschweißt. Gebaut wurde bei Zagato in Mailand, in Handarbeit und in kleiner Zahl. Das spart Gewicht und macht eine Reparatur zu einer Sache für Spezialisten.
Wie viele SZ und RZ es gibt
Bis 1991 entstanden 1.036 Coupés, alle in Rot mit grauem Dach. 1992 folgte der Roadster RZ, geplant in 350 Stück, gebaut in 278. Damit ist der RZ die seltenere Hälfte der Geschichte, der SZ die bekanntere.
Daran erkennt man heute einen guten SZ
Die Papiere zuerst: Wer ihn gefahren hat, wie oft er stand, wer am V6 gearbeitet hat. Dann die Karosserie auf Risse und Nachlackierungen prüfen, danach die Hydraulik der Höhenverstellung. Ein SZ mit Historie in der Kartei ist leichter zu versichern und leichter zu verkaufen.
Der SZ ist der Beweis, dass ein Auto nicht gefallen muss, um zu bleiben.

Quellen
Was Leser über den Alfa Romeo SZ fragen
Warum heißt der Alfa SZ Il Mostro?
Weil ihn niemand schön fand, als er 1989 in Genf stand. Die 6 Scheinwerfer, die breiten Radhäuser und die harte Kante über der Schulter machten ihn zum Monster. 30 Jahre später ist genau das der Grund, warum er gesucht wird.
Wer hat den Alfa SZ gezeichnet?
Der Entwurf kam aus dem Fiat-Designzentrum, die ersten Skizzen von Robert Opron, die Ausarbeitung von Antonio Castellana. Zagato baute die Karosserie und gab ihr das Z im Namen, zeichnete sie aber nicht.
Was kostet ein Alfa Romeo SZ heute?
Mehr als ein guter 75 V6 und weniger als ein Montreal. Entscheidend sind Historie, Laufleistung und der Zustand der Verbundkarosserie, die sich nicht wie Blech reparieren lässt. Ein Wagen mit lückenlosen Belegen ist die sichere Wahl.


